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Polizeibericht Berlin

Gefährliche Körper­ver­letzung: Transphober Übergriff am Alexanderplatz

Eine Gruppe von Männern attackierte einen 21-Jährigen und seinen 25-jähriger Begleiteter – Grund war offenbar Transphobie.


Erneut muss die Hauptstadtpolizei wegen eines queer­feindlichen Übergriffs ausrücken, dieses Mal zum Alexanderplatz (Bild: Ingolf / flickr)

  • 18. Oktober 2022, 08:29h - 2 Min.

Die Berliner Polizei meldet einen weiteren transphoben Übergriff in der Hauptstadt: Einsatzkräfte seien am Montagabend wegen einer gefährlichen Körper­ver­letzung am Alexanderplatz alarmiert worden. Ersten Erkenntnissen zufolge soll ein 21-jähriger Mann sowie sein 25-jähriger Begleiter gegen 19.25 Uhr in der Grünanlage in der Nähe der Wasserspiele von einer Gruppe aus sieben bis neun Tatverdächtigen angesprochen und transphob beleidigt worden sein.

Die beiden Männer sollen darüber hinaus gegen Kopf und Nacken geschlagen worden sein. Anschließend hätten sich die Angreifer unerkannt in Richtung Spreeufer entfernt.

Die Opfer erlitten laut Polizei leichte Verletzungen im Kopf- und Nackenbereich, die jedoch keiner ärztlichen Behandlung bedurft hätten. Die weiteren Ermittlungen übernimmt ein Fachkommissariat. Wie in Erstmeldungen üblich, machte die Polizei keine weiteren Angaben über die Identität der mutmaßlichen Täter.

Mehrere Übergriffe in Berlin

In den letzten Monaten meldete die Hauptstadtpolizei immer wieder Übergriffe, die offenbar von Hass auf Homosexuelle oder trans Menschen motiviert war. Letzten Monat attackierten etwa Jugendliche in Friedrichsfelde eine trans Frau mit Steinen (queer.de berichtete). Davor war im Ortsteil Wedding eine trans Frau beleidigt, mit einer Flasche beworfen und getreten worden (queer.de berichtete).

Die Berliner Polizei gibt – anders als viele Behörden in den anderen Ländern – gezielt und teilweise detailliert Berichte über queerfeindliche Übergriffe heraus, da sie auf mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität aufmerksam machen will. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner*innen für LGBTI. (pm/cw)

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