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Höchste Alarmstufe
WHO: Affenpocken bleiben weltweiter Gesundheitsnotstand
Einige Länder hätten noch nicht genügend Diagnose- und Behandlungsmittel oder Impfstoffe zur Verfügung, um auf Ausbrüche reagieren zu können, kritisiert die Weltgesundheitsorganisation.

Affenpockenviren (koloriert) unterm Elektronenmikroskop (Bild: Cynthia S. Goldsmith, Russell Regnery, CDC / wikipedia)
- 2. November 2022, 00:31h 2 Min.
Der Ausbruch der Affenpocken in zahlreichen Ländern bleibt vorerst ein weltweiter Gesundheitsnotstand. Das entschied die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag und schloss sich damit der Empfehlung eines unabhängigen Expert*innen-Ausschusses an.
Damit bleiben Affenpocken offiziell eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" (PHEIC – Public Health Emergency of International Concern). Das ist die höchste Alarmstufe, die die WHO verhängen kann, um Regierungen zu alarmieren, damit sie Vorkehrungen treffen. Andere konkrete Auswirkungen hat die Erklärung nicht. Eine Notlage gilt zur Zeit auch wegen der Corona-Pandemie und wegen Polio.
Besorgt auch über Diskriminierung von MSM
Zwar gebe es bei der Bekämpfung der Affenpocken Fortschritte, um die Infektionen einzudämmen, hielten die unabhängigen Expert*innen fest. Aber es gebe weiterhin neue Infektionen und einige Länder hätten noch nicht genügend Diagnose- und Behandlungsmittel oder Impfstoffe zur Verfügung, um auf Ausbrüche reagieren zu können.
Die Expert*innen sind auch besorgt, weil Betroffene in manchen Ländern weiterhin diskriminiert werden, was dazu führe, dass Erkrankungen womöglich versteckt würden und die Infektion sich so weiter ausbreiten könne. Es infizieren sich vor allem Männer, die häufigen Sex mit wechselnden männlichen Partnern haben. In vielen Ländern ist Sex zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern verboten. (cw/dpa)















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