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Sport
Russlands Langlaufchefin will LGBT-Sportler*innen von Olympiade ausschließen
Queere Menschen hätten "eine Art globale Schizophrenie", empört sich Jelena Välbe, die Präsidentin des russischen Skilanglauf-Verbands. Für LGBT sollte es deshalb getrennte Olympische Spiele geben.

Die ehemalige russische Skilangläuferin Jelena Välbe wurde nach dem Ende ihrer aktiven Karriere Präsidentin des russischen Langlauf-Verbandes
- 29. Oktober 2022, 07:01h 2 Min.
Mit queerfeindlichen Äußerungen hat die Vorsitzende des russischen Skilanglauf-Verbands Jelena Välbe einen Sturm der Empörung ausgelöst. "Als Mutter von drei Kindern und Großmutter von zwei Enkeln werde ich LGBT-Menschen nie verstehen", sagte die 54-Jährige in einem Interview mit der russischen Zeitung "Komsomolskaya Pravda". "Dazu muss ich mich nicht zwingen lassen oder mir sagen lassen, dass ich ich diesen Leuten gegenüber tolerant sein muss."
Queere Menschen, so die ehemalige Spitzensportlerin, hätten "eine Art globale Schizophrenie. Anders kann man es nicht nennen". Trans Personen bezeichnete Välbe in dem Interview sogar als "abscheulich". Für queere Menschen sollten deshalb künftig "getrennte Olympische Spiele" veranstaltet werden, forderte die Verbandschefin. "Vertrauen Sie mir, sie werden sogar ein Publikum haben."
IOC widerspricht Välbe
Beim IOC sorgten Välbes Aussagen für große Empörung. "Ich distanziere mich von Välbes Haltung", sagte das norwegische IOC-Mitglied Kristin Kloster Aasen gegenüber dem Sender NRK. "Um Teilnahme, Antidiskriminierung, Inklusion und Fairplay zu gewährleisten, hat das IOC im vergangenen November einen allgemeinen Rahmen für die Teilnahme von LGBT-Athleten verabschiedet."
"Das ist ein dunkles Relikt aus der Vergangenheit", kritisierte auch Mina Skouen vom Helsinki Committee for Human Rights die Entgleisungen der russischen Verbandschefin. Välbe habe nicht verstanden, dass die grundsätzlichen Menschenrechte etwas seien, mit dem man geboren wird. "Das Recht, dafür nicht diskriminiert zu werden, ist fundamental", so Skouen. "Eine Ski-Präsidentin kann nichts gegen dieses Recht tun." (cw)














