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Interview mit Bild TV

Katars Energieminister: "LGBTQ nicht akzeptabel"

An der queerfeindlichen Gesetzgebung seines Landes werde sich nichts ändern, sagte Katars Energieminister Saad Scherida Al-Kaabi. Der Westen könne nicht diktieren, "dass wir unsere Religion ändern müssen".


Saad Sherida al-Kaabi ist seit 2018 Energieminister von Katar (Bild: Presidential Press and Information Office of Azerbaijan / wikipedia)

  • 30. November 2022, 03:20h 21 2 Min.

Der katarische Energieminister Saad Scherida Al-Kaabi hat Änderungen im Umgang mit queeren Menschen in seinem Land infolge der Fußball-WM eine Absage erteilt. "Als Muslime glauben wir daran, dass LGBTQ nicht akzeptabel ist in unserer Religion", sagte Al-Kaabi in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit Bild TV. "Das islamische Gesetz akzeptiert LGBTQ nicht."

Internationale Kritik an der Haltung Katars in dieser Frage wies er zurück. "Der Westen will uns das diktieren, was er will", sagte er. Es werde verlangt, "dass wir als Kataris uns verändern müssen. Dass wir unsere Religion, unseren Glauben ändern müssen." Dies sei "nicht akzeptabel". Der Energieminister weiter: "Wo ist mein Menschenrecht, das zu wählen, was ich für meine Religion, mein Land, meine Kinder und meine Familie will?"

In Katar steht auf Homosexualität eine mehrjährige Haftstrafe. Nach Scharia-Recht ist sogar die Verhängung der Todesstrafe für muslimische Gläubige möglich.

Kritik an Innenministerin Faeser

Angewidert zeigte sich Al-Kaabi auch über die Debatte über das Tragen der "One Love"-Binde bei der Fußball-WM: Die Menschen sollten "sich an die Regeln halten", wenn man ein Land besuche, so der Minister im Interview mit Bild TV. Dies gelte auch für Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD), die bei ihrem Stadionbesuch in Katar eine solche Binde trug. "Ich glaube nicht, dass es von Menschen begrüßt wurde. Wenn ich als Regierungsvertreter ein anderes Land besuche und weiß, dass das Land von einer speziellen Geste [...] angegriffen ist, dann würde ich das respektieren."

Der Energieminister hatte vor Veröffentlichung des Interviews das Gas-Abkommen mit Deutschland unterzeichnet. Ab 2026 liefert Katar der Bundesrepublik jährlich zwei Millionen Tonnen LNG-Flüssiggas. (cw/AFP)

-w-

#1 HahaAnonym
  • 30.11.2022, 05:38h
  • Traurig wieviel Zustimmung der katarische Minister in der Bild Kommentarspalte bekommt. Da zeigt sich mal wieder die homofeindliche Gesinnung unserer Landsleute.
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#2 TraurigAnonym
  • 30.11.2022, 07:25h
  • Ich würde gerne jedem schwulen Katarbewohner die Möglichkeit geben zu uns zu kommen und hier offen und frei zu leben. Wäre doch super, wir nehmen nicht nur euer Gas, wir nehmen auch die Schwulen.
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#3 KilianEhemaliges Profil
  • 30.11.2022, 07:53h
  • Herr Hitzlsperger, der so etwas wie der LGBT*IQ Sonderbotschafter des DFB ist, hat das Thema Menschenrechte vor dem letzten Spiel der Deutschen live im ARD-Studio für beendet erklärt, da er genervt ist, die Spieler genervt sind, der DFB genervt ist und die Zuschauer genervt sind.

    Aber Menschenfeinde wie er haben ja auch die Lüge postuliert, dass Propagandaspiele wie die aktuelle WM zu einer Verbesserung der Menschenrechtslage führen werden. Wenn also ein Regierungsmitglied von Katar öffentlich verkündet, dass Hitzlsperger und Co Scheiße erzählen, kann man zumindest nachvollziehen, dass dieselben das Gespräch darüber beenden wollen, um nicht in die missliche Lage zu geraten, ihre Falschaussagen rechtfertigen und korrigieren zu müssen.

    Wer solche "Freunde" und "Alliierte" hat, braucht auch keine Feinde mehr.
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