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Fußball-WM

FIFA ermittelt wegen homophober Fangesänge gegen Mexiko

Erneut stehen die mexikanischen Fans wegen der notorischen homosexuellenfeindlichen Fangesänge am Pranger.


Lateinamerikanische Fans wollen auch bei der WM nicht auf die gewohnten homophoben Gesänge verzichten

  • 1. Dezember 2022, 16:24h, noch kein Kommentar

Der Fußball-Weltverband FIFA ermittelt nach dem WM-Ausschieden Mexikos gegen den Verband wegen eines Fehlverhaltens der Fans. Die Disziplinarkommission habe wegen Gesängen der Fans beim 2:1 gegen Saudi-Arabien Ermittlungen aufgenommen, teilte die FIFA am Donnerstag mit. Der mexikanische Verband erklärte, die FIFA ermittle wegen möglicher homophober Rufe der mexikanischen Fans. Die eigenen Anhänger*innen hätten sich jedoch während des gesamten Turniers in Katar gut verhalten.

Bereits nach dem ersten WM-Spiel Mexikos gegen Polen hatte die FIFA wegen des gleichen Vergehens Ermittlungen eingeleitet. Mexikanischen Medien zufolge droht dem Verband wegen des wiederholten Vorfalls dieser Art nun eine härtere Strafe.

Zudem ermittelt die FIFA nach homophoben Fangesängen gegen Ecuador (queer.de berichtete). Details, welche Beleidigungen gefallen sein sollen, nannte der Weltverband nicht.

Mexikanische Fans sind berüchtigt für ihre homophoben Fangesänge. Die FIFA hatte das mittelamerikanische Land in den letzten Jahren schon mehr als ein Dutzend Mal dafür bestraft, etwa mit Geisterspielen in der Qualifikation. In der Regel riefen Fans, oft zum Torabstoß, "Puto", in Richtung des gegnerischen Torwarts. Der Begriff kann mit "Schwuchtel" oder "Stricher" übersetzt werden. Der mexikanische Verband drohte daher Fans, die wegen derartiger Gesänge erwischt werden, mit fünf Jahren Stadionverbot (queer.de berichtete). (dpa/cw)