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Auftaktspiel der Nationalelf

Faeser trägt One-Love-Binde, deutsches Team mit Hand vor Mund

Mit Spannung war erwartet worden, welche Botschaften es beim ersten deutschen WM-Spiel nach dem Streit um die One-Love-Binde gibt.


Vor dem Spiel protestierte die deutsche Elf mit einer Geste beim Mannschaftsbild (Bild: Screenshot / Das Erste)

  • 23. November 2022, 14:07h 21 2 Min.

Beim Auftaktspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Japan in ar-Rayyan hat Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) ein Zeichen gesetzt und die von der FIFA auf dem Platz verbotene One-Love-Binde getragen. Die Sozialdemokratin verbreitete am Mittwochnachmittag während der ersten Halbzeit des Spieles im Kurzbotschaftendienst Twitter ein Foto von sich auf der Tribüne, das sie mit der Binde am linken Arm zeigt.

Neben der Ministerin saß während des Spiels FIFA-Chef Gianni Infantino, der für das Verbot der One-Love-Binde verantwortlich gemacht wurde.

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Zuvor hatten die Nationalspieler sich beim Mannschaftsfoto den Mund zugehalten und so gegen das Verbot protestiert. Allerdings wurde diese Geste in sozialen Medien als nicht ausreichend kritisiert.

Der Deutsche Fußballbund veröffentlichte auch eine Stellungnahme, in dem er die Aktion erklärte: "Wir wollten mit unserer Kapitänsbinde ein Zeichen setzen für Werte, die wir in der Nationalmannschaft leben: Vielfalt und gegenseitiger Respekt. Gemeinsam mit anderen Nationen laut sein. Es geht dabei nicht um eine politische Botschaft: Menschenrechte sind nicht verhandelbar. Das sollte selbstverständlich sein. Ist es aber leider immer noch nicht. Deshalb ist uns diese Botschaft so wichtig", hieß es. "Uns die Binde zu verbieten, ist wie den Mund zu verbieten. Unsere Haltung steht."

/ DFB_Team

Sieben europäische Fußballverbände, darunter der DFB, hatten kurzfristig entschieden, wegen der Drohung der FIFA mit Strafen für die Spieler auf das Tragen der Binde, die für Vielfalt und Toleranz steht, zu verzichten (queer.de berichtete). Die Binde war ohnehin zuvor auch von LGBTI-Aktivist*­innen als fauler Kompromiss kritisiert worden, weil bei der Europameisterschaft 2021 noch die Regenbogen­fahne als Kapitänsbinde getragen worden war (queer.de berichtete).

Faeser hatte das Verbot bei ihrem Besuch in Doha zuvor einen "großen Fehler" genannt (queer.de berichtete). Die Armbinden gelten auch als Protest gegen die Gesetze des WM-Gastgebers Katar, der unter anderem Homosexualität unter Strafe stellt. Zudem wird kritisiert, dass die Offiziellen in Katar Fans Regenbogen-Utensilien abnahmen, obwohl die FIFA zuvor noch versichert hatte, dass queere Fans und Regenbogenfahnen bei der Weltmeisterschaft willkommen seien. (AFP/dk)

-w-

#1 Mutige dänische MPAnonym
  • 23.11.2022, 15:26h
  • Das politische und sportliche Armutszeugnis geht wie erwartet weiter. Eigentlich ist jedes Wort darüber zu viel, daher nur der Link zu einem gestrigen Artikel für Frau Faeser - es hätte so einfach sein können. Aber selbst dazu hat sie nicht den "Mut" - nun ja, mich wundert es nicht.
    www.queer.de/bild-des-tages.php?einzel=3995
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#2 Schon
  • 23.11.2022, 16:23hFürth
  • Haste Scheiße am Schuh, haste Scheiße am Schuh und das geht so schnell nicht mehr weg. Faeser auf einem Bild mit Infantino. Binde hin oder her, das ist schlimmer als Scheiße am Schuh und es wird noch lange stinken.
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#3 immerhinAnonym
  • 23.11.2022, 16:25h
  • Auch wenn es nicht die ganz große Geste ist... Frau Faeser mit Binde und DFB-11 mit "Maulkorb". Außerdem bemerkenswert, es haben alle mitgemacht.
    Vielleicht ist doch noch nicht alles verloren!
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