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München: Regenbogen­bank mit schwarzer Farbe verunstaltet

Queerfeindliche Sachbeschädigung mitten im Münchner Szeneviertel: Die Regenbogenbank auf dem Karl-Heinrich-Ulrichs Platz wurde von Unbekannten beschmiert.


Die beschmierte Bank wurde am Sonntag entdeckt (Bild: Ralf Klein)

In München wurde eine der insgesamt vier Regenbogenbänke verunstaltet. Unbekannte besprühten die erst vor einem Monat aufgestellte Bank auf dem Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz neben dem "Rosa Stangerl" genannten queeren Maibaum mit schwarzer Farbe. Die mutmaßlich queerfeindlich motivierte Sachbeschädigung entdeckte Ralf Klein, der Stifter der Bank, am vergangenen Sonntag bei einem Spaziergang.

"Ich war schon vorgewarnt, aber dass es so schnell gehen würde – gerade mal nach einem Monat – erstaunt mich dann doch", erklärte Klein gegenüber queer.de. Zuvor war auch schon der queere Maibaum von Unbekannten beschädigt worden. "Für mich ist das leider ein Zeichen, dass unsere 'andere' Lebensweise selbst im schwulen Kiez von München von einigen nicht akzeptiert und leider auch mit Verachtung, Hass und Sachbeschädigung quittiert wird."

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"Es fing in Deutschland schon einmal mit Schmierereien und Sachbeschädigungen an", warnte Klein. Auch wenn es wohl wenig nütze, werde er die Sachbeschädigung noch diese Woche bei der Polizei zur Anzeige bringen. "Zumindest soll der Vorfall dokumentiert werden und ist damit aktenkundig."

Gestiftet vom Gay Outdoor Club

Die erste Münchner Regenbogenbank wurde im Juli 2022 am St.-Jakobs-Platz, im Bereich zwischen Synagoge und Stadtmuseum, von Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) eingeweiht (queer.de berichtete). Zwei weitere Bänke stehen am Stephansplatz und an der Aussichtsplattform im Luitpoldpark.


Auf allen Bänken steht: "Für Vielfalt, Akzeptanz und Offenheit" (Bild: Ralf Klein)

Gestiftet wurden die queeren Sitzmöbel vom Gay Outdoor Club (GOC) München. Alle Bänke tragen als Widmung das Leitbild des GOC "Für Vielfalt, Akzeptanz und Offenheit". Die Bank auf dem Karl-Heinrich-Ulrichs Platz hatte Ralf Klein in Andenken an seinen Mann Hans, einem leidenschaftlichen GOC-Mitglied, gespendet. (mize)

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#1 SebiAnonym
  • 08.11.2022, 10:50h
  • Das zeigt, dass solche Leute keinerlei Fakten und Argumente auf ihrer Seite haben. Deswegen bleibt denen in ihrer Hilflosigkeit nur, feige im Dunkeln und anonym sowas zu machen.

    Würde ich so lassen, damit jeder sieht, was es für Schwachmaten gibt und dass Homohass und Transhass Alltag sind.
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#2 Julian SAnonym
  • 08.11.2022, 12:17h
  • Ich finde, man sollte bei solchen Schmierereien und anderen Sachbeschädigungen ganz andere Strafen vorsehen.

    Wenn man denn mal einen Täter erwischt (was ja leider viel zu selten der Fall ist), sollte derjenige nicht irgendwelche Sozialstunden o.ä. machen müssen, sondern die Strafe sollte ganz einfach sein: derjenige müsste den Ersatz zahlen.

    Also nicht irgendwas halbwegs sauber rubbeln, sondern in dem Fall eine komplett neue Bank, wo der Täter sowohl die Produktion (Material & Arbeitszeit) als auch das Aufstellen (Arbeitszeit & Zusatzkosten, z.B. Anfahrt) komplett selbst zahlen muss.

    Das würde solchen Leuten schnell beibringen, in Zukunft zwei mal nach zu denken, ob man sowas macht.

    Das ist wie bei Schmierereien an Hauswänden, wo dann nur die entsprechende Stelle übermalt wird, wobei man aber nie den Original-Farbton trifft (der ja auch mit der Zeit altert, verblasst, etc.). Statt da so ein Farbquadrat auf der Fassade zu haben, sollten die Täter einen Neuanstrich der kompletten Fassade zahlen müssen.

    Bei sowas sollte die Strafe grundsätzlich sein, dass Täter alle Kosten zu tragen haben, um das beschädigte Objekt (egal ob Bank, Wand, Auto oder was auch immer) wieder in den Originalzustand zu versetzen.
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#3 DannAnonym
  • 08.11.2022, 12:38h
  • Und das alles "im schwulen Viertel". Ein öffentlicher Raum, wo man sich sicher fühlen sollte, bzw. mal könnte.

    Hier in Berlin ist ja auch am Nollendorfplatz die große drei Meter lange Regenbogenfahne runter gerissen worden.
    Bin gespannt ob die nochmal ersetzt wird.

    Sehe auch kaum noch Regenbogen Aufkleber auf Autos in Berlin, weil solche Autos beschädigt werden.

    Mir tut die junge Generation leid. Die wird in ein paar Jahren nicht so offen queer leben können, wie man das noch vor 15 Jahren konnte.
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