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Queerfeindliche Gewalt
Berlin: Regenbogen-Familienzentrum mit Eiern beworfen
Der LSVD sieht einen "Zusammenhang mit den verstärkt falsch dargestellten Informationen vor allem in der Springer-Presse über Einrichtungen, die queere Familien und frühkindliche Bildung unterstützen wollen".

Archivbild: Veranstaltung im Regenbogenfamilienzentrum (Bild: LSVD)
- 5. November 2022, 15:02h 2 Min.
Unbekannte haben nach Angaben des Lesben- und Schwulenverbands Berlin-Brandenburg ein Beratungszentrum mit Eiern beworfen. Das Regenbogenfamilienzentrum in Berlin-Schöneberg sei am Montagnachmittag angegriffen worden. "Es wurden zwei rohe Eier an die Beratungsstelle geworfen. Während des Angriffs fand eine Beratung statt", teilte der Verband am Samstag mit. Zum Glück sei weder ihre Mitarbeiterin noch eine der Ratsuchenden verletzt worden. Trotzdem habe die Beratung danach nicht weitergeführt werden können.
Der Fall wurde der Polizei gemeldet. Nach Angaben einer Polizeisprecherin sollen Mitarbeitende zunächst Geräusche wahrgenommen und dann die Eierreste an der Fassade entdeckt haben. In der Mitteilung des Verbands hieß es, sie ließen sich nicht einschüchtern und würden ihre Arbeit fortsetzen.
LSVD kritisiert Falschinformationen der Springer-Presse
Vor einer Woche hatten dort in der Nähe mehrere Dutzend Menschen gegen ein Kitaprojekt der Schwulenberatung Berlin demonstriert. Zu dem Protest hatte die Junge Alternative Berlin aufgerufen, die Jugendorganisation der AfD. Gegen den Protest hatte es auch eine Gegendemonstration gegeben (queer.de berichtete). Die Schwulenberatung Berlin plant in Schöneberg ein Mehrgenerationenhaus für schwule, lesbische, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen. Dort soll es neben Wohnungen und Gemeinschaftsräumen auch eine Kindertagesstätte geben.
"Wir sind erschrocken darüber, dass sich Queerfeindlichkeit und Menschenhass in letzter Zeit stark häufen und sehen hier auch einen Zusammenhang mit den verstärkt falsch dargestellten Informationen vor allem in der Springer-Presse über Einrichtungen, die queere Familien und frühkindliche Bildung unterstützen wollen", sagte LSVD-Vorstandsmitglied Mia Schumacher. (cw/dpa)














