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München (queer.de) - In der CSU gibt es einen Streit über den Kurs in der Familienpolitik. So forderte die stellvertretende CSU-Vorsitzende und bayersiche Justizministerin Beate Merk in einem Interview mit der "Welt am Sonntag", dass sich ihre Partei modernisieren müsse, weil es in den Großstädten eine schnell steigende Zahl nichtehelicher Lebensgemeinschaften gebe. "Die Partei muss sich auf diese Lebenswirklichkeit einstellen und sie muss diese Lebensformen akzeptieren", so Merk. Auch homosexuelle Familien müssten anerkannt werden. Gegen diese Öffnungstendenzen wenden sich jedoch sechs junge CSU-Bundestagsabgeordnete zwischen 27 und 35, die nach Angaben des "Spiegel" einen gemeinsamen Aufruf verfasst haben. "Wir fordern, das traditionelle Familienbild als unverrückbares politisches Leitbild in der CSU aufrechtzuerhalten", so Dorothee Bär, Alexander Dobrindt, Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, Stefan Müller, Daniela Raab und Andreas Scheuer. Die Schwulen- und Lesben in der Union (LSU) begrüßen die "überfällige Diskussion" in der Partei. "Frau Dr. Merk hat richtungsweisend erkannt, dass es hier nicht um ideologische Abgrenzung geht, sondern um die Zusammenführung sich ergänzender Lebensformen", so Axel Hochrein, bayerischer LSU-Chef. "Sie weiß, dass eine Volkspartei nur dann zukunftsfähig ist, wenn sie auf der Höhe der Lebensrealität ist." (dk)



#1 TimAnonym
  • 21.02.2006, 15:18h
  • "Auch homosexuelle Familien müssten anerkannt werden. Gegen diese Öffnungstendenzen wenden sich jedoch sechs junge CSU-Bundestagsabgeordnete zwischen 27 und 35 (...)"

    Das zeigt, dass auch die jüngere Generation in dieser Partei genauso verlogen-doppelmoralisch und homofeindlich ist wie die älteren. Diese Partei wird sich auf absehbare Zeit wohl nicht ändern.

    Natürlich gibt es immer wieder einzelne moderatere Stimmen (wobei auch diese nur moderate Verbesserungen aber keine totale Gleichstellung wollen), aber sie sind in der Minderheit und werden es in der Partei wohl auch bleiben...
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#2 SchorschAnonym
  • 21.02.2006, 15:20h
  • Also ich wähle schon seit Jahren CSU. Die waren zwar nicht immer die Spezis von Schwulen, haben unsern Freistaat aber auf Platz 1 in Deutschland gebracht. Die CSU ist jetzt noch besser, wenn sie sogar Schwule akzeptiert. Toll!
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#3 gerdAnonym
  • 21.02.2006, 15:24h
  • Erstmal ist es zu begrüssen, dass CDU und selbst die CSU sich in diesem Politikfeld modernisieren wollen und realitätsorientierter sich aufstellen möchten.

    Nachdem die anderen Parteien Linkspartei, Grüne, SPD und FDP in diesem Politikfeld schon längst im 21. Jahrhundert angekommen sind, scheint auch in den konservativen Parteien in Deutschland der Umschwung zu gelingen:

    Der CDU wird man diese realitätsorientierte Familienpolitik zukünftig glaubwürdig abnehmen, soweit ihr das kommende Grundsatzprogramm der Partei gelingt; das wird wohl allgemein in der Bevölkerung und in den Medien sich in der politischen Wahrnehmung verfestigen.

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    Aber ob der CSU der Durchbruch in diesem Thema gelingen wird, da habe ich dann doch noch meine Zweifel. Die CSU als Wahrerin der Rechte von Alleinerziehenden, Patchworkfamilien und berufstätigen Müttern sowie von gleichgeschlechtlichen Familien ... ?

    Da wünscht man Frau Merck innerhalb der CSU viel Überzeugungskraft; ob ihr dies gelingt ?
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#4 seb1983
  • 21.02.2006, 15:35h
  • Vor 10 Jahren wäre Frau Merk dafür vermutlich noch mit einem Fußtritt aus der Partei befördert worden, also immerhin, es bewegt sich was. Ich denke auch dass die Leute noch in der Minderheit sind, aber die Zeit wirds schon regeln denke ich. Und wenns bei CDU/CSU nicht nur mit der Wirtschftspolitik sondern auch mal gesellschaftlich voran geht haben wir da alle was von.
    Denn mal ehrlich: Bayern geht es wirtschaftlich blendend, da bleibt die CSU eh dran, Linkspartei und sogar NPD und DVU werden eher im gebeutelten Osten Stimmen gewinnen.
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#6 HugoAnonym
  • 21.02.2006, 23:10h
  • Zuerst sollten sich die Kirchen (katholisch, Orthodox, islamisch) öffnen und realitätsnah denken, dann kommt es auch bei den ewiggästrigen an, daß es mehrrere Lebensweisen gibt.
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