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FIFA World Cup
Merz warnt Fans: WM "keine politische Demonstrations-Veranstaltung"
CDU-Chef Friedrich Merz fordert Katar-Besucher*innen dazu auf, sich an die Gesetze des queerfeindlichen Emirats zu halten. Die Forderung, Sport-Events nur noch in Demokratien auszutragen, hält er für falsch.

Friedrich Merz ist seit dem 31. Januar 2022 Bundesvorsitzender der CDU und seit dem 15. Februar 2022 Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion (Bild: European People's Party / flickr)
- 18. November 2022, 01:50h 2 Min.
Friedrich Merz rät den deutschen Fußballfans, sich bei der WM in Katar an die Gesetze des Emirats zu halten. "Die WM ist ein Sportereignis und keine politische Demonstrations-Veranstaltung. Letztendlich sind die Fans zu Gast in Katar, und da muss das Recht des Gastgeberlandes eingehalten werden", sagte der CDU-Chef den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Das Emirat steht vor der an diesem Sonntag beginnenden Weltmeisterschaft (bis 18. Dezember) wegen seiner umstrittenen Menschenrechtslage in der Kritik. So steht zum Beispiel in Katar Homosexualität unter Strafe. Darauf angesprochen sagte Merz: "Es geht hier um Fußball und um die Bewegungsfreiheit und Sicherheit aller Fans. Wir sollten die WM bei dem belassen, was sie ist: ein sportliches Großereignis in einem Land, das zu Recht in Teilen kritisch gesehen wird. Katar kann zeigen, dass es ein guter Gastgeber ist."
Merz gegen WM-Boykott
Auch die Forderung, sportliche Großveranstaltungen nur noch in Demokratien auszutragen, hält Merz für falsch. "Wenn das so wäre, dann würde die Zahl der Austragungsorte und wohl auch der Teilnehmer drastisch sinken. Durch den Sport hat man auch in schwierigen Ländern die Möglichkeit, auf Missstände im Bereich der Menschenrechte hinzuweisen und Veränderungen anzustoßen", meinte der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion: "Deswegen wäre es einigermaßen kurzsichtig, Fußball-Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele nur noch an Demokratien zu vergeben."
Auch einen Boykott am TV lehnt der 67-Jährige ab: "Die Spiele nicht anzuschauen, das würde dem Team von Hansi Flick nicht gerecht. Die deutsche Nationalmannschaft hat nicht daran mitgewirkt, wo die WM stattfindet." (cw/dpa)














