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Zickenkrieg

George Takei: William Shatner ist ein "streitsüchtiger alter Mann"

Sulu-Darsteller George Takei legt gegen William Shatner nach: Er nennt seinen ehemaligen "Star Trek"-Co-Star unter anderem einen "streitsüchtigen alten Mann". Shatner hatte ihn zuvor als "verbittert" bezeichnet.


George Takei (l.) als Sulu und William Shatner als Captain Kirk in "Raumschiff Enterprise" (Bild: Paramount)

George Takei (85) legt im jahrzehntealten Streit mit seinem ehemaligen "Star Trek"-Kollegen William Shatner (91) nach. Im Gespräch mit der britischen Zeitung "The Guardian" bezeichnet der Sulu-Darsteller Shatner als "Primadonna" und "streitsüchtigen alten Mann".

William Shatner: George Takei ist "verbittert"


William Shatner im Jahr 2020 (Bild: Super Festivals / wikipedia)

Seitdem die beiden in den 1960er Jahren gemeinsam in der Kultserie "Raumschiff Enterprise" spielten, liegen sich Takei und Shatner in den Haaren. Erst kürzlich bezeichnete Kirk-Darsteller Shatner im Gespräch mit der britischen "Times" seinen schwulen Co-Star als "verbitterten Menschen". Er habe nie aufgehört, seinen "Namen zu beschmutzen".

Shatner attackierte in dem Interview auch seine anderen "Star Trek"-Kolleg*innen. "Ich begann irgendwann zu verstehen, dass sie es für die Publicity taten", sagte er. "Sechzig Jahre später sind sie immer noch auf dieser Schiene unterwegs. Finden Sie das nicht auch ein bisschen seltsam? Es ist wie eine Krankheit."

Takei über Shatner: "Er war selbstverliebt"


George Takei im Jahr 2019 (Bild: Super Festivals / wikipedia)

George Takei wirft nun im "The Guardian" wiederum Wiliam Shatner vor, mit seinen Tiraden nur Publicity generieren zu wollen. Dieses Spiel wolle Takei nicht mitmachen: "Also habe ich beschlossen, dass ich seinen Namen nicht brauche, um Werbung zu machen". Doch da er im Interview schon in die Falle getappt sei, legt Takei nach. Er nennt Shatner einen "streitsüchtigen alten Mann".

In den 1960er Jahren, bei der Arbeit an der ersten "Star Trek"-Serie, seien alle Schauspieler*innen gut miteinander ausgekommen. Nur Shatner habe sich wie eine Primadonna benommen. "Er war selbstverliebt", erinnert sich Takei. "Er genoss es, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Alle mussten nach seiner Pfeife tanzen." (cw/spot)

#1 Team SuluAnonym
  • 29.11.2022, 11:05h
  • Das ist nicht das erste Mal, dass man dies in den letzten Jahrzehnten über Shatner hört. Und wer Takei in den sozialen Medien folgt, weiss ziemlich gut einzuschätzen, was vom albernen Vorwurf, er sei verbittert, zu halten ist.

    Als jemand, der Mitte der 70er geboren wurde, hattw ich das Glück, dass es in meiner Jugend zwei populäre Star-Trek-Captains zur Auswahl gab. Kirk mochte ich nie, wohl aber die Crew, insbesondere Chekov und Sulu. Deshalb habe ich TOS und die Filme natürlich trotz Shatner/Kirk geschaut. Dennoch war und ist Picard immer mein Favorit der beiden gewesen, bzw. ist es nach wie vor. Als fiktive Figur nicht das obligatorisch primitive lass ma drum kloppen-Alphamännchen, sondern eine humanistische, friedliche und diplomatische Figur, die aber auch Emotionen hat und ihre immer menschlichen Standpunkte vehement vertritt und verteidigt.

