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Horrorfilm
"Hellraiser": Trans Schauspielerin verkörpert Höllenmonster
In der Neuauflage des Kultfilms schlüpft Schauspielerin Jamie Clayton in die Rolle des Dämons Pinhead. Das queere Bewusstsein in der Produktion kann leider nicht über viel mittelmäßiges Klischee hinwegtäuschen.

Jamie Clayton als Pinhead (Bild: Spyglass Media Group)
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23. Oktober 2022, 01:05h 2 Min.
Dunkle Dämonenkulte, eine mysteriöse Puzzlebox, Tore in andere Dimensionen, abscheuliche Monsterwesen und Schmerzen, schlimmer als der Tod. "Hellraiser" von 1987 gilt unter Horrorfans als Kultfilm, die visuellen Elemente sind berühmt und vielen bekannt, die den Film noch nie gesehen haben. Die neun Fortsetzungen sprechen für die Beliebtheit der Höllensaga.
Nun hat der amerikanische Streamingdienst Hulu eine Neufassung produziert, in der die Geschichte in Form eines Reboots neugestartet wird. Im Zentrum der Handlung steht die junge Riley (Odessa A'zion), die nach einigen Turbulenzen bei ihrem Bruder Matt (Brandon Flynn) und dessen Partner Colin (Adam Faison) untergekommen ist. Doch es ist nicht Rileys kürzlich erst überwundene Drogensucht, die ihr Leben aus den Fugen geraten lässt. Auf Umwege gelangt eine mysteriöse Puzzlebox in ihren Besitz, die sich als Artefakt der Cenobiten, andersweltlicher Dämonenwesen, herausstellt, die einer Religion des Schmerzes anhängen.
Rileys Bruder ist schwul
Einige Aspekte des Films sind durchaus interessant queer. Dass Rileys Bruder in einer Beziehung mit einem Mann ist, ist dabei eigentlich nicht mehr erwähnenswert. Auch Schauspieler Brandon Flynn, der zuletzt in einer Nebenrolle in "Ratched" zu sehen war, aber wahrscheinlich am bekanntesten dafür ist, der Exfreund von Sam Smith zu sein, reißt nicht unbedingt vom Hocker.
Die Besetzung von Jamie Clayton, die derzeit etwa in der Neuauflage von "The L word" zu sehen ist, in der Rolle des ikonischen Dämonenwesens "Pinhead" ist da schon deutlich spannender. Zum einen deshalb, weil Clayton eine sehenswerte Schauspielerin ist; zum anderen aber auch, weil die Neuauflage in der Gestaltung der Cenobiten deutlich von der Vorlage abweicht. Waren die Monster ursprünglich eher männlich zu lesen, scheinen sie in der Neufassung gänzlich geschlechtslos. Sie sind so sehr nicht von dieser Welt, dass menschliche Geschlechterkategorien nicht anwendbar sind.
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Für die Regie zeichnete David Bruckner verantwortlich, der in der Vergangenheit bereits mit "The Ritual" (2017) und "The Night House" (2020) nennenswertes im Horrorgenre vorgelegt hat. Es ist umso bedauernswerter, dass "Hellraiser" leider ziemlich schwächelt. Auf der Handlungsebene baut er an vielen Stellen auf sehr ausgelutschte Klischees und bleibt insgesamt Mittelmaß.
In den USA ist der Film exklusiv bei Hulu zu streamen, welche Plattform ihn wann für das deutsche Publikum zugänglich machen wird, ist noch unklar. Eine Kinoveröffentlichung ist nicht geplant.
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Bei den ersten Folgen von Hellraiser hat Clive Barker buchstäblich mitgearbeitet. Und das Ergebnis kann sich echt sehen lassen. Genial. Auch heute noch. Ob die Neuauflage daran rankommt bezweifle ich sehr stark. Aber macht mich dennoch neugierig.