Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?43973

Berlin

Queeres Jugendzentrum Q*ube mit Respektpreis ausgezeichnet

Dieses Jahr ging der Respektpreis an ein Berliner Jugenzentrum, das ein "breites Feld an verschiedenen Aktivitäten" anbietet. Außerdem stellte die Berliner Polizei ihre Kriminalitätsstatistik queerfeindlicher Übergriffe vor.


Der Respektpreis wird jedes Jahr vergeben (Bild: LSVD Berlin-Brandenburg)

  • 30. November 2022, 14:32h, noch kein Kommentar

Das Berliner Bündnis gegen Homophobie hat am Mittwochmittag das queere Jugendzentrum Q*ube mit dem Respektpreis 2022 ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung in der Bar 260 Grad in Friedrichshain gab Vielfaltssenatorin Lena Kreck (Linke) den diesjährigen Preisträger bekannt. Die Veranstaltung war mit einem Grußwort von Regierungschefin Franziska Giffey (SPD) eröffnet worden.

Laudator Hendrik Kosche, der Kulturreferent der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, würdigte das "breite Feld an verschiedenen Aktivitäten", das im Q*ube angeboten werde, unter anderem "Beratungsangebote zum Coming-out, zu familiären Problemen, immer wieder aufkommenden Diskriminierungen" sowie das Bereitstellen eines Raumes für "Fragen zur Queerness, Schule oder einfach nur zum Quatschen". Der Jugendclub schaffe somit einen Ort, "der auch und gerade von der Mitbestimmung seiner Besucher*innen lebt", so Kosche.

Erst kürzlich kam es zu queerfeindlichen Drohungen gegen den Q*ube. Dies zeige, dass Schutzräume für die queere Community wichtig seien und erhalten bleiben müsste, erklärte daraufhin die Linkspartei Neukölln. Unterstützung kam auch von Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD), der das Zentrum besuchte.


Solidarität mit dem Q*ube Berlin! Freitag Abend wurden Mitarbeitenden und Jugendliche im Q*ube Berlin bedroht. Der...

Posted by DIE LINKE. Neukölln on Thursday, October 27, 2022
Facebook / DIE LINKE. Neukölln
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe

Für den Respektpreis nominiert waren zudem die Initiative Nodoption – Elternschaft anerkennen, die Fotoausstellung "Queerness in Photography" im C/O Berlin und die Drag-Queen KurdischeKween (queer.de berichtete).

Kriminalstatistik: Etwas mehr queerfeindliche Übergriffe

Im Rahmen der Preisverleihung stellte der Leiter der Zentralstelle für Prävention und Antisemitismusbeauftragte der Polizei Berlin, Kriminaldirektor Winfrid Wenzel, die aktuelle Kriminalitätsstatistik queerfeindlicher Übergriffe für das Jahr 2022 vor. Im Bereich der Hasskriminalität gegen die sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität wurden für Berlin bisher 386 Fälle registriert und damit eine geringfügig höhere Anzahl als im selben Zeitraum des vergangenen Jahres (369 Fälle). "Die Fallzahlen befinden sich damit weiterhin auf einem hohen Niveau, welches gemeinsame Anstrengungen erfordert. Das gilt insbesondere angesichts eines konstant hohen Dunkelfeldes. Unser Ziel ist es, das Dunkelfeld zu erhellen, indem wir weiterhin über Vernetzung und enge Zusammenarbeit die Betroffenen von Hasskriminalität zu mehr Vertrauen und konsequenterem Anzeigeverhalten motivieren", so der Kriminaldirektor.
 
Präsentiert wurde außerdem die neue Plakatkampagne des Bündnisses gegen Homophobie, das sich im Rahmen des diesjährigen Schwerpunktthemas "diskriminierungssensible Sprache" der Problematik von Hatespeech und digitaler Gewalt widmet. Unter dem Slogan "Hass ist keine Meinung" wird die von der Berliner Agentur Heldisch erstellte Kampagne ab Januar 2023 im Berliner Stadtbild zu sehen sein. Die Wall GmbH stellt zur Verbreitung der Kampagne über 3.000 Werbeflächen, analog wie digital, im gesamten Berliner Stadtgebiet zur Verfügung, darunter die aufmerksamkeitsstarke Digital Poster Gallery im U-Bahnhof Friedrichstraße.

Der Respektpreis wird vom 2009 gegründeten Bündnis gegen Homophobie vergeben, einer vom LSVD-Landesverband im Rahmen der Initiative "Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt" (IGSV) gestarteten Vereinigung. Darin engagiert sich die Berliner Zivilgesellschaft für die Anerkennung von queeren Lebensweisen. Insgesamt gehören dem Bündnis 132 Verbände, Vereine und Firmen als Mitglieder an, darunter Coca-Cola, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Evangelische Kirche.

Die Mitglieder wählen jedes Jahr den Sieger oder die Siegerin des Respektpreises. Ausgezeichnet wird damit herausragender Einsatz für die Akzeptanz von queeren Menschen. Im letzten Jahr war bei einer Online-Preisverleihung die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Kreisverband Berlin Spree-Wuhle e.V. ausgezeichnet worden (queer.de berichtete). (pm/cw)

Anerkennung und Respekt für LSBTI* Berliner*innen: Vivantes – Leben in Berlin wird Mitglied im Bündnis gegen...

Posted by Bündnis gegen Homophobie on Wednesday, July 20, 2022
Facebook / Bündnis gegen Homophobie
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe