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Coming-out live im Sportfernsehen
"Laut Katars WM-Botschafter habe ich einen geistigen Schaden"
Die homophoben Äußerungen von WM-Botschafter Khalid Salman führten zu einem Coming-out bei Sky.

Thomas Fleischmann ist seit 2011 bei Sky Sport News als Moderator tätig (Bild: Screenshot Sky Sport News)
- 10. November 2022, 03:26h 2 Min.
Der 41-jährige Sportjournalist Thomas Fleischmann hat sich nach dem homophoben Ausfall von Katars WM-Botschafter Khalid Salman live im Fernsehen geoutet. Die Sportnachrichten im Pay-Sender Sky Sport News leitete er mit den Worten ein: "Laut Katars WM-Botschafter habe ich einen geistigen Schaden. Ich versuche trotzdem, irgendwie unfallfrei durch die nächsten Minuten zu kommen. Ich hoffe, Sie sind mit dabei. Willkommen hier bei Sky Sport News."
Der Sender teilte die Anmoderation seines langjährigen Moderators auf seiner Twitter-Seite und merkte dazu an: "Ganz stark Thomas, du hast unsere volle Unterstützung." Der Konkurrenzsender Sport 1 sendete unter diesem Kommentar Applaus-Emojis.
/ SkySportNewsNach Eklat-Interview: Sky Moderator Thomas Fleischmann mit einem Statement!
Sky Sport News (@SkySportNews) November 9, 2022
Ganz stark Thomas, du hast unsere volle Unterstützung. #SkySport pic.twitter.com/GXEVmOOC65
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Auch Sportjournalist Robert Hunke teilte die Aussage seines Kollegen in seinen Profilen in sozialen Medien. Dazu erklärte er: "Vorweg: nein, ich bin nicht schwul. Und ja, supporte schwule Kollegen, wo es geht. Jeder sollte so leben wie er möchte! In Katar ist das beispielsweise nicht möglich."
Der ehemalige Fußballprofi Khalid Salman, einer von zehn vom WM-Organisationskomitee ausgewählten lokalen WM-Botschaftern, hatte im ZDF Homosexualität als "geistigen Schaden" bezeichnet (queer.de berichtete). Er erklärte weiter, er habe vor allem Probleme damit, wenn Kinder Schwule zu Gesicht bekommen würden. Denn diese würden dann etwas lernen, was nicht gut sei. In seinen Augen ist Schwulsein "haram" und verboten.
Nach einem Aufschrei aus Deutschland behauptete Salman, seine Äußerungen seien aus dem Zusammenhang gerissen worden (queer.de berichtete). Er hielt aber daran fest, dass Homosexualität gegen die Kultur seines Heimatlandes verstoße.
Die umstrittene Fußball-Weltmeisterschaft der Herren geht in Katar am 20. November los. In dem Emirat steht auf Homosexualität eine langjährige Haftstrafe. Nach Scharia-Rechte könnten muslimische Gläubige sogar wegen ihrer sexuellen Orientierung zum Tode verurteilt werden. (dk)














