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Alltagshomophobie

Lola Weippert konfrontiert homophoben Taxifahrer

Während einer Taxifahrt trifft TV-Star Lola Weippert auf einen Taxifahrer, der Homosexualität am liebsten verbieten würde. Die Moderatorin widerspricht – und zeichnet das Gespräch auf.


Symbolbild: Taxi in Berlin (Bild: marckleen / unsplash)

Seit einigen Jahren ist Lola Weippert (26) aus der deutschen TV-Landschaft kaum mehr wegzudenken. Aktuell moderiert sie etwa die dritte Staffel von "Temptation Island VIP" und löchert die Promis dort regelmäßig mit heiklen Fragen. Nun sorgt sie aber mit einem ganz anderen Thema für Schlagzeilen.

Auf Instagram teilte sie am Freitag ein Video, in dem sie sich mit einem Taxifahrer über Homosexualität unterhält. Der Taxifahrer trifft dabei gleich mehrere homofeindliche Aussagen, wie zum Beispiel dass sein Sohn "gehen soll", wenn er schwul wäre, und er gleichgeschlechtliche Liebe aufgrund seines Glaubens als Sünde ansehe.

"Die Taxifahrt werde ich nie wieder vergessen", schreibt die Moderatorin auf Instagram. "Bin immer noch fassungslos und traurig."

"Die Liebe darf genauso bunt sein wie ein Regenbogen"

Der Taxifahrer versucht zwar, seine eigenen Aussagen ein wenig herunterzuspielen, indem er sagt, "es soll nicht hart klingen", doch Weippert macht ihm klar: "Es ist total hart!" Und auch als der Taxifahrer nicht locker lässt und erklärt, dass er Schwule am liebsten dazu zwingen würde, nicht mehr schwul zu sein, ergreift Weippert erneut Partei für die LGBTI-Community.

"Ich finde es ganz wichtig, dass wir uns alle lieben dürfen", entgegnet die Moderatorin. "Die Liebe darf genauso bunt sein wie ein Regenbogen." Dabei betont sie immer wieder, wie wichtig sie es finde, dass wir in der Liebe nicht eingeschränkt werden, und sie bei gleichgeschlechtlichen Paaren – bis auf die Geschlechtsteile – keinerlei Unterschiede sehe.

Viel Zuspruch, aber auch Kritik


Lola Weippert (Bild: Superbass / wikipedia)

In den mittlerweile rund 430 Kommentaren erhält Weippert viel positiven Zuspruch für ihre konfrontative Art, darunter auch von prominenten Gesichtern. DSDS-Gewinner Prince Damien (31) schreibt etwa: "Ich finde es super, wie du mit dem Mann umgehst, obwohl er keine zeitgerechte, menschenfreundliche Meinung vertritt." Nicolas Puschmann (31), bekannt aus "Prince Charming", kommentiert unterdessen, wie sehr ihn die Aussagen des Taxifahrers triggern.

Allerdings gibt es vereinzelt auch negative Stimmen, vor allem, weil Weippert nicht dazu berechtigt gewesen sei, das Gespräch aufzunehmen und zu veröffentlichen. Doch ihre wichtige Message kam an – und erreichte inzwischen rund 368.000 Aufrufe.

Immer wieder werden Vorfälle mit queer­feindlichen Taxifahrer*­innen publik. Im vergangenen Jahr wurden etwa in Wien zwei schwule Männer von einem Fahrer mit einem Schlagring und einer Eisenstange attackiert (queer.de berichtete).

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#1 FinalmSposatoEhemaliges Profil
  • 06.11.2022, 13:25h
  • Etwas gefährlich diese Aufnahme. Ich weiss nicht wie es bei euch ist, meines Wissens ist es zumindest in der CH nicht erlaubt, ein Gespräch ohne Einverständnis des Gegenübers aufzuzeichnen.

    So strunzdumm wie die Aussagen des Taxifahrers sind, dürfte er zwar nicht so helle sein um das selbst rauszukriegen. Doch andere Homophobe könnten ihn zu einer Klage anstacheln.

    Wie auch immer, Eltern sollten nicht vergessen, der schwule Sohn, die lesbische Tochter werden solch homophobe Eltern gezwungenermassen auch Verstossen. Kein einziger Besuch mehr später. Keine Unterstützung im Alter. Nichts! Sie werden einsam und ganz alleine sterben und sich vor ihren Tod nur eines Wünschen: Ihr Kind nicht verstossen zu haben!
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#2 Schon
  • 06.11.2022, 13:32hFürth
  • Antwort auf #1 von FinalmSposato
  • Es gibt in D auch den "was interessiert mich meine Verhetzung von gestern"-Gesetz. Eigentlich sollte ein Ehrenmensch nur das von sich geben, wozu er auch in der Öffentlichkeit stehen kann.
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#3 PolitikverdrossenAnonym
  • 06.11.2022, 13:39h
  • Antwort auf #1 von FinalmSposato
  • Kinder sind in Deutschland grundsätzlich für Pflege und Bestattungskosten ihrer Erzeuger haftbar.
    Außer sie können es sich nicht leisten.
    Aber selbst ein Erzeuger der sich nie um seine Kinder kümmerte oder diesen gar strafbewährt schadete hat leider Anspruch darauf.
    Dies wurde bislang nur in Einzelfall Entscheidungen aufgehoben.

    Davon abgesehen ja der Fahrer kann klagen, jeder kann klagen, ich kann zb verklagt werden wenn ich nun schreibe das der Fahrer ein LGBTQ feindlicher Faschist ist.

    Der Beitrag ist gut und richtig - denn leider ist dieser Hass allgegenwärtig.
    Denn auch jetzt besteht die deutliche Gefahr wenn nicht gar Gewissheit das im Falle weiterer politischer Verschiebung nach rechts/Faschismus diese Gesellschaft am Ende von nichts gewusst haben will.
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