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Berlin (queer.de) - Friedbert Pflüger hat sich für die Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben ausgesprochen, berichtet die dpa. Der Bundestagsabgeordnete und Staatssekretär im Verteidigungsministerium tritt als Spitzenkandidat der Berliner CDU bei den im September stattfindenden Wahlen zum Abgeordnetenhaus gegen Klaus Wowereit (SPD) an. Beim gestrigen Neujahrsempfang der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) sagte Pflüger, die CDU wolle "Vielfalt": "Ich stehe voll zu dem gesetzlichen Lebenspartnerschaftsrecht. Weitere Anpassungen sind vorzunehmen, etwa im Steuer- und Beamtenrecht." Bereits letzte Woche hatte die CDU in einer Bundestagsdebatte einen Kurswechsel angekündigt. Die Abgeordnete Ute Granold hatte in einer Rede gesagt, dass die Union Angleichungen beim Lebenspartnerschaftsgesetz nicht länger blockieren würde (queer.de berichtete). Pflüger möchte im September "keine homosexuellen Wähler verlieren, nur weil sie sich bei uns abgelehnt fühlen." Er stellte jedoch augenzwinkernd klar: "Ich bin nicht schwul, sondern ich bin hetero." Er habe eine Lebensgefährtin und einen gemeinsamen Sohn. "Und das ist nicht gut so, das ist auch nicht schlecht so. Sondern das ist so." Im letzten Jahr hatte die Berliner CDU noch für Schlagzeilen gesorgt, als sie das schwule Fetisch-Fest "Folsom Europe" kritisierte (queer.de berichtete). (dk)

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27 Kommentare

#1 BerlinerAnonym
  • 17.02.2006, 14:16h
  • Die CDU ist jetzt eine richtig wählbare Partei geworden. Glückwunsch! Trotzdem will ich unseren Wowi-Schnuckel behalten!
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#2 TorbenAnonym
  • 17.02.2006, 14:33h
  • @Berliner:

    Nur weil der Spitzenkandidat (noch dazu in Anbetracht der bevorstehenden Wahlen in einer Stadt, wo man ohne die Homowähler nicht gewinnen kann) diese vorsichtige Annäherung äußert (auch er will ja nicht die Ehe öffnen, sondern nur die Ehe 2. Klasse weiter modifizieren), ist aufeinmal die ganze CDU plötzlich wählbar?

    Demnächst sagt noch jemand, Stoiber sei ein Kämpfer für Homorechte, nur weil im CSU-Ortsverband Hintertupfingen jemand heimlich seine homoerotischen Neigungen auslebt...

    Labern kann jeder, die sollen erst mal ihre Blockadehaltung aufgeben und was tun... Dann kann man neu über diese Partei reden, aber nur weil sie unsere Stimmen wollen, ändert sich nicht plötzlich diese Partei!
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#3 dragonwarriorAnonym
  • 17.02.2006, 14:40h
  • @ Berliner

    nun mal gaaanz langsam...

    ich finde, bevor wir sie als wählbar bezeichnen, nur weil sie sagen, dass sie einsehen, dass in puncto lebenspartnerschaftsgesetz etwas getan werden muss, sollten wir doch erstmal solange warten, bis die regelungen durch sind.

    ab davon ist das adoptionsrecht noch nicht durchzusetzen und auch im adg stehen sie noch quer...

    also ich seh die CDU da erstmal in einer bringeschuld, selbst wenn ich fortschritte sehe.
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#4 SebiAnonym
  • 17.02.2006, 14:52h
  • Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer!

    Nur weil hier eine einzelne Person etwas äußert, was

    1. nicht allgemeiner Wille der CDU ist
    2. weiterhin diskriminierend ist, da nur eine echte Öffnung der Ehe Gleichberechtigung ist. Wir wollen keine Ehe 2. Klasse, sondern echte Ehe. Jede Sonderbehandlung ist diskriminierend!

    brauchen wir nicht gleich in Jubel auszubrechen. Ein Regierender Bürgermeister ist kein Sonnenkönig. Ich kann auch viel versprechen, wenn mir eh klar ist, dass mein Rat das danach nie absegnet. Und dann kann ich schön labern, dass ich es ja wollte, aber die Ratsmehrheit nicht.

    Um es ganz offen zu sagen: die Union blockiert wo es nur geht und möchte am liebsten das Erreichte zurückdrehen, also erst recht keine weiteren Zugeständnisse.
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#5 manni2Anonym
  • 17.02.2006, 14:58h
  • Wenn die CDU jetzt homosexuellenfreundlich und uns mehr Rechte zusprechen wollen, werden oder darüber nachdenken, könnte Angie eine lange Zeit Kanzerlin bleiben. CDU würde echt Volkspartei werden können.......

    allen nur geträumt!!! ?????
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#6 JonasAnonym
  • 17.02.2006, 15:05h
  • Dass einzelne CDU-Politiker jetzt plötzlich von weiterer Angleichung der Ehe 2. Klasse (eigetragene Lebenspartnerschaft) sprechen, stellt nicht einen plötzlichen Wandel zu Liberalität dar, sondern ist einfaches Kalkül:

    1. Mittlerweile realisieren selbst manche CDU-Fundis, dass die 100%ige Diskriminierung Schwuler und Lesben nicht mehr mehrheitsfähig in Deutschland ist. (Und nach den Äußerungen des BVerfG wohl auch nicht mehr lange durchsetzbar.)

