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Polizeibericht
Berlin: Mann schlägt trans Frau Flasche auf den Kopf
Am späten Mittwochabend wurde eine 22-Jährige in Berlin-Friedrichshain von einem 23 Jahre alten neuen Bekannten transfeindlich beleidigt und brutal geschlagen. Der Angreifer wurde festgenommen.

Symbolbild: Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt publik (Bild: Sebastian Rittau / flickr)
- 27. Oktober 2022, 10:52h - 2 Min.
Einsatzkräfte der Berliner Polizeidirektion 5 (City) wurden in der Nacht zu Donnerstag in die Mühlenstraße nach Friedrichshain alarmiert. Dort zeigte ein junge Frau an, dass sie sich gegen 23.30 Uhr in einer Grünanlage in der Nähe einer Bar mit einem Mann getroffen hatte.
Die 22-Jährige gab an, dass der ihr erst seit einem Tag bekannte Mann sie unvermittelt ins Gesicht geschlagen und transfeindlich beleidigt haben soll. Sie habe sich mit einem Faustschlag zur Wehr gesetzt und soll daraufhin von dem 23-Jährigen zudem mit einer Flasche auf den Kopf geschlagen worden sein. Anschließend soll der flüchtige Bekannte mit zwei Begleitern die Grünanlage verlassen haben. Einsatzkräfte trafen die drei Männer in Höhe Schlesisches Tor an und nahmen den 23-Jährigen fest.
Die 22-Jährige erlitt leichte Kopfverletzungen, die ambulant in einem Krankenhaus behandelt wurden. Der Festgenommene wurde nach erkennungsdienstlicher Behandlung und einer Blutentnahme aus dem Polizeigewahrsam entlassen.
Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung mit transphobem Hintergrund dauern an und wurden – wie bei Hasskriminalität üblich – von einem Fachkommissariat des Polizeilichen Staatsschutzes des Landeskriminalamtes übernommen.
Berliner Polizei für queerfeindliche Gewalt sensibilisiert
Immer wieder gibt es aus Berlin Berichte über queerfeindliche Übergriffe, da die Berliner Polizei mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt publik macht und diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit meldet. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner*innen für LGBTI. (pm/cw)













