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USA

Bernie Sanders: Demokraten sollten nicht homophobe Wähler*­innen hofieren

Bernie Sanders stellt klar, dass viele hasserfüllte Amerikaner*innen für die Demokratische Partei nicht erreichbar seien.


Bernie Sanders wurde für das Interview aus seiner Heimatstadt Burlington zugeschaltet (Bild: Screenshot NBC)

Der sozialdemokratische US-Senator Bernie Sanders hat die Demokratische Partei aufgefordert, nicht mit allen Mitteln Trump-Wähler*­innen anzusprechen: "Es gibt extrem rechte Wähler, die rassistisch, sexistisch, homophob oder ausländerfeindlich sind. Die sind nicht erreichbar", erklärte der parteilose Politiker am Sonntag in der NBC-Talkshow "Meet The Press". Sanders ist seit seinem Einzug in den Senat 2007 Mitglied der Demokraten-Fraktion.

Der 81-Jährige fuhr fort: "Aber ich glaube auch, dass es Millionen Menschen in diesem Land gibt, Mitglieder der Arbeiterklasse, die nach Washington schauen und sagen: 'Wisst ihr was? Ich falle immer mehr zurück. Ich kann mir meine Krankenversicherung nicht leisten. Ich kann meine Kinder nicht an die Uni schicken. Ich kann diese empörenden Preise für verschreibungspflichtige Medikamente nicht bezahlen. Wer hört mir zu?'" Die Demokratische Partei müsse sich für diese Menschen einsetzen. Man müsse den Kampf gegen die "Gier" von großen privaten Krankenversicherungen, Pharmaunternehmen und der Wall Street aufnehmen.

Weiter erklärte Sanders über die Regierungspartei: "Ich sage Ihnen nicht, dass die Demokraten perfekt sind. Glauben Sie mir – sie sind es nicht. Aber bei so gut wie allen Themen, inklusive des Klimawandels, ist die Wahl ziemlich klar."

In den USA finden Anfang November die sogenannten Zwischenwahlen zum Kongress statt. Die Demokratische Fraktion könnte dabei laut Umfragen in beiden Kammern die Mehrheit an die Republikaner verlieren, was Präsident Joe Biden das Regieren erschweren würde. Bernie Sanders muss sich erst 2024 wieder den Wähler*­innen stellen – er hatte die letzte Senatswahl in seinem linksliberalen Heimatstaat Vermont mit 67 zu 24 Prozent deutlich gegen seinen republikanischen Herausforderer gewonnen.

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Bernie for President 2024?

Zudem gibt es Spekulationen, ob Sanders in zwei Jahren erneut wie 2016 und 2020 der Demokratischen Partei beitritt, um sich bei den parteiinternen Vorwahlen für die Präsidentschaftskandidatur zu bewerben. 2020 war er laut einer Umfrage der Lieblingskandidat der queeren Demokrat*innen (queer.de berichtete).

/ glaad | Queere Aktivist*innen weisen darauf hin, dass Bernie Sanders bereits queere Rechte unterstützt hatte, als dies noch sehr wenige Politiker*innen wagten
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Sanders wäre 2024 mit 83 Jahren der zweitälteste Bewerber der US-Geschichte nach Harold Stassen, der 1992 als 85-Jähriger bei den republikanischen Vorwahlen angetreten war. Anders als Stassen, der damals 0,06 Prozent der Stimmen erhielt, werden Sanders aber durchaus Chancen auf einen Sieg eingeräumt. Letzten Monat sagte Sanders gegenüber CBS, er habe noch nicht entschieden, ob er erneut antreten werde. (dk)

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#1 Ith_Anonym
  • 17.10.2022, 16:57h
  • Bernies Klarblick würde man im besten Sinne auch einigen deutschen Politikern wünschen. Wenn du dich mit dem Teufel einlässt, verändert sich nicht der Teufel. Der Teufel verändert dich.
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#2 mmmmAnonym
  • 17.10.2022, 19:38h
  • Der wäre ein guter President! Der Welt braucht mehr Bernie's
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