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Kim de l'Horizon
Buchpreisgewinner*in muss von Sicherheitsdienst geschützt werden
Seit der Verleihung des Buchpreises an Kim de l'Horizon kommt es in sozialen Medien wieder zu unzähligen Hasskommentaren. Inzwischen wird sich auch um die Sicherheit von de l'Horizon gesorgt.
- 22. Oktober 2022, 09:49h 2 Min.
Nach der Verleihung des Deutschen Buchpreises an die nichtbinäre Person Kim de l'Horizon hagelte es in sozialen Medien queerfeindliche Beschimpfungen und Theorien darüber, dass der Preis gar nicht wegen der Qualität des Buches verliehen worden sei.
So weit musste man sich bereits an das übliche Vorgehen transfeindlicher Kräfte gewöhnen, die jedes mal, wenn eine transgeschlechtliche Person in den Medien thematisiert wird, losschlagen. Doch nun sollen die Attacken ein bedrohliches Ausmaß angenommen haben.
Termine sollen wie geplant stattfinden
Der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtete als erstes darüber. Demnach müsse der*die Autor*in auf der Frankfurter Buchmesse inzwischen von einem Sicherheitsdienst geschützt werden. De l'Horizons Termine auf der Messe sollten aber wie geplant stattfinden.
Am Stand des DuMont Buchverlags mische sich die Freude über den Preis mit "großer Sorge". Der Social-Media-Beauftragte des zur DuMont-Gruppe gehörenden Verlags, der auch den "Kölner Stadt-Anzeiger" herausgibt, habe "alle Hände voll zu tun", Hassbotschaften zu löschen. Bei Amazon häuften sich zudem 1-Sterne-Bewertungen von Menschen, die das Buch offensichtlich nicht gelesen haben.
Solidaritätsgruß
Unterdessen haben sich Autor*innen mit de l'Horizon solidarisiert. In einem unter anderem von Donat Blum, Lann Hornscheidt und Johannes Kram unterschriebenen Brief heißt es: "Wir verurteilen den Hass, die Häme, die pauschalen Zuschreibungen und Entwürdigungen, die dir und deinem Buch in vielen (sozialen) Medien gerade entgegengebracht werden. Wir stehen an deiner Seite."
Für das "Blutbuch" wurde Kim de l'Horizon als erste nichtbinäre Person mit dem Deutschen Buchpreis 2022 ausgezeichnet. Auch das Werk verweigert sich in Form und Sprache dem binären Geschlechtersystem (queer.de berichtete). (jk)
















Volle Sanktionen dem queerfeindlichen Pack!
Es komme die nonbinäre Welt!