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Sportministerin

Faeser plant Reise zu Auftaktspiel des deutschen WM-Teams nach Katar

Die SPD-Ministerin will jetzt wohl doch nach Katar reisen, um dem deutschen Team zuzujubeln. Außerdem möchte sie den "Dialog" mit dem Regime des Emirats über Menschenrechte fortsetzen.


Bundessportministerin Nancy Faeser will die Nationalmannschaft im Auftaktspiel gegen Japan unterstützen (Bild: Angelika Aschenbach)

  • 21. November 2022, 14:17h 18 2 Min.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) plant, zum Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar zu reisen. "Sie möchte die deutsche Mannschaft bei der WM unterstützen und daher das Auftaktspiel gegen Japan besuchen", sagte ein Ministeriumssprecher am Montag. Hundertprozentig sicher ist die Reise nach Katar zu dem Spiel am Mittwoch aber noch nicht.

"Bundesinnenministerin und Sportministerin Nancy Faeser plant, im Anschluss an ihre Reise in die Türkei nach Katar weiterzureisen", sagte der Ministeriumssprecher laut AFP. "Die Planung des genauen Programms läuft noch."

Faeser hat demnach betont, dass sie auch "den Dialog mit der katarischen Regierung zu dortigen Reformen insbesondere zur Verbesserung der Menschenrechtssituation fortsetzen möchte". Inwieweit die katarische Führung zu solchen Gesprächen während der nun laufenden WM bereit ist, blieb offen.

Katar richtet als erstes arabisches Land eine Fußball-WM aus. Das Emirat steht seit Jahren wegen seines Umgangs mit ausländischen Arbeitskräften, mit Frauen und queeren Menschen in der Kritik. Homosexualität kann in dem konservativen Emirat im Extremfall mit der Todesstrafe geahndet werden. Nachdem Faeser die Vergabe der WM an das Land kritisiert hatte, gab es Ende Oktober diplomatische Verstimmungen. Katar bestellte deswegen den deutschen Botschafter ein.

Faeser reiste dann nach Katar und bekam nach eigenen Angaben Garantien für die Sicherheit aller anreisenden Fußballfans. Sie empfahl daraufhin Homosexuellen ausdrücklich die Reise in den Verfolgerstaat (queer.de berichtete). Die SPD-Politikerin kündigte weiter an, zum Eröffnungsspiel des deutschen Teams zu reisen. Ihr Ministerium verwies dann aber auf eine schwierige Terminlage.

Nach Faesers Besuch hatte der katarische WM-Botschafter Khalid Salman international für Empörung gesorgt, weil er Homosexualität als "geistigen Schaden" bezeichnet hatte (queer.de berichtete). Faeser hatte diese Äußerung als "furchtbar" kritisiert und ihre Reise infrage gestellt (queer.de berichtete).

Die Ankündigung der Reise kam am Montag fast zeitgleich zum Verbot der One-Love-Kapitänsbinde durch die FIFA, mit der Deutschland und andere Länder für Akzeptanz und Vielfalt werben wollten (queer.de berichtete). (dpa/cw)

-w-

#1 SelbstverständlichAnonym
  • 21.11.2022, 15:23h
  • Natürlich tut sie das.
    Man muss doch Solidarität mit Menschenfeinden und Verbänden zeigen, die sich für das Unsichtbarmachen und Ausgrenzen von "unerwünschten Gruppen" zeigen.

    SPD - mein Eimer zum Reinkotzen ist ob eurer Aktionen immer gut gefüllt.

    «Faeser hat demnach betont, dass sie auch "den Dialog mit der katarischen Regierung zu dortigen Reformen insbesondere zur Verbesserung der Menschenrechtssituation fortsetzen möchte".»

    Prust - der war gar nicht mal so gut.

    PS: Mach(t) es doch wie immer, wenn die SPD bei eigentlich klaren Positionen umkippt: "mit Bauchschmerzen" (habt ihr da eigentlich schon ein TM drauf? Ist ja euer Markenzeichen geworden).
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#2 LothiAnonym
  • 21.11.2022, 15:29h
  • Nichts Heuchelei und dann noch diese Nullnummer von einer Partei welche nur noch Bodensatz ist anstatt dem ganzen, insbesondere dem Arbeitervolk, dienlich zu sein.
    Oh wie widerwärtig und verabscheuungswürdig.
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#3 KilianEhemaliges Profil
  • 21.11.2022, 15:42h
  • Folgerichtig! Wer kontinuierlich Europarecht bricht, um queere Menschen Verfolgung und Ehrenmord zu überantworten, fliegt logischerweise zu Gesinnungsgenossen, die das Konzept zur Staatsdoktrin erhoben haben. Vll. lernt man dort noch etwas. Die SPD jedenfalls, ist der Feind queeren Lebens und wendet erheblich Ressourcen auf, dies immer wieder unter Beweis zu stellen. Nicht zu vergessen, ein Kanzler, der im deutschen Fernsehen über einen europarechtswidrig zu Tode gefolterten Migrant (Achidi John) sagt, er habe es nicht als Folter empfunden. Die Nähe zu Katar könnte kaum größer und besser illustriert sein.
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