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Sport

Russlands Langlaufchefin will LGBT-Sportler*­innen von Olympiade ausschließen

Queere Menschen hätten "eine Art globale Schizophrenie", empört sich Jelena Välbe, die Präsidentin des russischen Skilanglauf-Verbands. Für LGBT sollte es deshalb getrennte Olympische Spiele geben.


Die ehemalige russische Skilangläuferin Jelena Välbe wurde nach dem Ende ihrer aktiven Karriere Präsidentin des russischen Langlauf-Verbandes

Mit queerfeindlichen Äußerungen hat die Vorsitzende des russischen Skilanglauf-Verbands Jelena Välbe einen Sturm der Empörung ausgelöst. "Als Mutter von drei Kindern und Großmutter von zwei Enkeln werde ich LGBT-Menschen nie verstehen", sagte die 54-Jährige in einem Interview mit der russischen Zeitung "Komsomolskaya Pravda". "Dazu muss ich mich nicht zwingen lassen oder mir sagen lassen, dass ich ich diesen Leuten gegenüber tolerant sein muss."

Queere Menschen, so die ehemalige Spitzensportlerin, hätten "eine Art globale Schizophrenie. Anders kann man es nicht nennen". Trans Personen bezeichnete Välbe in dem Interview sogar als "abscheulich". Für queere Menschen sollten deshalb künftig "getrennte Olympische Spiele" veranstaltet werden, forderte die Verbandschefin. "Vertrauen Sie mir, sie werden sogar ein Publikum haben."

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IOC widerspricht Välbe

Beim IOC sorgten Välbes Aussagen für große Empörung. "Ich distanziere mich von Välbes Haltung", sagte das norwegische IOC-Mitglied Kristin Kloster Aasen gegenüber dem Sender NRK. "Um Teilnahme, Antidiskriminierung, Inklusion und Fairplay zu gewährleisten, hat das IOC im vergangenen November einen allgemeinen Rahmen für die Teilnahme von LGBT-Athleten verabschiedet."

"Das ist ein dunkles Relikt aus der Vergangenheit", kritisierte auch Mina Skouen vom Helsinki Committee for Human Rights die Entgleisungen der russischen Verbandschefin. Välbe habe nicht verstanden, dass die grundsätzlichen Menschenrechte etwas seien, mit dem man geboren wird. "Das Recht, dafür nicht diskriminiert zu werden, ist fundamental", so Skouen. "Eine Ski-Präsidentin kann nichts gegen dieses Recht tun." (cw)

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#1 SeraphinaAnonym
  • 29.10.2022, 09:18h
  • Sperrt dieses Naziland das zudem noch eine staatlich verordnete Massendopingkampagne hat endlich permanent bis es "entputinazifiziert" wird, aber nein das wird natürlich nicht passieren.
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#2 KopfschüttelAnonym
  • 29.10.2022, 09:34h
  • Antwort auf #1 von Seraphina
  • Da hab ich ja ein interessantes neues Wort kreiert. ;-)
    Wenn Putinisten fast alles sch****** , pardon "schizophren" finden, dann sollten sie sich fragen, ob sie es sind.
    Bis Putin und dessen Fans weg sind, sollten sie sich einfach aus der Welt ausklinken und ihre eigenen Spiele machen...wird interessant zu erfahren ob sie bei kommenden Veranstaltungen überhaupt teilnehmen dürfen, bzw. werden oder es überhaupt wollen...
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#3 777888wwwpppAnonym
  • 29.10.2022, 10:10h
  • Ich bin zweimaliger Goldmedaillengewinner bei Olympischen Spielen und schwul.

    Für alle Menschen, die andere Menschen auf Grund ihrer sexuellen Identität diskriminieren, habe ich nur Verachtung übrig.

    Der Sport und dessen Sportler dürfen nicht "silent" bleiben, nicht schweigen. Alle Sportler sind ausdrücklich dazu aufgerufen bei allen Sportveranstaltungen sich klar und öffentlich gegen Diskriminierung von LGBT-Menschen zu positionieren.

    Die Fußball-WM 2022 in Katar ist ein Schlag ins Gesicht, nicht nur für LGBT-Menschen, sondern auch für die mehr als 10.000 zu Tode gekommenen Gastarbeiter, welche die Stadien und Gasthotels im Wüstenstaat errichtet haben, sowie für deren Familien. Hier kann es nur eine Antwort geben: Total-Boykott der Fußball-WM 2022 in Katar. Mehr als 10.000 geopferte Menschenleben für eine Sportveranstaltung und Diskriminierung von LGBT-Menschen bis hin zur Todesstrafe ist einfach unverzeihlich. Auf dieser Basis sollte niemals eine Sportveranstaltung stattfinden dürfen.
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