Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?43749

Wahlen

USA erhalten zweite lesbische Gouverneurin

Neben Massachusetts wird auch Oregon künftig von einer lesbischen Frau regiert. In Colorado siegte der schwule Gouverneur Jared Polis mit deutlichem Vorsprung.


Die offen lesbische Tina Kotek löst die offen bisexuelle Kate Brown als Regierungschefin von Oregon ab

  • 10. November 2022, 04:06h - 2 Min.

Die 56-jährige Demokratin Tina Kotek ist neue Gouverneurin des 4,2 Millionen Einwohner*­innen zählenden Westküstenstaates Oregon. In einem knappen Renne liegt sie laut "The Oregonian", der größten Zeitung des US-Bundesstaates, uneinholbar vor ihrer republikanischen Gegenkandidatin Christine Drazan. Für Kotek stimmten nach Auszählung fast aller Stimmen 47 Prozent, für Drazan 44 Prozent. In Oregon reicht die relative Mehrheit der Stimmen aus, um in die Gouverneursvilla einzuziehen.

Direktlink | Wahlkampfspot von Tina Kotek
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe

Bereits zuvor stand die Wahl der lesbischen Politikerin Maura Healey als Gouverneurin von Massachusetts fest (queer.de berichtete). Kotek und Healey sind die ersten offen lesbischen Politikerinnen, die in der 246-jährigen Geschichte der Vereinigten Staaten an die Spitze eines Bundesstaates gewählt wurden.

Die Religionswissenschaftlerin Kotek zog erstmals 2007 in das Repräsentantenhauses von Oregon ein. Seit 2013 war sie zudem Parlamentspräsidentin. Sie löst Kate Brown als Gouverneurin ab, die den Bundessstaat seit 2016 regiert hatte. Brown hatte ebenfalls Geschichte als erste offen bisexuelle Regierungschefin eines US-Bundesstaates geschrieben. Wegen einer Amtszeitbegrenzung durfte sie sich dieses Jahr nicht erneut um den Gouverneursposten bewerben.

Jared Polis wiedergewählt

Der erste und bislang einzige offen schwule Gouverneur ist unterdessen in Colorado wiedergewählt worden: Jared Polis erhielt 57 Prozent der Stimmen, seine republikanische Gegenkandidatin Heidi Ganahl kam auf 41 Prozent. Der Selfmademillionär Polis war erstmals 2018 zum Gouverneur des Staates gewählt worden (queer.de berichtete).

Direktlink | Jared Polis nach der Verkündung seines Sieges
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe

Unterdessen bleibt weiter unklar, wer die Mehrheit in beiden Kammern des US-Bundesparlaments erhält. Im Vorfeld der Wahlen hatten Demoskopieinstitute vorausgesagt, dass die Republikaner die Mehrheit in Repräsentantenhaus und Senat übernehmen würden. Die Demokraten von Präsident Joe Biden haben aber bei den sogenannten Zwischenwahlen überraschend gut abgeschnitten. Wegen knapper Ergebnisse stehen noch nicht alle Sieger*innen in den Wahlkreisen fest.

Im Senat halten die Republikaner derzeit 49 Sitze sicher, die Demokraten 48. Die Mehrheit liegt bei 50 oder 51 Sitzen. Im Repräsentantenhaus verfügen die Republikaner über 209, die Demokraten über 189 Sitze (die Mehrheit liegt bei 218 Sitzen). Es wird angenommen, dass die Republikaner eine knappe Mehrheit im Repräsentantenhaus erreichen, während die Demokraten wahrscheinlich den Senat halten können. (dk)

-w-