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"Kevin war Perfektion"
Schwuler Batman-Darsteller Kevin Conroy ist tot
Der bislang einzige offen schwule Batman-Darsteller ist im Alter von 66 Jahren gestorben.
- 14. November 2022, 02:52h 2 Min.
US-Schauspieler Kevin Conroy ist tot. Wie Warner Bros. und der Comicverlag DC bekannt gaben, starb der 66-Jährige am Donnerstag in New York City an den Folgen einer Krebserkrankung.
Conroy ist besonders als Originalstimme von Batman in den Zeichentrickserien und -filmen bekannt. Er ist damit der bislang einzige offen schwule Batman-Darsteller in der Geschichte der Superheldenserie. Erstmals lieh er dem Fledermausmann in der 85-teiligen Serie "Batman: The Animated Series" seine Stimme. Die Reihe wurde zwischen 1992 und 1995 erstmals ausgestrahlt. Darin war auch Mark Hamill (Luke Skywalker aus "Star Wars") als Joker dabei.
"Kevin war Perfektion", so erinnerte sich Hamill in einer Mitteilung an seinen Kollegen. "Er war einer meiner Lieblingsmenschen auf dem Planeten und ich habe ihn wie einen Bruder geliebt. Er hat sich wirklich um die Leute um ihn herum gekümmert. Alles, was er tat, strahlte Anstand aus. Jedes Mal, wenn ich mit ihm gesprochen habe, habe ich mich besser gefühlt." Hamill attestierte Conroy, für viele Generationen "der ultimative Batman" zu sein. Seinen letzten Auftritt als Batman hatte Conroy 2019 im Zeichentrickfilm "Justice League vs. the Fatal Five" und im vor wenigen Monaten veröffentlichten Videospiel "MultiVersus".
/ noobde | In der US-Unterhaltungsindustrie trauern viele um Kevin ConroySo sad to hear about Kevin Conroy. He was THE voice of Batman for generations, including our INJUSTICE games.
Ed Boon (@noobde) November 11, 2022
So iconic. What a loss. RIP :( pic.twitter.com/JpgRwIGDAh
Neben seiner Tätigkeit als Synchronsprecher war Conroy insbesondere vor dem Jahrtausendwechsel auch in TV-Serien als Gaststar dabei, etwa im "Denver-Clan" oder in "Matlock". Zudem verlieh er auch anderen Comicfiguren, etwa in "Scooby-Doo" oder "Masters of the Universe", seine Stimme.
Erst kürzlich schrieb Conroy seine Autobiografie "Finding Batman", das er erst dieses Jahr auf dem CSD in Washington, D.C. vorstellte. Darin beschrieb der 1955 in einem Dorf im Bundesstaat New York geborene Schauspieler, wie er in einer katholischen Familie aufwuchs, in dem Homosexualität verpönt war. Er berichtete auch, wie er in den Achtzigern viele Freunde an Aids verloren habe und von Schauspielkollegen wegen seiner sexuellen Orientierung beschimpft worden sei. Damals habe er viele "Kompromisse" gemacht, um seine Homosexualität zu verstecken. Erst mit dem Erfolg mit "Batman" habe er offen leben können. (cw)
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