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Protest gegen Einknicken bei One-Love-Binde
REWE beendet Zusammenarbeit mit DFB
Nach dem Skandal um die One-Love-Binde wenden sich auch Konzerne vom Profifußball ab: Der zweitgrößte Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland zeigt dem DFB nun die Rote Karte.

Regenbogenfahne an einer REWE-Filiale (Bild: Florian Meerheim)
- 22. November 2022, 10:29h 2 Min.
Der Kölner Handelsriese REWE beendet wegen der FIFA-Entscheidung zur One-Love-Armbinde mit sofortiger Wirkung die Kooperation mit dem Deutschen Fußballbund. Das Unternehmen wolle sich in aller Deutlichkeit von der Haltung des Weltverbands FIFA und den Äußerungen von Präsident Gianni Infantino distanzieren und werde deshalb auf seine Werberechte aus dem bestehenden Vertrag mit dem DFB insbesondere im Zusammenhang der Weltmeisterschaft verzichten, sagte Konzernchef Lionel Souque am Dienstag.
"Wir stehen ein für Diversität – und auch Fußball ist Diversität", sagte Souque. "Die skandalöse Haltung der FIFA ist für mich als CEO eines vielfältigen Unternehmens und als Fußballfan absolut nicht akzeptabel."
Der DFB hatte am Montag mitgeteilt, dass Kapitän Manuel Neuer bei der WM entgegen der ursprünglichen Planung doch nicht mit der One-Love-Kapitänsbinde auflaufen werde (queer.de berichtete). Dazu entschieden sich der DFB und die anderen beteiligten europäischen Verbände wegen angedrohter FIFA-Sanktionen.
REWE hatte bereits im Oktober dem DFB mitgeteilt, den langjährigen Partnerschaftsvertrag nicht weiterzuführen – damals noch ohne inhaltliche Verbindung zur Weltmeisterschaft. Nach den aktuellen Entscheidungen der FIFA stelle der Konzern den Vertrag mit dem DFB aber ab sofort ruhend und verzichte auf Werberechte, hieß es in Köln. Dies habe das Unternehmen dem DFB bereits mitgeteilt.
/ markusliermann | In sozialen Medien gibt es Lob für den Schritt von REWEMein Markt #Rewe. Wie geil ist das denn? Skurril, dass zuerst ein Supermarkt reagiert.
Markus K. Liermann (@markusliermann) November 22, 2022
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Das bei REWE derzeit erhältliche Sammelalbum werde ab sofort gratis abgegeben, die Kosten dafür trage das Unternehmen, kündigte der Handelsriese an. Die bisherigen Erträge des Albums werde Rewe nach Ablauf der Promotion vollständig spenden.
Der deutschen Nationalmannschaft und allen Spielern wünscht REWE trotz des Schritts ausdrücklich viel Erfolg für die WM. "Wir stehen an eurer Seite und fiebern mit euch mit!", sagte Souque.
REWE macht bereits seit Jahren Aktionen für die LGBTI-Community: Seit Jahren hängen etwa Regenbogenfahnen an vielen Märkten (queer.de berichtete). Dieses Jahr verkaufte der Handelsriese zudem Queer-Wein (queer.de berichtete). (dpa/dk)















Das sollten noch viel mehr machen.
Zum Beispiel auch Coca-Cola, McDonald's, VISA, Budweiser, Adidas & Co., die weiterhin diese Blut-WM sponsern.
Da man im Fußball offenbar längst sportliche Ideale verraten hat und es nur noch um Geld geht, ist Geldentzug auch die einzige Möglichkeit, sich Gehör zu verschaffen.