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Polizeibericht
Berlin: Polizei nimmt 16-jährigen transfeindlichen Gewalttäter fest
In einem Imbiss im Bezirk Neukölln wurde eine 27-jährige trans Frau am Sonntagabend aus einer Gruppe heraus beleidigt, bespuckt und geschlagen. Einer der mutmaßlichen Täter konnte geschnappt werden.
- 28. November 2022, 10:46h 2 Min.
Ein Jugendlicher, der am Sonntagabend eine trans Frau in Berlin-Neukölln geschlagen haben soll, wurde durch Polizeieinsatzkräfte festgenommen. Das meldete die Polizei der Hauptstadt am Montagmittag.
Nach bisherigem Kenntnisstand betrat die 27-Jährige gegen 21 Uhr einen Imbiss an der Kreuzung Karl-Marx-Straße, Flughafenstraße und Fuldastraße und soll dort aus einer vier- bis fünfköpfigen Gruppe heraus beleidigt worden sein. Zudem sollen die Männer an ihren Armen gezogen haben, einer soll sie bespuckt und ein weiterer mit der Faust in ihr Gesicht geschlagen haben.
Die 27-Jährige wurde leicht verletzt
Alarmierte Polizeieinsatzkräfte nahmen noch in der Nähe einen tatverdächtigen 16-Jährigen fest. Er kam auf einen Polizeiabschnitt, wo er von einem Erziehungsberechtigen abgeholt werden musste. Die weiteren Personen aus der Gruppe entkamen.
Die 27-Jährige wurde leicht verletzt und will sich eventuell später noch ärztlich behandeln lassen. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt hat – wie bei Hasskriminalität üblich – die weiteren Ermittlungen übernommen. Nähere Angaben zu den Angreifern wurden im Polizeibericht nicht gemacht.
Berliner Polizei für queerfeindliche Gewalt sensibilisiert
Immer wieder gibt es aus Berlin Berichte über queerfeindliche Übergriffe, da die Berliner Polizei mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt publik macht und diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit meldet.
Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner*innen für LGBTI. (cw/pm)