    2. Diesen Leuten wird klar, dass mittelfristig sogar die Öffnung der Ehe droht. Also was macht man: um wenigstens die Öffnung der Ehe mit echter und totaler Gleichstellung zu verhindern, passt man die Ehe 2. Klasse ("eigetragene Lebenspartnerschaft") weiter an. Gerade soweit, wie es nötig ist, dass nicht alle homofreundlichere Parteien wählen.

    Es geht einfach nur darum wenigstens ein wenig Diskriminierung durch die Ehe 2. Klasse zu erhalten, denn es heißt nicht mehr Diskriminierung oder nicht, sondern wenigstens etwas Diskriminierung oder völlige Gleichstellung.

    Die CDU / CSU kämpft bis heute gegen die eingetragene Lebenspartnerschaft und gegen weitere Gleichstellung Schwuler und Lesben. Sie hat das ADG verhindert und in den schwarzen Bundersländern ist die eingetragene Lebenspartnerschaft größtenteils nicht 100%ig umgesetzt. Diese Partei wettert gegen Schwule und Lesben wo es nur geht. In NRW wurde letztes Jahr sogar eine Broschüre zu Homoaufklärung und AIDS-Aufklärung an Schulen aus rein ideologischen Gründen von CDU und FDP verhindert, obwohl dies ein europaweites Projekt war, dass andere Staaten nicht störte.

    Aber wenn dann Wahlen anstehen, will man unsere Stimmen und wirft uns dann schon mal ein Krümelchen hin in der Hoffnung, dass wir uns mit Krümelchen zufireden geben. Aber erstens werden diese Krümelchen im Falle eines Sieges nicht umgsetzt und zweitens wollen wir keine Krümelchen mehr, sondern echte Gleichstellung!

    ********************************************
    Wir sind eben KEINE Perversen, die für jedes bisschen Recht dankbar sein müssen, sondern wir haben jedes Recht, dass jahrhundertealte Diskriminierung endlich beendet wird!
    **********************************************
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#7 andyAnonym
  • 17.02.2006, 16:59h
  • hi, wie sich die welt ändert! mal abwarten , denn mit cdu weiss man nie.das tut alles gott auch für uns nicht nur für familien.
    eines tage ändert sich das auch alles im vatikan . die frage ist , ob wir alle das überleben?!
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#8 gerdAnonym
  • 17.02.2006, 17:45h
  • Mit Sicherheit kann man davon sprechen, dass nach dem Urteil aus Karlsruhe und dem Haltungswandel in der Bundes-FDP in die CDU Bewegung hineinkommt.

    Grundsätzlich begrüße ich diese Änderungen innerhalb der Reihen der CDU; inwiefern die CDU aber ernsthaft im Thema "Lebenspartnerschaft" bereit ist, im Bundestag umzudenken, werden wir sehen.

    Ich bleibe da ein wenig skeptisch (zwar gibt es gute Äußerungen wie von Frau Granold oder Herrn Pflüger), aber immer noch sitzen im Bundestag im Rechtsauschuss auch Leute wie Herr Norbert Geis von der CSU.

    ----
    Was die Wahl im Bundesland Berlin im Herbst angeht, da hat Herr Pflüger keine Chancen....er war für Bonn bei der Abstimmung zur Hauptstadtfrage, da kann er doch nicht jetzt dort ernsthaft als Bürgermeister auftreten...wie soll das denn gehen ?

    Wenn er sich als Bürgermeister von Bonn oder Düsseldorf bewerben würde, wäre das ok, aber ausgerechnet Berlin....bei einer solchen damaligen Abstimmung.
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#9 RalfAnonym
  • 17.02.2006, 18:07h
  • An ihren Taten sollt ihr sie erkennen, und die sind ausschließlich negativ. Jede Verbesserung der rechtlichen und gesellschaftlichen Situation von Schwulen und Lesben wird abgelehnt. Was ein paar wenige Politiker der CDU -vielleicht sogar ehrlich gemeint- sagen, ist irrelevant. Relevant ist das Abstimmungsverhalten dieser Partei, wenn's drauf ankommt.
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#10 rudolfAnonym
  • 17.02.2006, 18:09h
  • @Gerd

    Eben weíl Pflüger wegen seines Abstimmungsverhaltens gegen die Hauptstadt Berlin schlechte Karten hat, will er sich halt jetzt als liberaler Hauptstadtpolitiker profilieren.

    Es gibt weißgott Schlimmeres. Warschau und Moskau sind auch Hauptstädte. Und da muß sich keiner als schwulenfreundlich outen, um gewählt zu werden. Im Gegenteil!
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