https://queer.de/?4369
- 21. Februar 2006 1 Min.
München (queer.de) - In der CSU gibt es einen Streit über den Kurs in der Familienpolitik. So forderte die stellvertretende CSU-Vorsitzende und bayersiche Justizministerin Beate Merk in einem Interview mit der "Welt am Sonntag", dass sich ihre Partei modernisieren müsse, weil es in den Großstädten eine schnell steigende Zahl nichtehelicher Lebensgemeinschaften gebe. "Die Partei muss sich auf diese Lebenswirklichkeit einstellen und sie muss diese Lebensformen akzeptieren", so Merk. Auch homosexuelle Familien müssten anerkannt werden. Gegen diese Öffnungstendenzen wenden sich jedoch sechs junge CSU-Bundestagsabgeordnete zwischen 27 und 35, die nach Angaben des "Spiegel" einen gemeinsamen Aufruf verfasst haben. "Wir fordern, das traditionelle Familienbild als unverrückbares politisches Leitbild in der CSU aufrechtzuerhalten", so Dorothee Bär, Alexander Dobrindt, Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, Stefan Müller, Daniela Raab und Andreas Scheuer. Die Schwulen- und Lesben in der Union (LSU) begrüßen die "überfällige Diskussion" in der Partei. "Frau Dr. Merk hat richtungsweisend erkannt, dass es hier nicht um ideologische Abgrenzung geht, sondern um die Zusammenführung sich ergänzender Lebensformen", so Axel Hochrein, bayerischer LSU-Chef. "Sie weiß, dass eine Volkspartei nur dann zukunftsfähig ist, wenn sie auf der Höhe der Lebensrealität ist." (dk)















Das zeigt, dass auch die jüngere Generation in dieser Partei genauso verlogen-doppelmoralisch und homofeindlich ist wie die älteren. Diese Partei wird sich auf absehbare Zeit wohl nicht ändern.
Natürlich gibt es immer wieder einzelne moderatere Stimmen (wobei auch diese nur moderate Verbesserungen aber keine totale Gleichstellung wollen), aber sie sind in der Minderheit und werden es in der Partei wohl auch bleiben...