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Reaktionen auf "LGBT-Propaganda"-Gesetz

"Das System Putin ist widerlich"

In Deutschland und anderen westlichen Ländern gibt es scharfe Kritik am neuen russischen Gesetz gegen "LGBT-Propaganda".


Kathrin Vogler ist seit Januar queerpolitische Sprecherin der Linksfraktion (Bild: Jennifer Kölker / wikipedia)

  • 25. November 2022, 10:06h 7 2 Min.

Am Donnerstag hatte das Unterhaus der Duma einer Verschärfung des Gesetzes gegen "LGBT-Propaganda" zugestimmt (queer.de berichtete). Daran gibt es scharfe Kritik: Die FDP-Politikerin Renata Alt, die Chefin des Bundestagsausschusses für Menschenrechte, erklärte etwa auf Twitter: "LGBTQ-Inhalte als 'Propaganda' zu bezeichnen ist absurd – das Gesetz ist menschenverachtend!"

/ RenataAlt_MdB
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Besonders deutlich äußerte sich Kathrin Vogler, die queerpolitische Sprecherin der Linksfraktion: "Während der Widerstand gegen den Krieg und die Mobilmachung wächst, spielt das Regime die Stammtischkarte. Die russische Kriegspropaganda, die von Anfang an mit scharfer Queerfeindlichkeit durchsetzt war, richtet sich nun auch gegen den selbst definierten 'inneren Feind'", so die Abgeordnete aus Nordrhein-Westfalen. "Selbst Tschaikowski-Biografien werden nun nicht von Zensur verschont werden, denn jegliche Darstellung 'nicht traditioneller Beziehungen' wird verboten."

Für queere Menschen bedeute das neue Gesetz "einen umfassenden Maulkorb und eine massive Stigmatisierung", sagte Vogler weiter. "Schon die bisherigen Gesetze führten zu mehr Hass und Gewalt gegen queere Menschen, größtenteils gedeckt durch die staatlichen Institutionen. Meine Solidarität gilt allen queeren Menschen sowie ihren Organisationen und allen Kriegsdienstverweigerern. Das System Putin ist widerlich."

"Noch stärkere soziale Ausgrenzung"

Die Berliner LGBTI-Organisation Quarteera befürchtet nun eine "noch stärkere soziale Ausgrenzung" queerer Menschen. "So wird eine ganze Gruppe allein auf Grund ihrer Existenz verfolgt." Die internationale Gemeinschaft sei jetzt dazu verpflichtet, "sich für den Schutz von LGBTQ*+-Menschen einzusetzen und das nicht nur in Russland, sondern auch in anderen Ländern". Deutschland müsse daher queeren Russ*innen Schutz gewähren, die vor dem "Terrorregime" flüchteten.

Heute hat die russische Staatsduma in dritter Lesung einen Gesetzentwurf zum "Verbot von LGBT-Propaganda" verabschiedet....

Posted by Quarteera on Thursday, November 24, 2022
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Auch international stieß die geplante Gesetzesverschärfung auf scharfe Kritik. US-Außenminister Antony Blinken erklärte etwa auf Twitter, dass der Schritt "ein weiterer ernster Schlag für freie Meinungsäußerung und die Menschenrechte von queeren Personen in Russland" bedeute. "Wir appellieren an die russischen Abgeordneten, das Gesetz zurückzuziehen und die Menschenrechte und Würde aller zu achten", schrieb der Demokrat.

/ SecBlinken
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Dem neuen russischen Gesetz müssen noch Oberhaus und Präsident Wladimir Putin zustimmen, was als Formsache gilt. Es sieht Strafen von bis zu zehn Millionen Rubel (etwa 160.000 Euro) für alle vor, die über "nicht-traditionelle sexuelle Beziehungen" positiv reden. Bislang galten ähnliche Regelungen nur gegenüber Minderjährigen. Auch die "Bewerbung" von Geschlechtsangleichungen soll nun verboten werden. (dk)

-w-

#1 PeerAnonym
  • 25.11.2022, 11:42h
  • Wir müssen endlich Verfolgung aufgrund der sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität als generellen Asylgrund anerkennen, damit wenigstens die Menschen, denen die Flucht gelingt, hier ein dauerhaftes, sicheres Zuhause finden können.

    Daran wird sich die Regierung messen lassen müssen. Denn hier geht es um Menschenleben.
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#2 AnonAnonym
  • 25.11.2022, 14:21h
  • Antwort auf #1 von Peer
  • Soso!
    Während in unserem Land Transsexuelle Frauen seelen ruhig zusammen geschlagen werden können oder in öffentlichen Verkehrsmitteln bedroht werden, beleidigt werden als Schwuchteln ( Niemand von den Blödvolk erahnt was das für ein Leidensweg ist, bis sich die verhinderte Frau Outet. Es kann auch aus Angst vor Nachteilen Jahre dauern), angespuckt sonstwie Diskriminiert werden dürfen. Oder ihre Gräber geschändet werden. Erst hier zu Lande alles in Trockene Tücher bringen, denn hier liegt noch vieles zu sehr im argen. Denn Wir sind tatsächlich eine kleine Minderheit, nur ein T während das LSBi in in Behörden und Redaktionen abhängen und ihre Belange einbringen können auf die eine und andere weise. Hier wird zu Lande ein Fass geöffnet das sich später als Problem darstellt und alle sich als LSBITIQ.... bezeichnen während die Echten die Bank herunterfallen. Erzählen kann jemand vielen eine Überprüfung ist schwierig und Zeitaufwendig.
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#3 NichtsTunAnonym