    Wenig überraschend, dass sowohl Shatner, als auch Patrick Stewart in ihren Charakteren überzeugend agieren, da beide nicht gerade geringe Selbstanteile in ihr jeweiliges Spiel einbauten und einbauen. Und diplomatisch formuliert: Meine Sympathie für Shatner ist über die Jahrzehnte nicht größer geworden.
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#2 elimAnonym
  • 29.11.2022, 13:14h
  • Antwort auf #1 von Team Sulu
  • Nanana, nicht so voreilig: an ihren Taten sollst du sie beurteilen - und ich mein nicht nur Shatners Regiearbeit an Star Trek IV.

    Also, mal sehen: Shatner schreibt mit Hilfe der Reeves-Stevens Star Trek Fanfiction, züchtet Dobermänner und läßt sich ins All schießen.

    Takei outet sich zu einem polit-strategisch guten Zeitpunkt und ist seither deutlich vernehmbare öffentlice Stimme für queere Anliegen, Hat das dunkle Kapitel der Inhaftierung japanisch-stämmiger Amerikaner im 2. Weltkrieg in einer Graphic Novel aufgearbeitet und spielt zumindest gelegentlich bei nichtkommerziellen StarTrek Fanprojekten mit.

    Schwere Entscheidung, nicht wahr?

    Mein persönlicher Captain ist übrigens Sisko.
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#3 Team SuluAnonym
  • 29.11.2022, 13:56h
  • Antwort auf #2 von elim
  • Mag sein, dass ich es falsch lese, deshalb frage ich:
    Ich habe nicht gesagt, dass ich Shatner gut finde. Eher das Gegenteil (was aber nicht soweit geht, dass ich ihn "hasse" - er ist mir einfach seit Kindertagen unsympathisch).

    Takei hingegen fand ich immer schon gut - damals in der Rolle, mit den Jahren natürlich auch das, was er "nebenbei" machte - von Verbitterung, wie Shatner ihm vorwirft, keine Spur.

    Ich lese es aber so, als glaubtest du, ich fände Shatner klasse? Falls ja: Definitiv nicht.
    Deshalb ja auch mein Verweis auf Stewart/Picard, weil die damals für mich als 12-/13-jähriger beide zur Auswahl standen, der eine noch im Kino, der andere im TV. Und da fiel meine bevorzugte Wahl eben auf die NCC-1701-D.

    DS9 kam später - aber wenn du Sisko schon mit einbringst: Jau, der würde sich mit Picard bei mir tatsächlich um die Krone kloppen, bildlich gesprochen - ich mag die beiden Figuren gleich gern.
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#4 elimAnonym
  • 29.11.2022, 15:06h
  • Antwort auf #3 von Team Sulu
  • Als ende der 70er-geborener ist DS9 die erste Serie für mich, die ich als "neu" wahrgenommen hab, auch wenn es da noch 2 Staffeln TNG in "frisch" geben sollte. Aber keine Sorge, ich hab dich schon richtig verstanden - der Eröffnugssatz war ein etwas verschrobenes Stilmittel, erst scheinbar zu widersprechen um dann Deine Position zu stärken.

    Ach ja: und Asche über mein Haupt, ich meinte natürlich Star Trek V den Shatner so verhunzt hat..
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#5 -Nog-Anonym
  • 29.11.2022, 17:34h
  • Dass sich Shatner wie ein eitler Pfau aufführte und die Leute am Set nach seiner Nase tanzen sollten habe ich jetzt merkwürdigerweise schon öfter gehört. Klingt fast so als habe der gute Mann nicht begriffen, dass er nicht der Captain am Set war sondern nur innerhalb der Geschichte. Innerhalb der Dreharbeiten sollte man annehmen, dass er so ziemlich gleichberechtigt mit den anderen war.
    Picard ist leider dank Patrick Stewart ziemlich den Bach runtergegangen. Der Mann hat ja durch sein fleißiges Engagement dazu beigetragen seine ikonische Figur mit der neuen picard-serie völlig zu dekonstruieren. Nix mehr charakterkonform...Sisko ist sicherlich auch mein lieblings Captain. Avery Brooks hat allerdings absolut keinen Bock mehr auf Star Trek und ist da wohl schon lange rausgewachsen. War aber auch schon ewig nicht mehr vor der Kamera...
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#6 rejtinsAnonym