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Netflix-Serie

Die zweite Staffel von "Young Royals" ist noch besser als die erste

Die Fortsetzung der Netflix-Serie bietet ein Füllhorn famoser Story-Ideen samt grandioser Konflikte und überraschender Wendungen. Gut ausgebaute Nebenstränge sorgen unangestrengt für kurzweilige Dramatik.


Die Chemie zwischen Edvin Ryding als unsicherem Prinzen und Omar Rudberg als sensiblem Sänger stimmt noch besser als bei der ersten Staffel (Bild: Netflix)

Und weil sie nicht gestorben sind, schmachten sie noch heute. Nachdem zum Ende der ersten Staffel die Beziehung zwischen Kronprinz Wilhelm (Edvin Ryding) und Chorsänger Simon (Omar Rudberg) höchstdramatisch in die Brüche ging, dürfen die beiden Jungs gleich zum Auftakt der zweiten Staffel fast eine Minute lang in Großaufnahme zärtlich zueinander sein.

Aber alles nur geträumt! Seine Hoheit liegt allein Bett. "August. I am sorry. I am sorry" liest er beim Anziehen missmutig die SMS. "Wir müssen reden!", mahnt die gestrenge Frau Mama. Der Prinz hat wenig Lust auf die Queen. Er trauert noch immer über den plötzlichen Tod von Bruder Eric. Und natürlich über das krasse Ende seiner großen Liebe Simon. Dessen kleine Schwester Sara wurde mittlerweile gleichfalls im Elite-Internat aufgenommen. Ihr Bekannter Marcus besitzt bereits den Führerschein und ein Auto. Der freundliche Charmeur wird der Story reichlich neuen Schwung verleihen…

Simon geht zunächst auf Distanz

Für das frisch getrennte schwule Teenager-Pärchen ist die Rückkehr an die Schule nach den Winterferien geprägt von Unsicherheit und Schmerz. "Geh ihm aus dem Weg!", rät Simons beste Freundin. "Such dir einen Lückenfüller!". Auch Simon selbst setzt lieber auf Distanz: "Ich kann jetzt nicht in deiner Nähe sein!", erklärt er seinem Prinz Charming.


Wilhelm und Simon sind zurück im Internat (Bild: Netflix)

Der sinnt derweil auf Rache am fiesen Rivalen August (Malte Gardinger), der das skandalöse Sex-Video einst in Umlauf brachte. Die Gefühls-Achterbahn des sensiblen Thronfolgers bekommt neuen Schwung, als er den Ex beim fröhlichen Flirten entdeckt. Als der Hofstaat dem Nachwuchs neue Daumenschrauben anlegt, sind dringend radikale Entscheidungen notwendig. Schließlich sieht auch dieser kleine Prinz nur mit dem Herzen gut.

Missverständnisse, Eifersucht, Loyalität und Verrat

Wie in der ersten Staffel bietet die Fortsetzung ein Füllhorn famoser Story-Ideen samt grandioser Konflikte und überraschender Wendungen. Auf dem Figurenkarussell wird reichlich geboten: Harte Mütter. Verknallte Prinzen. Gütige Psychologen. Rücksichtslose Psychopathen. Intrigante Freundinnen. Betrogene Idealisten. Gut ausgebaute Nebenstränge sorgen angenehm unangestrengt für kurzweilige Dramatik: Missverständnisse. Eifersucht. Loyalität und Verrat. Eine Intrige hier. Eine Affäre dort. Ein bisschen fremde Handys ausspionieren. Und immer wieder zerplatzen die Seifenblasen der Hoffnung wie in Zeitlupe.

Wie Stehauf-Figuren trotzen die getrennten Lover ihrem Schicksal und kämpfen um ihre Liebe. Die Chemie zwischen Edvin Ryding als unsicherem Prinzen und Omar Rudberg als sensiblem Sänger funktioniert noch besser als bei der ersten Staffel. Fans von Fiesling August alias Malte Gardinger können sich auf größere Auftritte mit stark ausgebauter Rolle freuen – inklusive nacktem Telefonat mit dem Königshaus.

Wer das grandiose Ende der ersten Staffel in bester Erinnerung hat: Das Taschentuch-Finale in Runde zwei gerät noch emotionaler, mit einem Schlussbild mit Klassiker-Qualitäten!

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Young Royals Staffel 2
36 Bilder
-w-

#1 mich würdeAnonym
  • 01.11.2022, 15:25h
  • Mich würde ja mal Interessieren: Spielt Edvin nur oder ist er im Realen Leben Gay?

    Er spielt im übrigen ausgesprochen gut. Und in manchen Situationen finde ich mich sogar wieder.
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#2 cujoAnonym
  • 01.11.2022, 19:54h
  • Sicher hätte ich es cool gefunden, wenn es in meiner Jugend solche Serien gegeben hätte, aber ob ich mich getraut hätte sie zu schauen?

    Und heute bin ich einfach zu alt dafür, ich fühle mich dem dargestelltem Alter so entwachsen, dass es eher schmerzt diese Serie zu schauen und habe bald wieder ausgemacht...
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#3 TrueAnonym
  • 02.11.2022, 10:28h
  • Antwort auf #2 von cujo
  • Stimmt, geht mir auch so, allerdings kann ich mich darüber freuen, dass es heute teilweise in der Welt doch etwas oder eher deutlich besser in der westlichen Welt läuft als in meiner Jugendzeit und die darstellerische Leistung ist schön anzusehen. Und dieses auf und ab der Gefühle aus der Jugendzeit brauche ich in diesem Ausmaß nun heute ehrlich gesagt in meinem Alter wirklich nicht mehr. Ferner bin ich sehr erfreut, dass so eine Serie so gut ankommt. Ein Lichtblick ...
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