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Niederlande

Kardinal bezeichnet Homosexualität als "moralisch böse"

Wim Eijk warnt immer lauter vor der Gleichbehandlung sexueller und geschlechtlicher Minderheiten. Nun fordert er vom Papst eine Enzyklika gegen trans Menschen.


Wim Eijk stellt klar, dass für queere Menschen kein Platz in der Kirche ist

  • 18. November 2022, 10:27h 21 2 Min.

Der niederländische Kardinal Willem Jacobus "Wim" Eijk, seit 2007 Erzbischof von Utrecht, verstärkt den Druck auf den Vatikan, härter gegen queere Menschen vorzugehen. Bei einem Rom-Besuch habe der Bischof letzte Woche laut "Katholiek Nieuwsblad" den Papst aufgefordert, eine Enzyklika, also ein kirchliches Rundschreiben, gegen die "Gender-Theorie" und die Anerkennung von trans Menschen zu verfassen. Bereits vor sechs Jahren hatte er diese Forderung erhoben (queer.de berichtete).

Öffentlich äußerte sich Eijk in den letzten Wochen wiederholt zu dem Thema: In Interviews und in seinem kürzlich veröffentlichten Buch "De band van de liefde. Katholieke huwelijksmoraal en seksuele ethiek" (Das Band der Liebe. Katholische Ehemoral und sexuelle Ethik) betonte er immer wieder, dass die Kirche mehr gegen queere Menschen und den Einfluss der "Gender-Theorie" tun müsse. Im Buch kritisierte er etwa, dass mit der Anerkennung von trans Menschen Begriffe wie Vater und Mutter bedeutungslos werden würden.

"Gottes Gnade scheint nicht auf dem Weg der Sünde"

Auch die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare lehnt der Bischof mit harschen Worten ab: "Um segnen zu können, sollte nicht nur die Absicht gut sein, sondern auch die Sache, die man segnet. Man kann nicht einen Akt segnen, der moralisch böse ist. Gottes Gnade scheint nicht auf dem Weg der Sünde", so Eijk gegenüber dem "Reformatorisch Dagblad". In seinem Buch führte er weiter aus, dass gleichgeschlechtliche "Beziehungen" grundsätzlich gegen "Gottes Schöpfungsordnung" verstießen. Im Interview mit der Tageszeitung "Trouw" betonte der 69-Jährige, dass er Priester, die gleichgeschlechtliche Paare segnen, in seinem Erzbistum beurlauben würde.

Eijk gehörte im September auch zu den schärfsten Kritikern von flämischen Bischöfen, die den Weg für die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren öffnen wollten (queer.de berichtete).

Seit Jahrzehnten mach Eijk Stimmung gegen queere Menschen. So sagte er etwa bereits in den Neunzigerjahren, dass Homosexualität eine "neurotische Entwicklungsbeeinträchtigung" sei. Er ging auch persönlich gegen LGBTI innerhalb der Kirche vor: 2015 ordnete er die Entlassung der Schatzmeisterin einer Gemeinde an, weil sie sich als trans geoutet hatte. (dk)

-w-

#1 tchantches
  • 18.11.2022, 11:41hSonstwo
  • Der ist nicht zufällig als Kind mal mit dem Kopp gegen eine Windmühle gelaufen?
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#2 nein nein neinAnonym
  • 18.11.2022, 11:48h
  • Antwort auf #1 von tchantches
  • es ist brandgefährlich, schwulenhasser als dumm abzustempeln. diese leute sind nicht dumm, sondern religionsideologisch aufgestachelt von ihrem märchenbuch. gerade hassprediger:innen wie dieser haben einen enormen einfluss auf ihre blökende schafherde von sogenannten gläubigen.
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#3 schafsmilchAnonym
  • 18.11.2022, 12:28h
  • Diese Figur schreibt ein Buch zur Ethik von Ehe und Sex.
    Beides kann er aus praktischer Erfahrung nicht kennen, da er ja besonders fromm und bibeltreu ist.
    Dass er von Liebe ebenfalls nichts hält und keine Ahnung davon hat, zumindest anderen gegenüber, zeigt er mit seinen Aussagen überdeutlich.
    Nicht nur Theologe, auch Theoretiker der Typ.
    Sicher genauso ein Liebling des Oberhirten in Rom, wie Woelki es ist.
    Aber was sollen wir auch von einer Ideologie erwarten, die Menschen für und als Schafe hält?!

    Dann liebe Christ*innen, gebt schön acht und blökt den Hass und die Hetze derer nach, die ihr unterstützt und anbetet.
    Denn in einem haben diese alten Demagogen durchaus einen Punkt:
    zwei Herren zu dienen ist nicht möglich.
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