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Live-Sendung

Anschlag in Colorado Springs Thema bei American Music Awards

Künstler*innen wie Kim Petras gedachten bei der AMA-Musikshow der Opfer der Anschläge von Colorado. Große Gewinnerin war Taylor Swift: Sie gewann in allen sechs Kategorien, in denen sie nominiert worden war.


Kim Petras erinnerte an die Opfer von Colorado Springs (Bild: Twitter / Kim Petras)
  • 21. November 2022, 09:33h - 3 Min.

Der tödliche Anschlag auf eine queere Bar in Colorado Springs überschattete die American Music Awards in Los Angeles, die am Sonntagabend live im US-Network ABC ausgestrahlt wurden. Auf der Bühne nutzten mehrere Künstler*innen ihre Zeit für Beileidsbekundungen. Dove Cameron, die als beste Newcomerin ausgezeichnet wurde, widmete ihren Preis etwa der queeren Community. "Ich möchte alle daran erinnern, wie wichtig die Sichtbarkeit queerer Menschen ist", sagte die 26-Jährige in ihrer Dankesrede.

Auch Moderator Wayne Brady und die deutsche Sängerin Kim Petras, die gerade als erste trans Künstlerin Platz eins der US-Charts erobert hatte, erwähnten den Anschlag. Als Petras die Verleihung des besten Popsongs ankündigte, sagte sie: "Gay Clubs haben mich aufgezogen. Ich kann mit Überzeugung sagen: Niemand mag Popmusik mehr als Gay Clubs."

Große Gewinnerin der AMAs war Taylor Swift. Die 32-Jährige gewann den Hauptpreis, den Preis für den Künstler des Jahres. Zudem holte sie Awards sowohl als beste weibliche Pop-Interpretin und als beste Country-Sängerin. Ihr Album "Red (Taylor's Version)" landete ebenfalls einen Doppelsieg, sowohl als bestes Pop- als auch als bestes Country-Album. Den sechsten Award gab es für das beste Musikvideo "All Too Well (Taylor's Version)".

Mit den sechs Preisen baut Taylor Swift ihren Rekord bei den American Music Awards aus. 40 AMAs hat die Sängerin nun in ihrer Karriere geholt. Schon ihre bisherigen 34 Awards bildeten den Rekord bei dem amerikanischen Musikpreis.

Harry Styles (28) wurde bei der Zeremonie als bester männlicher Pop-Interpret ausgezeichnet. Der Icon Award für das Lebenswerk ging an Lionel Richie (73). Für gemischte Reaktionen sorgte die Ehrung von Chris Brown als bester R&B-Künstler. Brown ist in der Vergangenheit schon häufiger wegen Gewalt gegen Frauen aufgefallen. "Beruhigt Euch", reagierte Sängerin Kelly Rowland auf Buhrufe aus dem Publikum, als sie den Preis an seiner Stelle entgegennahm. Jubel gab es hingegen italienische ESC-Band Måneskin, die den Preis für den besten Rocksong für ihr Lied "Begging" erhielt.

Enttäuschend lief die Preisverleihung für Bad Bunny (28). Der Reggeaton-Star aus Puerto Rico war achtmal nominiert, so oft wie kein anderer Künstler des Abends. Doch er nahm nur zwei Preise mit nach Hause, als bester Latin-Künstler und für das beste Latin-Album.

Standing Ovations gab es für Sängerin Pink, die eine musikalische Zeitreise ins Jahr 1978 unternahm und mit Olivia Newton-Johns "Hopelessly devoted to you" der im August verstorbenen "Grease"-Schauspielerin Tribut zollte.

/ AMAs

Die American Music Awards gehören – neben beispielsweise den Grammys – zu den wichtigsten Auszeichnungen der US-Musikbranche. Sie werden in Sparten wie Pop, Country, Hip-Hop, Rock und R&B vergeben. Die Nominierungen basieren auf Albumverkaufszahlen der Musiker*innen, über die Gewinner*innen können Fans im Internet abstimmen. (cw/spot/dpa)

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