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München: Regenbogenbank mit schwarzer Farbe verunstaltet
Queerfeindliche Sachbeschädigung mitten im Münchner Szeneviertel: Die Regenbogenbank auf dem Karl-Heinrich-Ulrichs Platz wurde von Unbekannten beschmiert.

Die beschmierte Bank wurde am Sonntag entdeckt (Bild: Ralf Klein)
- 8. November 2022, 08:23h 2 Min.
In München wurde eine der insgesamt vier Regenbogenbänke verunstaltet. Unbekannte besprühten die erst vor einem Monat aufgestellte Bank auf dem Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz neben dem "Rosa Stangerl" genannten queeren Maibaum mit schwarzer Farbe. Die mutmaßlich queerfeindlich motivierte Sachbeschädigung entdeckte Ralf Klein, der Stifter der Bank, am vergangenen Sonntag bei einem Spaziergang.
"Ich war schon vorgewarnt, aber dass es so schnell gehen würde – gerade mal nach einem Monat – erstaunt mich dann doch", erklärte Klein gegenüber queer.de. Zuvor war auch schon der queere Maibaum von Unbekannten beschädigt worden. "Für mich ist das leider ein Zeichen, dass unsere 'andere' Lebensweise selbst im schwulen Kiez von München von einigen nicht akzeptiert und leider auch mit Verachtung, Hass und Sachbeschädigung quittiert wird."
"Es fing in Deutschland schon einmal mit Schmierereien und Sachbeschädigungen an", warnte Klein. Auch wenn es wohl wenig nütze, werde er die Sachbeschädigung noch diese Woche bei der Polizei zur Anzeige bringen. "Zumindest soll der Vorfall dokumentiert werden und ist damit aktenkundig."
Gestiftet vom Gay Outdoor Club
Die erste Münchner Regenbogenbank wurde im Juli 2022 am St.-Jakobs-Platz, im Bereich zwischen Synagoge und Stadtmuseum, von Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) eingeweiht (queer.de berichtete). Zwei weitere Bänke stehen am Stephansplatz und an der Aussichtsplattform im Luitpoldpark.

Auf allen Bänken steht: "Für Vielfalt, Akzeptanz und Offenheit" (Bild: Ralf Klein)
Gestiftet wurden die queeren Sitzmöbel vom Gay Outdoor Club (GOC) München. Alle Bänke tragen als Widmung das Leitbild des GOC "Für Vielfalt, Akzeptanz und Offenheit". Die Bank auf dem Karl-Heinrich-Ulrichs Platz hatte Ralf Klein in Andenken an seinen Mann Hans, einem leidenschaftlichen GOC-Mitglied, gespendet. (mize)













Würde ich so lassen, damit jeder sieht, was es für Schwachmaten gibt und dass Homohass und Transhass Alltag sind.