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Fußball-WM

Homophobe Fangesänge: FIFA ermittelt gegen Ecuador

Fans des südamerikanischen Teams sollen beim Auftaktspiel mit homophoben Fangesängen aufgefallen sein.


Fans beim Spiel in al-Chaur (Bild: FEF)

  • 23. November 2022, 11:04h 4 2 Min.

Die FIFA hat ein Disziplinarverfahren gegen den ecuadorianischen Fußballverband FEF eröffnet, weil Fans des südamerikanischen Landes beim WM-Auftaktspiel gegen Katar am Sonntag homophobe Fangesänge angestimmt haben sollen. Der Fußball-Weltverband nannte am Dienstagabend nicht, welche Schimpfworte genau gefallen sein sollen. Die Ermittlungen erfolgten aufgrund von Artikel 13 des Disziplinargesetzes, das "Beleidigung der Würde oder Integrität eines Landes, einer Person oder einer Gruppe durch verächtliche, diskriminierende oder beleidigende Worte" verbietet.

Die Fangesänge im Stadion der Küstenstadt al-Chaur richteten sich demnach nicht gegen den Gegner auf dem Platz, sondern gegen Chile, das gemeinsam mit Peru einen WM-Ausschluss Ecuadors beantragt hatte. Hintergrund sind Zweifel an der Staatszugehörigkeit des Spielers Byron Castillo, dem vorgeworfen wird, nicht in Ecuador, sondern in Kolumbien geboren worden zu sein. Castillos hatte bei der WM-Qualifikation mitgespielt, ist dann aber nicht in den WM-Kader von Ecuardor aufgenommen worden, um weitere Konflikte zu vermeiden.

Lateinamerikanische Teams haben schon seit Jahren Probleme mit homophoben Fangesängen. Die FIFA hatte etwa allein Mexiko in den letzten sechs Jahren mindestens 15 Mal dafür bestraft – in der Regel riefen Fans, oft zum Torabstoß, "Puto", in Richtung des gegnerischen Torwarts. Der Begriff kann mit "Schwuchtel" oder "Stricher" übersetzt werden. Der mexikanische Verband drohte daher Fans, die wegen derartiger Gesänge erwischt werden, mit fünf Jahren Stadionverbot (queer.de berichtete).

Nach dem Spiel Ecuador gegen Katar gab es zunächst keine Berichte über homophobe Fangesänge. Vielmehr wurde amüsiert gemeldet, dass die ecuadorianischen Fans "Wir wollen Bier!" gerufen hatten. Damit kommentierten sie das kurz vor Start der Weltmeisterschaft verhängte Alkoholverbot in Stadien. (dk)

-w-

#1 KilianEhemaliges Profil
  • 23.11.2022, 13:22h
  • Chronologie politischer Unfähigkeit, Verlogenheit und Heuchelei:

    Frau Bindesinnenministerin Feaser

    1. kritisiert WM in Katar scharf
    2. will zur WM nicht anreisen
    3. reist nach Katar ohne die Menschenrechtsbeauftragte, welche protestiert und dem Besuch bei der aktuellen Lage keinen Sinn bescheinigt
    4. holt sich eine Sicherheitsgarantie
    5. überlegt, ob sie doch zum Spiel nach Katar reist
    6. empfiehlt Schwulen und Lesben die Reise nach Katar, da sicher und unbedenklich
    7. reist doch zum Spiel nach Katar

    8. sellt heute per Liveschalte ins ARD-Studio klar, dass sie sich "das" nicht unter der Sicherheitsgarantie vorstellte und sich Schwule und Lesben defacto nicht sicher und frei bewegen können

    KEINE POINTE!
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#2 julchen29Anonym
  • 23.11.2022, 15:41h
  • Das ist doch ein witz. auf der einen seite machen sie ermittlungen gegen homophobe fangesänge, und auf der anderen seite wollen sie regenbogenmotive in katar verbieten sowie die one love kapitänbinde. wo soll da denn noch jemand die logik dahinter verstehen?
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#3 LothiAnonym
  • 23.11.2022, 17:19h
  • Antwort auf #1 von Kilian
  • Gute Auflistung. Selbst wenn ich es mir finanziell leisten könnte, würden mich keine zehn Pferde dorthin bekommen.
    Da kann die Nationalelf noch so gestenreich die Hand vorm Mund halten.
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