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Wien (queer.de) - Heute vormittag haben 20 Personen vor der russischen Botschaft und der Russisch-Orthodoxen Kirche in Wien gegen ein Verbot des für 27. Mai geplanten CSD in Moskau demonstriert. Der Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow hatte angekündigt, die Parade nicht zu genehmigen. Er begründet seine Ablehnung mit der negativen Einstellung der Bevölkerung. "Wir haben ein Schreiben für Botschafter Stanislaw Ossadtschij übergeben”, berichtet Christian Högl, Chef der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien, die gemeinsam mit den Grünen andersrum die Kundgebung organisiert hat. "Darin fordern wir Präsident Wladimir Putin und die russische Regierung auf, dafür zu sorgen, dass die Parade im Rahmen des Festivals 'Moscow Pride 06' wie geplant stattfinden kann – wenn nötig durch Ausübung entsprechenden Drucks auf Bürgermeister Luschkow.” (pm)



11 Kommentare

#1 TomAnonym
#2 NilsAnonym
  • 02.03.2006, 16:41h
  • Ich finde es echt beschämend, dass nur 20 Leute sich für internationale Gleichstellung von Schwulen und Lesben interessieren!

    Interessieren sich denn echt nur noch alle für Partys, Klamotten und Sex? (bei den CSDs geht es ja auch zur Hauptsache nur noch um Party und Bekanntschaften)

    Wenn wir tatsächlich so oberflächlich sind, haben wir wohl wirklich keine Gleichstellung verdient!!

    Sorry, aber ist so!

    Nils
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#3 SaschaAnonym
  • 02.03.2006, 17:36h
  • Vorsicht, @Nils!

    "Wir" - wie jeder andere auch - haben selbstverständlich die "Gleichstellung" verdient.

    Aber ohne ein höheres Maß an politischem Engagement und Selbstbewusstsein werden wir sie in der Tat niemals erreichen!
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#4 GELBE TONNEAnonym
  • 02.03.2006, 17:56h
  • Gleichstellungen wurden noch n i e in der Geschichte verdient.
    Sie wurden immer erkämpft, mit mehr oder weniger erfolgsversprechenden methoden.
    rechte die nicht verteidigt werden, werden
    immer stück für stück zurückgeschnitten
    "reformiert", heißt das nach umdeutung.

    in einem anderen bereich hoffe ich, dass mein müll noch wochenlang liegen bleibt,
    wenn verdi dafür standhält.
    manchmal stinkt die geschichte.
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#5 rogerAnonym
  • 02.03.2006, 20:01h
  • nils hat schon irgendwie recht.....

    die csd´s sind eigentlich nur noch bunte party´s, bei denen zwar nach rechten "gefragt" wird, aber sie werden nicht gefordert! ich habe ja nichts gegen party..... aber ich habe auch forderungen!!!!
    solange wir nur um gleiche rechte bitten, wird das eine sehr langwierige angelegenheit werden.

    also kommt da nur eine demo in frage, in der wir schwulen und lesben unser gleiches recht fordern, was ehe, adg, steuer- und familienrecht angeht..... ----uuuh, ich glaube, jetzt schweife ich etwas vom thema ab...

    aber man sieht ja, was dabei herauskommt, wenn man NUR eine schwule demo ohne irgendwelchen schnickschnack macht... nur ein kleines häufchen aktivisten findet sich ein....
    weil den meisten anderen ein "nur demonstrieren" eben keinen spass macht!!!

    ---was soll man dazu noch sagen?!
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#6 @nilsAnonym
#7 SaschaAnonym
  • 03.03.2006, 10:31h
  • @roger:

    Dein wesentlicher Denkfehler in diesem Zusammenhang ist der, dass du unterstellst, mangelndes politisches Engagement sei ein spezifisch homosexuelles Problem - das ist es ganz bestimmt nicht. Allerdings haben viele Schwule und Lesben noch viel weniger als andere gelernt, dass ihnen gleiche Rechte zustehen!!! Woher denn auch?

    Sexualerziehung und alltägliche Homophobie - gerade auch unter Jugendlichen und an den Schulen - vermitteln jedem jungen Menschen das genaue Gegenteil!

    Deshalb nicht vorschnell urteilen, sondern mit konstruktiven Vorschägen gerade im Bereich der Erziehung, Bildung und Information um Veränderung kämpfen!!!
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#8 MalteAnonym
  • 03.03.2006, 14:42h
  • @Sascha:

    Mangelndes politisches Interesse (von Engagement mal ganz zu schweigen) ist sicherlich nicht nur ein Problem unter Schwulen und Lesben.

    Allerdings müssen Heteros auch nicht um Gleichstellung kämpfen, die haben sie eh schon.

    Gerade wenn man immer noch diskriminiert wird (nicht nur von der Gesellschaft, sondern auch von Politik und Wirtschaft) muss man eben besonders sensibilisiert für Politik sein.

    20 Teilnehmer sind noch nicht mal 1 % der Wiener Lesben und Schwulen. Wenn diese "Demo" überhaupt wahrgenommen wurde, hat sie wohl nur ein mitleidiges Lächeln geerntet.

    Da kann ich Nils leider nur zustimmen:
    wenn mehr als 99% der homosexuellen, bisexuellen und transsexuellen Männer und Frauen gleichgültig gegenüber Diskriminierung sind, dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn wir auch diskriminiert werden und wenn irgendwann die internationale Welle zurück ins Mittelalter auch Europa erreicht. (hat sie ja teilweise schon)

    Ich verlange gar nicht mal, dass Schwule und Lesben ihre gesamte Freizeit damit verbringen sich zu engagieren und durch Europa von Demo zu Demo zu reisen. Aber wenn nur schon 10 % der Betroffenen in Wien und der näheren Umgebung dahin gegangen wären, dann wären es DEUTLICH mehr als 20 Teilnhemer gewesen.

    Und man stelle sich nur mal vor, dass wenigstens die Hälfte sich auch für Gleichstellung interessieren würde... Dies wäre eine Macht, die keiner stoppen könnte. Aber da wir uns selbst ausbremsen, brauchen die Schwulenhasser sich nur entspannt zurückzulehnen und zu warten...
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#9 JanAnonym
  • 06.03.2006, 00:36h
  • Frauen kämpfen auch nicht alle um ihre Rechte, aber bei Schwulen ist es zum Teil doch sehr krass...

    Sex, Party und Klamotten, das interessiert die Jugend...nur einige wenige sind da ein bisschen vernünftiger und treten auch dafür ein, dass es eine Gleichstellung gibt.

    Ich gebe zu, ich bin nicht im LSVD oder in irgendeiner anderen Organisation, aber ich versuche mich im Alltag für Toleranz und Gleichberechtigung einzusetzen und in meinem Jurastudium auch die Rechte der Schwulen und Lesben unter die Lupe zu nehmen
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#10 walter millerAnonym
  • 06.03.2006, 02:19h
  • @malte:
    nach deiner rechnung gäbe es in wien nur 2000 schwule u. lesben....richtig sind ca. 300000 schwule u. lesben!
    homosexuellle sind immer noch das bekannte produkt einer machogesellschaft - Unterdrückte - daher auch das mangelnde engagement für fragen der gleichberechtigung! zur selbstachtung gehört auch mut u. den muss mann sich erst angewöhnen!
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