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Köln (queer.de) - Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) strahlt morgen in seinem dritten Fernsehprogramm einen Sketch der Kölner Stunksitzung nicht aus, weil er Kardinal Meisner und Papst Benedikt XVI als Paar zeigt. "Der Sender möchte die religiöse Überzeugung der Gesellschaft achten und respektieren", begründet der WDR die Entscheidung. Meisner lebt in dem Sketch mit Benedikt zusammen. Am Ende gehen beide gemeinsam ins Bett und geben sich einen Gute-Nacht-Kuss. Eine Privatperson aus dem Münsterland hat bereits Anzeige wegen der "Störung des religiösen Friedens" gegen den Sketch "Ratze und Meise" gestellt. Das Höchststrafmaß liegt bei drei Jahren Haft, das Erzbistum Köln hat die Anzeige bereits begrüßt. Die Staatsanwaltschaft wird in der Sache allerdings erst nach Karneval entschieden. Die Klage hat aber nach Ansicht von Juristen kaum Aussichten auf Erfolg. Die "Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln" hat den Sketch schon im Januar als "Dreck", "Mist" und "Machwerk" bezeichnet. Der Fall wurde gestern unter dem Titel "Religionskritik oder Gotteslästerung - Wo beginnt Zensur?" auch vom WDR-Magazin "Monitor" kritisiert. Intendant Ulrich Deppendorf verteidigte das Verbot der Austrahlung, da der Sitzungsbeitrag religiöse Gefühle verletzen könne. Auch im "Monitor"-Beitrag wurden "Ratze und Meise" nur in Standbildern gezeigt. (dk)

Stunksitzung 2006 (ohne den Papst-Sketch), morgen 21:45 Uhr, WDR-Fernsehen

Ab Freitag Nachmittag ist der "Monitor"-Beitrag hier zu sehen.



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37 Kommentare

#1 splattergayAnonym
  • 24.02.2006, 15:27h
  • Aber der "Sketch" ist doch harmlos. Als Päpstin Benedikta am Weltjugendtag bei Meisi übernachtete ist es bestimmt nicht nur beim Kuß geblieben.
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#2 holga-waldaAnonym
  • 24.02.2006, 15:44h
  • Nach einem rechtskräftigen Urteil des Europäischen Gerichtshofs entscheiden regionale Behörden, welche Filme und Theaterstücke ihren Eingeborenen zugemutet werden dürfen.
    Oben geht es nicht mehr um die alte Bewahrpädagogik, die ja recht erfolgreich zurückgedrängt wurde, sondern um den frechen Angriff katholischer Djihaddisten,
    die die Zeit für günstig halten, die Gesellschaft auf technologisch höherem Niveau wieder zu knebeln. Die sammeln jetzt erst einmal Präzedenz-Urteile für Medien und später auch für Schulbücher.
    Ich denke, dass es in Redaktionen, deren Arbeit in religiöseren Regionen gelesen wird, zu einer verstärkten Selbstzensur kommt, die aus Selbstachtungsgründen, mit oder ohne Alkohol, geleugnet wird.
    Hart IV ist nicht schön.
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#3 markusAnonym
  • 24.02.2006, 15:57h
  • willkommen im mittelalter!
    ich denke man kann jemanden nur dann in seinen religiösen gefühlen verletzten wenn sich der jenige sich seines glaubens nicht sicher ist!!!
    was kommt als nächstes ?
    wird die inquesition wieder eingeführt?
    wann kapieren die katholiken endlich das wir in einer realen welt leben wo sie nicht mehr über leben und tod entscheiden können!
    und wieder mein aufruf an die regierung kommt endlich in die potte mit dem ADG
    ich will mich nicht weiter von der kirche diskriminieren lassen müssen!!!
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#4 rogerAnonym
  • 24.02.2006, 16:49h
  • wenn es ein sketch über irgendeine ANDERE exotische SEKTE gewesen wäre, hätte es ganz bestimmt keine zensur gegeben.....
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#5 thomasAnonym
  • 24.02.2006, 18:37h
  • ..., aber schwule duerfen diese "frommen brueder" schon diskriminieren. wer von diesen pfaffen achtet denn auf unsere gefuehle?!?
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#6 dogay3bmAnonym
  • 24.02.2006, 19:28h
  • "Eine Privatperson aus dem Münsterland hat bereits Anzeige wegen der "Störung des religiösen Friedens" gegen den Sketch "Ratze und Meise" gestellt."

    Störung des religiösen Friedens? Dass ich nicht lache. Die einzige wirklich friedliebende Religion ist der Buddhismus.

    "...das Erzbistum Köln hat die Anzeige bereits begrüßt."

    War ja klar, dass sie sich über jeden unschuldigen Naiven freuen.

    "Die Staatsanwaltschaft wird in der Sache allerdings erst nach Karneval entscheiden."

    Eigentlich lachen die selber auch bestimmt über den Sketch.

    "Die Klage hat aber nach Ansicht von Juristen kaum Aussichten auf Erfolg."

    Ist auch richtig so, warum sollte man sich wenig jeder Lappalie aufregen und bei aller religiösen Heiligkeit gegen etwas klagen, was sowieso nur als Joke gedacht war, hä?

    Die "Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln" hat den Sketch schon im Januar als "Dreck", "Mist" und "Machwerk" bezeichnet.

    Ist die gesamte Klerikerei und Diskriminierung der Homos etwa kein Dreck, Mist oder Machwerk?

    "Der Fall wurde gestern unter dem Titel "Religionskritik oder Gotteslästerung - Wo beginnt Zensur?" auch vom WDR-Magazin "Monitor" kritisiert."

    Warum werden homophobe und kondomverbietende Schriften denn nicht zensiert?

    "Intendant Ulrich Deppendorf verteidigte das Verbot der Austrahlung, da der Sitzungsbeitrag religiöse Gefühle verletzen könne."

    Entschuldigt bitte, aber in dem Fall passt der Familienname zur Person. ;-)
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#7 gerdAnonym
  • 24.02.2006, 20:07h
  • Sehr gute Idee von der Stunksitzung, da kann man nur gratulieren...sehr treffend.

    Für mich sind Meisner und Benedikt durchaus im Bereich der "Klemmschwester", die mi ihrer sexuellen Orientierung "nicht klar gekommen" sind...für ausgeschlossen halte ich dies nicht, wenn man die beiden sehr genau beobachtet.

    -----

    Ansonsten "schwache Leistung" vom WDR...zeigt es doch ein wenig, dass dort im Sender "nur bedingt" ein freier Geist herrscht.
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#8 rangerAnonym
  • 24.02.2006, 21:35h
  • Das ist wirklich ein lustiges Ergebnis des Karikaturen-Streits. Die katholische Kirche entdeckte auch gleich den Verfolgten in sich und fand, dass das Christentum auch sooo verunglimpft würde. Das ginge ja schließlich nicht!
    Und schwups der WDR gehorcht!
    Aber vielleicht hat man ja Angst, dass das Funkhaus von angebrachten Katholiken angezündet wird?!
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#9 Herbert GömmelAnonym
  • 25.02.2006, 10:24h
  • Die Kirche, allen voran die Katholische, darf diskriminierend gegen Schwule vorgehen und sie mitunter auch als "Abschaum" bezeichnen. Sie teilt also aus, kann aber im Gegenzug nichts einstecken (hiermit meine ich Kritik).

    Denn die Kirchensteuer nimmt sie ja als selbstverständlich von ihren Schwulen Christen ein, die der Institution Kirche noch nicht den Rücken gekehrt haben.
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#10 manni2Anonym