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WM in Katar
FIFA: Belgien muss "Love"-WM-Trikot abändern
Auf Druck des Weltverbands will Belgien nicht nur auf die One-Love-Binde verzichten, sondern auch auf einen Trikotaufdruck.

"Liebe" scheint zuviel für eine Fußball-Welt, die sich in Katar trifft (Bild: RBFA-Shop)
- 21. November 2022, 17:25h 2 Min.
Nach dem Verbot der One-Love-Armbinden bei den WM-Spielen in Katar hat die FIFA dem belgischen Fußballverband offenbar auch untersagt, ein Trikot mit dem Aufdruck "Love" zu tragen. Der Verband hatte sein entsprechendes Away-Shirt bereits im September vorgestellt.
Besonders bizarr: der Aufdruck befindet sich bei den offiziellen weißen wie bunten Spieler-Shirts, die der Verband zusammen mit Adidas unter Inspiration des Feuerwerks des belgischen Musikfestivals Tomorrowland kreierte, recht versteckt im Innenbereich des Trikots auf Nackenhöhe. Bei den an Fans verkauften Shirts steht er hingegen groß auf der Rückseite unter der Nummer oder auf der Außenseite des Nackens.
/ BelRedDevilsSpread your magical message of LOVE with our new away kit. #DEVILTIME pic.twitter.com/KvEZX7OjHm
Belgian Red Devils (@BelRedDevils) September 23, 2022
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"Das Wort 'Liebe' muss verschwinden", bestätigte der Geschäftsführer des belgischen Verbands, Peter Bossaert, entsprechende Medienberichte. "Das ist traurig, aber die FIFA lässt uns keine Wahl". Mit dem Weltverband seien keinerlei Beratungen möglich gewesen.
Beim Spiel gegen Kanada am Mittwoch hätte der belgische Kapitän Eden Hazard eigentlich die One-Love-Binde tragen sollen, das Auswärts-Shirt mit der "Liebe"-Botschaft wäre in späteren Runden zum Einsatz gekommen. Das ungeänderte Shirt und die Binde hatte Belgien erst am Freitag bei einem Freundschaftsspiel gegen Ägypten getragen – in Kuwait.
Auch Belgien verzichtet auf spezielle Kapitänsbinde
Belgien gehörte neben Dänemark, Deutschland, England, den Niederlanden, der Schweiz und Wales zu den sieben Ländern, die mit der One-Love-Armbinde ein Zeichen bei der WM setzen wollten. Die vor Monaten angekündigten Armbinden sind Teil einer Kampagne für Inklusion. Sie gelten als Protest gegen die Gesetze und Menschenrechtslage des WM-Gastgebers Katar, der unter anderem Homosexualität unter Strafe stellt.
Am Montag gaben die Verbände bekannt, dass sie auf Druck der FIFA, die vor wenigen Tagen eigene einheitliche Binden vorstellte, auf die Binden verzichten (queer.de berichtete). Der Weltverband habe mit sportlichen Sanktionen wie gelben Karten gedroht.
"Als nationale Verbände können wir unsere Spieler nicht in Situationen bringen, wo sie mit sportlichen Sanktionen wie Verwarnungen rechnen müssen", hieß es in der gemeinsamen Erklärung der Verbände, die wenige Tage zuvor noch erklärt hätten, sie würden gegebenfalls Geldstrafen riskieren. DFB-Präsident Bernd Neuendorf sprach nach dem Binden-Aus am Nachmittag von einem frustrierenden und "beispiellosen Vorgang in der WM-Geschichte" (queer.de berichtete). Sein Verband musste zugleich aber auch in Medien und sozialen Netzwerken viel Kritik wegen des Einknickens einstecken.
Vor wenigen Tagen hatte die FIFA bereits Dänemark Trainings-Shirts mit dem Aufdruck "Human rights for all", Menschenrechte für alle, untersagt. (cw)














