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Kim de l'Horizon

Buchpreisgewinner*in muss von Sicherheitsdienst geschützt werden

Seit der Verleihung des Buchpreises an Kim de l'Horizon kommt es in sozialen Medien wieder zu unzähligen Hasskommentaren. Inzwischen wird sich auch um die Sicherheit von de l'Horizon gesorgt.


Buchpreisgewinner*in Kim de l'Horizon (Bild: Youtube / Deutscher Buchpreis)

Nach der Verleihung des Deutschen Buchpreises an die nichtbinäre Person Kim de l'Horizon hagelte es in sozialen Medien queerfeindliche Beschimpfungen und Theorien darüber, dass der Preis gar nicht wegen der Qualität des Buches verliehen worden sei.

So weit musste man sich bereits an das übliche Vorgehen transfeindlicher Kräfte gewöhnen, die jedes mal, wenn eine transgeschlechtliche Person in den Medien thematisiert wird, losschlagen. Doch nun sollen die Attacken ein bedrohliches Ausmaß angenommen haben.

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Termine sollen wie geplant stattfinden

Der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtete als erstes darüber. Demnach müsse der*die Autor*in auf der Frankfurter Buchmesse inzwischen von einem Sicherheitsdienst geschützt werden. De l'Horizons Termine auf der Messe sollten aber wie geplant stattfinden.

Am Stand des DuMont Buchverlags mische sich die Freude über den Preis mit "großer Sorge". Der Social-Media-Beauftragte des zur DuMont-Gruppe gehörenden Verlags, der auch den "Kölner Stadt-Anzeiger" herausgibt, habe "alle Hände voll zu tun", Hassbotschaften zu löschen. Bei Amazon häuften sich zudem 1-Sterne-Bewertungen von Menschen, die das Buch offensichtlich nicht gelesen haben.

Solidaritätsgruß

Unterdessen haben sich Autor*innen mit de l'Horizon solidarisiert. In einem unter anderem von Donat Blum, Lann Hornscheidt und Johannes Kram unterschriebenen Brief heißt es: "Wir verurteilen den Hass, die Häme, die pauschalen Zuschreibungen und Entwürdigungen, die dir und deinem Buch in vielen (sozialen) Medien gerade entgegengebracht werden. Wir stehen an deiner Seite."

Für das "Blutbuch" wurde Kim de l'Horizon als erste nichtbinäre Person mit dem Deutschen Buchpreis 2022 ausgezeichnet. Auch das Werk verweigert sich in Form und Sprache dem binären Geschlechtersystem (queer.de berichtete). (jk)

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#1 Pride
  • 22.10.2022, 12:59h...
  • Alle solidarischen Grüße, Kim de l'Horizon!
    Volle Sanktionen dem queerfeindlichen Pack!
    Es komme die nonbinäre Welt!
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#2 MetzoAnonym
  • 22.10.2022, 13:14h
  • Immer die selbe Masche.

    "XY hat nur gewonnen weil sie eine Frau ist."
    "XY hat nur gewonnen weil XY schwarz ist."
    "XY hat nur gewonnen weil XY schwul/lesbisch ist"
    "XY hat nur gewonnen weil XY muslimischen Glaubens ist"

    Wobei die Zitate schon verfälscht sind, weil da bestimmt andere menschenfeindliche Begriffe verwendet werden würden von Leuten, die so dumme Aussagen tätigen.

    Die Wörter sind so austauschbar, je nachdem vor was gerade die Angst oder der Hass geschürt werden soll.

    Es soll immer der*die beste Gewinnen oder den Job bekommen ganz ohne Quoten. Aber wehe es ist die "falsche Person", dann wird wieder losgewettert gegen die erzwungende Diversität.
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#3 KilianEhemaliges Profil
  • 22.10.2022, 13:36h
  • Als Buchmensch bekam ich zwar die Preisverleihung mit, kam aber gar nicht auf den Gedanken, dass sich der menschenfeindliche Hassmob in das "Haus der Literatur" vorkämpft, um seine verachtenswerte Kampagne gegen queeres Menschsein zu fahren. Wie dumm von mir.

    Da Willemsen einer meiner Hausheiligen ist, hing ich wie er der Illusion an, dass das Lesen von einer Solidargemeinschaft aus friedfertigen Menschen praktiziert wird, die sich um Worte und Bücher bildet, mit dem Ziel, gemeinsam dieselbe Erfahrung zu teilen und den Kanon menschlicher Emotionen zu differenzieren.

    Dass Amazon und Co nicht willens oder in der Lage ist, mindestens! die von dem Buch vollkommen losgelösten und stellenweise menschenfeindlichen Rezensionen zu löschen, ist ein Skandal und bedarf einer Anzeige seitens des Dumont-Verlages und dem Kim-Team, dem ich die notwendige Kraft und das Durchhaltevermögen wünsche.
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