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Katholische Kirche
Papst warnt Priester vor Pornos: "So tritt der Teufel ein"
Bei einem Treffen mit Seminaristen und Priestern in Rom rief Papst Franziskus dazu auf, sich vor Pornos in Acht zu nehmen und entsprechende Videos auf den Mobiltelefonen zu löschen.
- 3. November 2022, 10:22h 2 Min.
Papst Franziskus hat vor Pornografie gewarnt. "Das ist eine Sünde, die vielen Leuten, Laien, Priestern und Ordensschwestern auferliegt", sagte das katholische Kirchenoberhaupt während eines Treffens mit Seminaristen und Priestern in der vergangenen Woche in Rom. "So tritt der Teufel ein", warnte der 85 Jahre alte Argentinier weiter. Franziskus betonte, er spreche nicht nur von "krimineller Pornografie", wie jener mit Missbrauch von Kindern, sondern auch von der "einigermaßen normalen Pornografie".
Der Papst mahnte die in Rom studierenden Kirchenmänner, sich vor Pornos in Acht zu nehmen. "Das reine Herz, das Jesus jeden Tag empfängt, darf solche pornografischen Informationen nicht empfangen." Wenn die Männer so etwas auf ihren Mobiltelefonen löschen könnten, dann sollten sie das tun, um die Versuchung nicht in der Hand zu halten. "Ich sage euch, das ist eine Sache, die den Geist schwächt", erklärte der Pontifex weiter.
Zugleich ermutigte Franziskus die Seminaristen und Priester, die Sozialen Netzwerke als Kommunikationsmittel zu nutzen. Sie leisteten einen Dienst, "um im Leben voranzukommen". (cw/dpa)
Der Papst macht immer wieder mit Interview-Äußerungen auf sich aufmerksam, die dabei oft zwischen traditionell konservativ bis queerfeindlich und manchmal vermeintlich progessiv schwanken. So hatte er sich im Juni unverhohlen kritisch zum Reformprozess in der deutschen katholischen Kirche, dem Synodalen Weg, geäußert. "In Deutschland gibt es eine sehr gute evangelische Kirche. Wir brauchen nicht zwei davon". Die angestrebten Reformen in der deutschen Kirche wie Frauen in geistlichen Ämtern oder Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren werden im Vatikan teils heftig kritisiert. Hintergrund ist, dass der Vatikan das gegen Homosexuelle gerichtete Segnungsverbot erst im Vorjahr bekräftigt hatte.















