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Österreich
Angriff auf queeres Zentrum in Graz
Beim Vereinslokal der "RosaLila PantherInnen" wurde am Wochenende kurz nach einem Treffen der Jugendgruppe "Queer Friday" ein Schaufenster gewaltsam mit einem Kanaldeckel eingeschlagen – zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren.

Die zerstörte Scheibe in der Annenstraße 26 (Bild: RosaLila PantherInnen)
- 14. November 2022, 12:01h - 2 Min.
Nur kurz nach einem Treffen der Jugendgruppe "Queer Friday" wurde in der Nacht zu Samstag eine Attacke auf das Vereinslokal der "RosaLila PantherInnen" in der österreichischen Stadt Graz verübt. Unbekannte Personen schlugen gewaltsam ein Schaufenster ein. Die Tat wurde Samstagnacht gegen zwei Uhr von einer Polizeistreife entdeckt.
Die "RosaLila PantherInnen" wollen sich von dem Hassverbrechen nicht einschüchtern lassen. "Wir arbeiten jeden Tag mit vollem Engagement für die Queer-Community, und das werden wir auch weiterhin ohne Unterbrechung tun", erklärte der Vereinsvorsitzende Joe Niedermayer. Solche Taten würden zeigen, dass es noch einiges an aktiver Menschenrechtsarbeit brauche. "Wir werden uns daher auch weiterhin zwingend für die nötige Aufklärung einsetzen und diese vorantreiben."
Gegenüber dem ORF erklärte Niedermayer, dass ein Zeuge die Täter um zwei Uhr in der Annenstraße 26 habe weglaufen sehen. "Der Zeuge hat gemeint, es waren zwei junge Burschen. Die haben einen Kanaldeckel gegen die Scheibe geworfen und sind dann weggelaufen", so der Vereinschef.
Weitere Zeug*innen gesucht

Die Schaufensterscheibe zersplitterte an mehreren Stellen (Bild: RosaLila PantherInnen)
Der queere Verein nimmt die Ermittlungen selbst in die Hand und sucht nach weiteren Zeug*innen, die etwas gesehen haben könnten. Hinweise sollen direkt an die RosaLila PantherInnen per Telefon unter +43 (0) 316 36 66 01 oder per E-Mail an gehen.
Bereits im August 2020 wurde ein Angriff auf das Vereinslokal verübt (queer.de berichtete). Damals wurde der queerfeindliche und antisemitische Täter geschnappt – und im Oktober 2021 zu drei Jahren Haft verurteilt (queer.de berichtete).
"Nach den Vorfällen von 2020 bin ich schockiert über diesen abermaligen Angriff auf einen zentralen Treffpunkt der Queer-Community", zeigte sich Niko Swatek, Klubobmann der NEOS im Landtag Steiermark, entsetzt über die Tat. "Es bestätigt sich wieder, dass die Stadt der Menschenrechte noch einen sehr weiten Weg zu einer offenen und vielfältigen Gesellschaft zu gehen hat." Als "Zeichen gegen Hass und Gewalt" bot die liberale Partei finanzielle Unterstützung zur Reparatur des Schadens an. (cw)















