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Bayernliga

Bericht: Fußballer Sascha Mölders beleidigt Gegner homophob

Der ehemalige Bundesliga-Star soll in der Bayernliga einen Spieler übel beschimpft haben. Mölders bestreitet das. Der Fußballverband zeigt sich desinteressiert und lehnt Ermittlungen ab.


Sascha Mölders 2020 im Trikot des TSV 1860 München (Bild: Silesia711 / wikipedia)

  • 24. November 2022, 12:59h 11 3 Min.

Laut Medienberichten soll Fußballer Sascha Mölders einen Gegner bei einem Spiel in Gundelfingen an der Donau am vergangenen Wochenende mit einem homo­sexuellenfeindlichen Spruch beleidigt haben. Der 37-jährige Stürmer, der früher unter anderem für den FC Augsburg und 1860 München spielte, ist inzwischen Spielertrainer beim TSV Landsberg in der Bayernliga Süd, der fünfthöchsten Spielklasse.

Beim Spiel seines Verein beim FC Gundelfingen soll er einem gegnerischen Spieler nach knapp einer halben Stunde Spielzeit bei einem Einwurf entgegengerufen haben: "Bist du schwul, oder was ist das denn?" Das berichtete unter anderem die "Augsburger Zeitung" (Bezahlartikel). Auch ein Sportredakteur der "Donau Zeitung" habe den Satz gehört, ebenso wie der Adressat der Äußerung, der Landsberger Spieler David Anzenhofer: "Diese Aussage ist definitiv gefallen, ich stand direkt daneben und Mölders hat sie so laut gerufen, dass sie das ganze Stadion gehört hat", so Anzenhofer. Er sei sehr nah neben Mölders gestanden, "dann hat er mich lautstark gefragt, ob ich schwul bin", erinnerte sich der 28-jährige Innenverteidiger. Die Äußerung ist auch auf einem Video zu hören, allerdings ist darin unklar, von wem sie stammt.

Nach der Szene hatte der Schiedsrichter Mölders und Anzenhofer zunächst ermahnt. Kurze Zeit später erhielten beide eine Gelbe Karte. Der Referee möchte sich laut "Augsburger Zeitung" nicht zu dem Vorfall äußern.

Mölders: "Das ist eine Lüge"

Mölders streitet die Äußerung ab: "Ich habe überhaupt nichts von schwul gesagt. Das kann man nicht schreiben, das ist eine Lüge", erklärte er im Gespräch mit dem "Landsberger Tagblatt".

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) zeigte sich gegenüber der "Augsburger Allgemeinen" (Bezahlartikel) wenig daran interessiert, den Vorfall aufzuklären: "Es gibt keinen Sonderbericht des Schiedsrichters und Stand heute auch keine Anzeige eines Beteiligten oder eines Dritten. Darum wird nicht ermittelt. Das sind die Fakten", so Pressesprecher Fabian Frühwirt.

Am Ende verlor Mölders' Verein das Spiel mit 0:1. Sein Verein liegt derzeit auf dem zweiten Platz der Bayernliga Süd.

Der mit einer Frau verheiratete Mölders spielte für den FC Augsburg fast 100 Spiele in der Bundesliga. Im April 2014 erzielte er das Siegtor beim 1:0-Sieg gegen den FC Bayern München.

Direktlink | Mölders' Tor gegen den FC Bayern
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Von 2016 bis 2021 war er dann für den Regional- und dann Drittligisten TSV 1860 München tätig. Letztes Jahr wurde er Torschützenkönig in der dritten Liga. Nun lässt er seine aktive Karriere in Landsberg am Lech ausklingen. (dk)

-w-

#1 TimonAnonym
  • 24.11.2022, 14:14h
  • "Der Fußballverband zeigt sich desinteressiert "

    Die zeigen sich immer wieder desinteressiert, wenn es um Grundrechte geht.

    Kann ja sein, dass nichts dran ist, aber dafür muss man das eben erst mal prüfen.
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#2 KilianEhemaliges Profil
  • 24.11.2022, 14:22h
  • Wundert das? Bayern ist Gottesstaat, von König Maggus dem Ersten höchstselbst ausgerufen und hunderttausendfach bekreuzt. Für einen Gottesstaat zählt Homophobie zur Raison, weshalb es folgerichtig ist, dass sich "niemand" für Aufklärung interessiert.
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#3 mesonightAnonym
  • 24.11.2022, 14:36h
  • Wie feige diese Klientel immer wieder ist, obwohl mehrere es gehört haben, wird dreist geleugnet. Natürlich soll und muss man dem nachgehen, ich hoffe, dass die Medien hier ein bisschen Druck machen. Solche Typen kotzen mich einfach nur an!
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