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Berlin

27-Jähriger in U-Bahn homophob beleidigt, geschlagen und beraubt

In einem Zug der Berliner U-Bahnlinie 12 wurde ein Fahrgast am Samstag von drei Männern attackiert, schwulenfeindlich beschimpft und ausgeraubt. Das Opfer musste im Krankenhaus behandelt werden.


Symbolbild: Zug der Linie U12 in Berlin (Bild: Boca Dorada / flickr)

  • 22. Oktober 2022, 14:12h 22 2 Min.

Ein bislang unbekanntes Trio beleidigte, schlug und beraubte am Samstagmorgen einen Mann in einem Zug der Berliner U-Bahnlinie 12. Das meldete die Polizei der Hauptstadt am Samstagnachmittag.

Nach bisherigen Ermittlungen stieg der 27-Jährige gegen 6 Uhr auf dem U-Bahnhof Kurfürstenstraße in einen Zug der Linie 12 mit Fahrtrichtung Warschauer Straße. Mit ihm zusammen befanden sich drei weitere Männer im Waggon. Einer dieser Männer ging zwischen den Bahnhöfen Prinzenstraße und Kottbusser Tor zu dem 27-Jährigen, forderte von diesem die Herausgabe seiner Wertgegenstände und beleidigte ihn homophob. Diese Forderung lehnte der Beleidigte ab, woraufhin ihn der Mann mehrmals ins Gesicht schlug und ihn zu Boden zog. Dort schlugen und traten schließlich zwei der Männer auf ihn ein und beraubten ihn seiner Tasche und seines Mobiltelefons.

Am U-Bahnhof Kottbusser Tor stiegen sowohl der Beraubte als auch die Täter aus dem Zug aus. Während die Rechtsbrecher flüchteten, alarmierte der 27-Jährige die Polizei. Ob seiner erlittenen leichten Verletzungen mussten Rettungskräfte hinzubeordert werden, die ihn zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus brachten. Die weiteren Ermittlungen führt – wie bei Hasskriminalität üblich – der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt. Nähere Angaben zu den Angreifern wurden im Polizeibericht nicht gemacht.

Berliner Polizei für queerfeindliche Gewalt sensibilisiert

Immer wieder gibt es aus Berlin Berichte über queerfeindliche Übergriffe, da die Berliner Polizei mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt publik macht und diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit meldet. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner*innen für LGBTI. (pm/cw)

-w-

#1 LothiAnonym
  • 22.10.2022, 16:29h
  • Der Staatsschutz hat ganz schön viel zu tun jetzt und leider sicherlich auch noch zukünftig. Dabei würde ich auch sehr gerne mal von irgendein aufgeklärten Fall hier lesen. Täte nicht nur den Opfern gut. Oder wird gesammelt und gesammelt bis die Aktenberge bis unter die Decke reichen. Enthält keinerlei Ironie.
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#2 Schon
  • 22.10.2022, 17:00hFürth
  • Antwort auf #1 von Lothi
  • Wenigstens wird es in Berlin erfasst. Hier in Bayern gilt Gewalt noch als Folklore und Tradition, wenn es gegen Queer geht.
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#3 MuschebubuAnonym
  • 22.10.2022, 17:16h
  • Antwort auf #1 von Lothi
  • Täte sicherlich gut, Berichterstattung erfolgt hierzu aber ob der Menge dann oft nur hinsichtlich der besonders schweren Fälle. Dies liegt aber nicht an der Justiz oder Polizei, sondern den Medien. Die Verfahren sind mehrheitlich öffentlich, Ausnahmen Jugendstrafrecht, aber auch dann ließen sich Urteilssprüche erfragen.
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