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Fall aus den Achtzigern und Neunzigern
USA: Serienkiller soll bis zu 25 Schwule getötet haben
Vor mehr als einem Vierteljahrhundert nahm sich Serienkiller Herb Baumeister das Leben. Nun will ein Gerichtsmediziner seine Opfer identifizieren.

Herb Baumeister in einem Interview mit dem Lokalfernsehen
- 28. November 2022, 15:03h 3 Min.
Behörden im US-Bundesstaat Indiana vermuten, dass der verstorbene Serienkiller Herb Baumeister in den Achtziger- und Neunzigerjahren bis zu 25 schwule Männer auf seinem Anwesen in Westfield ermordet hat. Bislang konnten nur sieben der Opfer identifiziert werden – sie waren zwischen 20 und 46 Jahre alt. Dank besserer DNA-Analysen sollen nun weitere Opfer zugeordnet werden. Baumeister hatte seine Opfer in schwulen Bars angesprochen und sie anschließend an anderen Orten ermordet.
Der Hintergrund: Die Polizei hatte Anfang der Neunzigerjahre Ermittlungen eingeleitet, weil mehrere schwule Männer verschwunden waren. 1992 sagte ein Mann aus, dass ein Unbekannter einen Freund umgebracht und versucht habe, ihn selbst mit einem Gartenschlauch während eines Sexspiels zu erdrosseln. Drei Jahre später sah dieser Zeuge den Täter in einem Auto und notierte dessen Nummernschild. Baumeister – ein Besitzer von zwei Secondhand-Läden, der mit einer Frau verheiratet war und drei Kinder hatte – erlaubte anschließend der Polizei aber nicht, sein Anwesen zu durchsuchen. Schließlich stimmte die Ehefrau einer Durchsuchung 1996 zu, als Baumeister gerade im Urlaub war. Im Vorgarten wurden dann vergrabene menschliche Knochen entdeckt. Baumeister floh daraufhin nach Kanada und nahm sich dort das Leben. In einem Abschiedsbrief machte er seine gescheiterte Ehe und finanzielle Probleme für den Suizid verantwortlich, gab aber die Taten nicht zu.
Jeff Jellison, der kürzlich die Wahl zum Chef-Gerichtsmediziner des Bezirks Hamilton gewonnen hatte, erklärte im Lokalfernsehen: "In unserer Suche haben wir wohl 10.000 Knochen und Knochenfragmente entdeckt". Aus 100 Knochen könne DNA gewonnen werden. "Wir glauben, dass die Überrestee von bis zu 25 Menschen gefunden wurden", so der Mediziner.
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Jellison rief die Öffentlichkeit auf, Vermisste zu melden: "Viele wussten damals vielleicht nicht, dass ihr Verwandter schwul war", erklärte er. Daher würden viele nicht vermuten, dass ein Familienmitglied Opfer dieses Serientäters geworden sei. "Wenn ein Mann in ihrer Familie im Zeitraum von Mitte der Achtzigerjahre bis Mitte der Neunzigerjahre verschwunden ist, sollten Sie sich melden. Wir wissen nicht, ob alle dieser Männer schwul waren, aber wir wissen, dass es sich nur um Männer handelte", so Jellison. Verwandte sollten daher DNA-Proben abgeben.
Der Fall erinnert an den des Serienmörders Jeffrey Dahmer, der 1992 wegen 16 Morden an schwulen Männern in Wisconsin verurteilt wurde. Auch er hatte seine Opfer meist in schwulen Einrichtungen gesucht und zu sich nach Hause genommen, um sie dort zu ermorden. Dieses Jahr sorgte dieser Fall wegen einer Netflix-Verfilmung erneut für Schlagzeilen (queer.de berichtete).
Im US-Fernsehen gab es viele Dokus über Baumeister – darunter auch mehrere TV-"Ermittlungen" darüber, dass es in seinem Haus spuken soll ( etwa in "Paranormal Investigation of Fox Hollow Farm"). Laut einer Umfrage aus dem vergangenen Jahr glaubt 41 Prozent der US-Bevölkerung an Geister. (cw)
















Serienkiller : da ruft doch gerade ein Pfaffe dazu auf ..ungestraft darf er das tuen in den USA...an der Wand das Kruzifix darunter der fette Waffenschrank
www.youtube.com/watch?v=L61723RQpb8&t=42s