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Folterstrafen

Afghanistan lässt mutmaßliche Homosexuelle öffentlich auspeitschen

Die Taliban gehen wieder härter gegen "Moral-Verbrechen" vor – darunter auch Homosexualität.


Taliban-Kämpfer im Jahr 2021 (Bild: Voice of America News / PD)

Die Taliban haben drei Frauen und neun Männer vor tausenden Schaulustigen in einem Fußballstadion ausgepeitscht, unter anderem wegen Homosexualität. Das berichtet die britische BBC unter Berufung auf Taliban-Sprecher Omar Mansour Mudschahid aus der ostafghanischen Provinz Lugar.

Laut dem Bericht hätten die betroffenen Personen wegen "Moralverbrechen" je 21 bis 39 Peitschenhiebe erhalten. Diese "Verbrechen" schlössen laut BBC "Ehebruch, Raub und homosexuellen Sex" ein. Es soll sich dabei um die zweite öffentliche Auspeitschung seit Machtübernahme der Taliban vor 15 Monaten handeln. Die drei Frauen seien danach freigelassen worden, einige der Männer seien in ein Gefängnis überstellt worden, hieß es weiter. Es sei aber unklar, wie viele der Männer noch inhaftiert seien.

Während der ersten Herrschaft der Taliban von 1996 bis 2001 wurden Folterstrafen und sogar Hinrichtungen immer wieder öffentlich im Nationalstadion von Kabul durchgeführt. Homosexuelle durften nach Scharia-Recht zu Tode gefoltert werden. Auch lesbische Frauen, die unter den Taliban wegen ihres Geschlechts vollständig entrechtet werden und ihr Gesicht nicht öffentlich zeigen dürfen, kann die Maximalstrafe treffen.

Auch nach der Absetzung des Taliban-Regimes im Rahmen der US-geführten geführten Intervention "Operation Enduring Freedom" mussten sich Homosexuelle nach 2001 im Land verstecken. Laut einem Menschenrechtsbericht des amerikanischen Außenministeriums aus dem Jahr 2017 hätten queere Menschen berichtet, "dass sie Diskriminierung, Angriffen, Vergewaltigungen und Verhaftungen durch Sicherheitsbehörden und die Gesamtgesellschaft ausgesetzt" seien. Ferner hätten sie "keinen Zugang zu bestimmten Gesundheitsdiensten". LGBTI-Organisationen hätten demnach im Untergrund arbeiten müssen, weil sie von der Regierung nicht als Menschenrechtsvereine anerkannt worden seien.

Die deutsche Bundesregierung hat erst im vergangenen Monat ein Aufnahmeprogramm für Afghan*innen vorgestellt, das ausdrücklich auch queere Opfer des Taliban-Regimes berücksichtigt (queer.de berichtete). (dk)

#1 PrideProfil
#2 KölnfischAnonym
  • 28.11.2022, 18:51h
  • Antwort auf #1 von Pride
  • Sende Deine Frage besser direkt an Sven Lehmann: www.gruene-bundestag.de/abgeordnete/infos-zur-person/sven-lehmann
    Dort sind 2 mögliche email-Adressen angegeben.
    Es ist vorsichtigerweise davon auszugehen,
    dass Sven Lehmann eher auf Grindr unterwegs ist als auf www.queer.de - Also besser direkt an ihn die Frage schicken
  • Antworten » | Direktlink »
#3 SvenAnonym
#4 PetterAnonym
  • 29.11.2022, 13:41h
  • Frau Faeser wird jetzt bestimmt sagen, dass die sich doch verstecken können, oder?
  • Antworten » | Direktlink »