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Großbritannien

Keine Werbung mehr für Katar in Londoner Bussen und Bahnen

Die städtische Verkehrsgesellschaft Transport for London wirbt nicht mehr für den queerfeindlichen Wüstenstaat. Als Reaktion darauf will Katar Investments in Großbritannien auf den Prüfstand stellen.


Symbolbild: Doppeldecker-Busse in London (Bild: McZarina / flickr)

Aus Kritik an Menschenrechtsstandards im WM-Gastgeberland Katar wird in Londoner Bussen und U-Bahnen keine Werbung mehr für den Wüstenstaat gemacht. Die städtische Verkehrsgesellschaft Transport for London bestätigte der "Financial Times", dass seit dieser Woche keine solchen Anzeigen mehr gezeigt würden, wie die Zeitung am Samstag berichtete (Bezahlartikel).

Bereits vor einigen Jahren hatte das Verkehrsunternehmen auf Anweisung des Londoner Bürgermeisters Sadiq Khan Werbung etwa aus Ländern, in denen Homosexualität strafbar ist, unterbunden – allerdings gab es rund um die Fußball-Weltmeisterschaft dennoch zunächst eine Tourismuskampagne aus Katar auf Londoner Werbetafeln.

Investitionen aus Katar in London omnipräsent

Katar will als Reaktion darauf bestehende und geplante Investments in London und anderen britischen Städten auf den Prüfstand stellen, wie die "Financial Times" unter Berufung auf eine involvierte Quelle berichtete. Diese sagte der Zeitung, man habe den Eindruck, dass katarische Investitionen in der britischen Hauptstadt nicht willkommen seien und warf den Briten Doppelmoral vor. Eine offizielle Stellungnahme gab es zunächst nicht aus Katar.

Aktuell sind Investitionen aus Katar in London omnipräsent: So gehört das Luxuskaufhaus Harrods katarischen Investoren genauso wie das Mega-Hochhaus "Shard". Auch am größten britischen Flughafen Heathrow und mehreren Hotelketten halten die Kataris Anteile. Außerdem ist der Wüstenstaat im Energiebereich ein wichtiger Lieferant für das Vereinigte Königreich. (dpa/cw)

11 Kommentare

#1 PeerAnonym
  • 27.11.2022, 10:01h
  • Damit zeigt TfL (Transport for London), dass sie (ähnlich wie REWE und andere) mehr Rückgrat, Anstand und Gewissen haben als Fußballer und die Sponsoren dieser WM.
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#2 swimniAnonym
  • 27.11.2022, 11:09h
  • ist gut. aber wir dürfen uns erinnern, dass fast alle homoparagraphen in afrika etc. aus der brit. kolonialzeit stammen. dazu sollte mal gb eine aufklärungs- und entschuldigungskampagne einläuten - es als irrtum bezeichnen - ob das in afrika eindruck macht ist allerdings zweifelhaft.
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#3 FiBuAnonym
  • 27.11.2022, 11:39h
  • Antwort auf #2 von swimni
  • "ist gut. aber wir dürfen uns erinnern, dass fast alle homoparagraphen in afrika etc. aus der brit. kolonialzeit stammen. dazu sollte mal gb eine aufklärungs- und entschuldigungskampagne einläuten - es als irrtum bezeichnen - ob das in afrika eindruck macht ist allerdings zweifelhaft."

    Die Welt dreht sich weiter. Es sind wohl kaum die Briten schuld, dass Jahrzehnte lang keine Entwicklung der Gesetzgebung in anderen Ländern passiert. Auch sind bspw. Scharia-Gesetze, die allzuoft in Islamischen Ländern angewandt werden, wohl kaum britisch aufoktroyiert.

    www.lsvd.de/media/doc/1245/ger_ilga_world_map_sexual_orienta
    tion_laws_dec2020.png
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#4 FennekAnonym
#5 FennekAnonym
  • 27.11.2022, 11:58h
  • Antwort auf #1 von Peer
  • Es gibt ein ganz einfaches Gegenmittel, wie jeder seinen Protest ausdrücken kann:

    Einfach in Zukunft keinen Fußball mehr gucken. Da geht es eh nicht mehr um Sport, sondern nur noch um das ganz große Geld und sonst um gar nichts mehr.

    Und da es da nur noch um Geld geht, sollte man natürlich auch die Sponsoren boykottieren. Das wird früher oder später Wirkung zeigen.

    Einige Sponsoren dieser WM, die daran festhalten, sind z.B.: The Coca-Cola Company, McDonald's, Budweiser, VISA, Hyundai und Adidas.
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#6 YannickAnonym
  • 27.11.2022, 12:36h
  • Antwort auf #5 von Fennek
  • Sehe ich ähnlich.

    Wenn es im Fußball nur noch um Geld geht, erreicht man die auch nur noch, indem man dieselbe Sprache spricht: die Sprache des Geldes.

    Mit Appellen und Argumenten erreicht man bei solchen Leuten gar nichts. Die reagieren erst dann, wenn es ihnen ums Geld geht. Deswegen sind Boykotte die einzige Möglichkeit in solchen Fällen etwas zu ändern.
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#7 swimniAnonym
  • 27.11.2022, 16:15h
  • Antwort auf #4 von Fennek
  • wenn man diese länder begreifen will, dann sollte man nicht so eindimensional argumentieren. natürlich sollten diese länder sich weiterentwickeln (hat jemand des gegenteil behauptet?), aber und gerade mit hilfe des schuldeingeständnisses der briten, die ja auch nicht soooo an der toleranzfront stehen.
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#8 FurchtbarAnonym
  • 27.11.2022, 17:24h
  • Was haben denn die britischen Kolonialgesetze mit der Schariagesetzgebung in Katar zu tun? Dieses ewige Realtiviere nervt nur noch.. nicht an allem sind die Europäer schuld..
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#9 waldvorbäumenAnonym
  • 27.11.2022, 18:36h
  • Antwort auf #7 von swimni
  • Alles und jede*r kann jederzeit zerredet werden. Nur eine Frage der Absicht, die verfolgt wird.
    Genauso könnte jedem Unternehmen, das sich gerade von der Blut-WM distanziert, unterstellt werden, dass dies berechnend aus reinen PR-Motiven geschieht.
    Das wäre dann analog zum Iran, der Kritik an Deutschland wegen unserer Geschichte für inakzeptabel hält oder analog zu Gabriel, der mal eben allen, die Katar und die FIFA kritisieren, westliche Arroganz und Intoleranz gegenüber anderen Kulturen unterstellt.
    Selbst berechtigte oder wahre Aussagen bewirken in Gewichtung und Kontext dann lediglich, dass die eigentliche Aktion oder die eigentliche Aussage konterkariert wird. Was wiederum nicht selten auch die eigentliche Absicht ist.
    Ob dies bei dir der Fall ist, kannst du nur für dich selbst beantworten.
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#10 swimniAnonym