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Staatsschutz ermittelt

Weitere homophobe Attacke im Großraum Hannover

In Garbsen wurde ein schwules Paar nach einem Kuss an einer Bushaltestelle geschlagen. Nun wurde ein weiterer Übergriff in Hannover bekannt. Beide Vorfälle hatte die Polizei tagelang verschwiegen.


Jan E. wurde in Hannover von Unbekannten attackiert (Bild: privat)

  • 5. November 2022, 07:33h 29 3 Min.

Zwei schwule Paare sind in Hannover und Garbsen von Unbekannten angegriffen worden. Der Staatsschutz des Zentralen Kriminaldienstes Hannover geht in beiden Fällen von Hasskriminalität aufgrund homophober Hintergründe aus und ermittelt wegen vorsätzlicher Körperverletzung sowie wegen versuchten Raubes.

In Garbsen schlug ein Unbekannter ein homosexuelles Paar wegen eines Kusses, wie die Polizei am Freitag mitteilte (queer.de berichtete). Der Täter hatte am Montagnachmittag zunächst einen 22-Jährigen ins Gesicht geschlagen, weil dieser seinem 26 Jahre alten Partner einen Kuss gegeben hatte. Gleich darauf schlug er dem 26-Jährigen ebenfalls ins Gesicht. Das Paar und eine Bekannte hatten an einer Bushaltestelle gestanden. Durch die Wucht des Schlages stieß der Kopf des 26-Jährigen gegen das Kinn der 32 Jahre alten Frau. Alle drei wurden durch die Schläge leicht verletzt. Der Täter flüchtete zu Fuß.

Zur Aufklärung der Tat und Identifizierung des Täters ist die Polizei auf der Suche nach Zeug*innen. Der Täter wurde als etwa 1,80 Meter groß, kräftig mit dunklen Haaren und dunklem Bart beschrieben. Während der Tat trug er ein Basecap, eine dunkelblaue Daunenjacke, eine blaue Hose und schwarze Schuhe.

Zweiter Vorfall in der Innenstadt von Hannover

Bereits am Sonntag hatten zwei Unbekannte den 33-jährigen Pfleger Jan E. aus Köln in Hannover festgehalten und gegen den Kopf geschlagen sowie getreten, wie die Polizei ebenfalls am Freitag mitteilte. Dabei versuchten die Täter, Wertgegenstände des Mannes zu stehlen.

Die Tat ereignete sich gegen 04.10 Uhr im Steintorviertel kurz vor dem Brauhaus Ernst August in der Schmiedestraße. Das Opfer war mit seinem Lebenspartner unterwegs, die Täter beleidigten beide homophob. Dabei soll der Satz "Schwuchtel, gib Geld und dein Iphone!" gefallen sein.

Da sich der 33-Jährige lautstark wehrte, ließ das Duo von ihm ab und flüchtete ohne Beute. Jan E kam mit einer 13-cm-Platzwunde über dem linken Auge und Prellungen in die Notaufnahme eines Krankenhauses. "Auch zwei Zähne sind wohl locker, dazu ein Bruch der Augenhöhle", erklärte er gegenüber der "Bild"-Zeitung. "Erstmals in meinem Leben wurde ich von zwei Typen grundlos zusammengeschlagen".

Der Polizei liegt nur eine vage Täterbeschreibung vor. Gesucht werden zwei Männer. Einer der Angreifer ist etwa 1,80 Meter bis 1,85 Meter groß, schlank und ca. 20 bis 22 Jahre alt. Er hat kurze blonde, gegelte Haare, die er zu einer sogenannten Igel-Frisur trägt. Bei der Tat trug er einen schwarzen Pullover. Sein Komplize ist ungefähr 20 Jahre alt und hatte dunkle Haare.

Zeug*innen, die Hinweise zu beiden Überfällen geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer (0511) 109-5555 zu melden. Darüber hinaus wies die Polizeidirektion Hannover darauf hin, dass es mit Leon Dietrich eine eigene Ansprechperson für LGBTI gibt, die bei Bedarf beratend und begleitend unter der Telefonnummer (0511) 109-1076 zur Verfügung steht.

Die Polizeidirektion Hannover hielt es zunächst offenbar nicht für nötig, die Öffentlichkeit über die beiden homofeindlichen Attacken zu informieren. Die beiden Pressemitteilungen vom Freitag wurden erst nach einer Anfrage der "Bild"-Zeitung versandt. Jan E. hatte den Angriff in Hannover zuvor auf Twitter öffentlich gemacht. (cw/dpa)

-w-

#1 56James35Anonym
#2 Schon
  • 05.11.2022, 11:56hFürth
  • Antwort auf #1 von 56James35
  • ... schon richtig, aber vielleicht waren es auch "Gläubige" oder ideologiefremde Verbrecher. Den Beweggrund werden wir erst bei deren Festnahme und Vernehmung erfahren.
    Den Opfern ist es vermutlich wurst, welche Sorte von Arschlöchern sie angegriffen hat.
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#3 Leserin01Anonym
  • 05.11.2022, 12:43h
  • "...Beide Vorfälle hatte die Polizei tagelang verschwiegen...."

    Ja, und dank Frau Faser, soll das nicht nur so bleiben sondern noch augeweitet werden. Dadurch wird die Statistik schöner und ihre eigene Agenda aussichtsreicher.

    Ich habe schon viel erlebt in meinem Leben, aber so eine Regierung wie wir sie jetzt haben, so verlogen, hintertrieben und bösartig, habe ich mir in meinen künsten Träumen nicht vorstellen können.
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