Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?43616

Berlin

Fotofahndung: Polizei sucht nach nach transfeindlichem Angriff Verdächtige

Eine Frau war nachts in Neukölln aus einer Gruppe heraus transfeindlich beleidigt worden und erlitt durch einen Faustschlag eine Platzwunde am Kopf.


Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise zu zwei Verdächtigen, die Bilder sind weiter unten bis zu einer Identifizierung verfügbar (Bild: TechLine / pixabay)

  • 26. Oktober 2022, 11:54h 14 3 Min.

Zu Update springen: Tatverdächtige identifiziert

Nach einem transfeindlichen Angriff im April in Berlin-Neukölln hat sich die Polizei mit einer Fotofahndung an die Öffentlichkeit gewandt. Trotz intensiver Ermittlungen des Polizeilichen Staatsschutzes sei es bislang nicht gelungen, die drei Tatverdächtigen zu identifizieren. Daher veröffentliche man Fotos der beiden mutmaßlichen Haupttäter, die während der Tat entstanden sein sollen.

Die bei dem Angriff verletzte 40-jährige Frau war in den frühen Morgenstunden des 16. Aprils mit einem 31-jährigen Begleiter am Hermannplatz unterwegs, als die beiden kurz nach 4 Uhr von mehreren Jugendlichen transphob beleidigt wurden. Das Paar soll dann die vierköpfige Gruppe zur Rede gestellt haben, woraufhin die Frau einen Faustschlag von einem der Jugendlichen erhalten haben soll und bewusstlos zu Boden gegangen sei. Die angegriffene Person begab sich mit der Begleitung ins Krankenhaus, wo eine ambulante Behandlung der beim Sturz erlittenen Kopfplatzwunde erfolgte.

Die Gruppe war in unbekannte Richtung geflüchtet. Die Berliner Polizei hatte noch am gleichen Samstag den Vorfall publik gemacht (queer.de berichtete).

Wer kennt diese Männer?

Nun sucht die Polizei die beiden Hauptverdächtigen. Der erste wird als etwa 15 bis 19 Jahre alt, 170 bis 175 cm groß mit schwarzem Haar und dunkelbraunen Augen beschrieben. Er habe eine schmale Statur und sei mit auffälliger Kappe und Umhängetasche bekleidet gewesen.

Der andere Verdächtige sei etwa 16 bis 19 Jahre alt und 170 bis 180 cm groß, habe blondes Haar und eine sportliche Statur und sei mit dunklem Pullover mit hellem Schriftzug bekleidet gewesen.

Hinweise nimmt das Landeskriminalamt in Berlin-Tempelhof, am Bayernring 44, unter der Telefonnummer (030) 4664 – 953524, per E-Mail oder Internetwache oder bei jeder anderer Polizeidienststelle entgegen. Die Polizei fragt: Wer kann Angaben zur Identität und/oder dem Aufenthaltsort der Gesuchten machen? Wer hat die Tatverdächtigen vor, bei oder nach der Tatbegehung gesehen? Wer kann weitere sachdienliche Hinweise zur Tat oder den Tatverdächtigen geben?

Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in ihren Berichten publik und meldet diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Behörden appellieren eindringlich an die Bevölkerung, queerfeindlich motivierte Übergriffe anzuzeigen. Dafür haben die Polizei und die Staatsanwaltschaft eigene Ansprechpersonen für queere Menschen eingesetzt. (pm/cw)

 Update  27.10.: Tatverdächtige identifiziert

Die zwei Tatverdächtigen zu einer Körperverletzung und Beleidigung, die Mitte April am Hermannplatz stattgefunden haben, konnten nach mehreren übereinstimmenden Hinweisen aus der Bevölkerung namhaft gemacht werden. Aus diesem Grund haben wir die Fahndungsfotos wieder gelöscht. Die weiteren Ermittlungen des Polizeilichen Staatsschutzes dauern an.

-w-

#1 SebiAnonym
  • 26.10.2022, 15:10h
  • Wieso muss das wieder ein halbes Jahr dauern?

    Und dass mir keiner mit "Persönlichkeitsrechten" kommt. Denn denen waren die Rechte ihres Opfers auch egal. Mit ihrer Tat haben sie ihr Recht auf Anonymität verwehrt, denn Opferschutz sollte stets vor Täterschutz gehen. Die Täter hatten eine Wahl, das Opfer nicht.
  • Direktlink »
#2 KonradCgnAnonym
  • 26.10.2022, 16:54h
  • Antwort auf #1 von Sebi
  • "Denn denen waren die Rechte ihres Opfers auch egal."

    Auch Kriminelle haben Grundrechte. Man nennt das Rechtsstaat. Möchtest du nicht in einem Rechtsstaat leben?
  • Direktlink »
#3 SebiAnonym
  • 26.10.2022, 17:51h
  • Antwort auf #2 von KonradCgn
  • Netter Versuch eines klassischen Red Herrings / Strohmann-Arguments von den Leuten, die immer zuerst an das Wohl der Täter denken statt an die Opfer. Ist in Deutschland sehr verbreitet.

    Statt mir Sachen zu unterstellen, die ich nicht gesagt habe, könntest Du vielleicht mal argumentieren.

    Selbstverständlich haben auch die Täter in einem Rechtsstaat Rechte. Ich habe weder gefordert, dass die keinen fairen Prozess bekommen oder sonstwas.

    Aber Fakt ist doch:
    Es gibt hier offenbar eine Kollision unterschiedlicher Rechte. Nämlich die Rechte des Opfers und die Rechte der Täter. Und wie immer in einem Rechtsstaat (!) muss man dort wo Rechte kollidieren, abwägen bzw. priorisieren. Und da sage ich halt, dass man in einem solchen Fall wo man priorisieren muss, dann zum Wohl des Opfers und nicht zum Wohl des Täters entscheiden sollte.

    Nichts anderes ist auch jetzt mit der Veröffentlichung der Fotos passiert. Nur, dass ich halt sage, dass das nicht ein halbes Jahr später passieren sollte, sondern viel früher. Ich will also nichts, was nicht eh passiert, sondern es geht nur um den Zeitpunkt.

    Es sei denn natürlich, Dir ist Täterschutz so wichtig, dass Du generell niemals Fahnungsfotos veröffentlichen willst. Aber dann brauchen wir an dieser Stelle nicht mehr weiter zu diskutieren.
  • Direktlink »