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US-Geisel
Russland tauscht lesbische Basketballerin Brittney Griner gegen "Händler des Todes" aus
Die zweifache Olympiasiegerin war seit Anfang des Jahres in Russland als Geisel festgehalten worden. Jetzt kam sie frei – Moskau erpresste damit die Auslieferung des Waffenhändlers Viktor Bout.

Brittney Griner (re.) kann nun zu ihrer Ehefrau Charelle zurückkehren (Bild: Instagram / brittneyyevettegriner)
- 8. Dezember 2022, 13:40h 3 Min.
Brittney Griner ist frei. Wie CBS News berichtet, wurde die 32-jährige Basketballerin am Donnerstag in den Vereinigten Arabischen Emiraten gegen den 55-jährigen Waffenhändler Viktor Bout (alias Wiktor But) ausgetauscht. Sie sei nun auf dem Weg nach Hause in die Vereinigten Staaten.
Damit endet eine monatelange Leidensgeschichte der offen lesbischen Sportlerin: Griner war im Januar kurz vor dem russischen Angriff auf die Ukraine angeblich wegen eines Drogendelikts festgenommen worden (queer.de berichtete). Sie gab zu, eine kleine Menge eines aus Cannabis bestehenden Medikamentes bei sich gehabt zu haben, für das sie in den USA eine Rezept gehabt habe. In Russland ist dieses Medikament aber illegal. Griner erklärte, sie habe es aus Versehen eingeführt.
Laut Weißen Haus hat Präsident Joe Biden bereits mit der freigelassenen Griner gesprochen. Bei dem Gespräch aus dem Oval Office sollen demnach auch Griners Ehefrau Cherelle, Vizepräsidentin Kamala Harris und Außenminister Antony Blinken anwesend gewesen sein. Zunächst soll Griner, wie bei zurückkehrenden Geiseln üblich, von einem medizinischem Team untersucht werden.
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Die USA gingen davon aus, dass Griner aus politischen Gründen in Russland festgehalten wurde. Sie wurde in einem aus US-Sicht Schauprozess im August wegen Drogenschmuggels zu neun Jahren Gefängnis verurteilt (queer.de berichtete). Danach kam sie in eine Strafkolonie (queer.de berichtete). Griner soll als besonders geeigenetes Feindbild für Russland gegolten haben, weil sie als Schwarze, als Lesbe und als Amerikanerin gleich drei Eigenschaften hatte, die im Putin-Regime verpönt sind (queer.de berichtete).
Berüchtigter Waffenhändler kommt frei
Hinter den Kulissen hatten die USA und Russland über Monate über die Freilassung Griners verhandelt. Der jetzt freigekommene Viktor Bout hat den Spitznamen "Händler des Todes", weil er trotz Embargos Waffen in mehrere Konflikte in Afrika geschickt haben soll. So hatte er nach US-Informationen Kriegsgerät an den berüchtigten liberianischen Anführer Charles Taylor verkauft, der damals Kindersoldaten rekrutierte und den Waffenhändler mit Blutdiamanten bezahlt haben soll. Für seine Taten wurde Bout 2012 in New York zu mindestens 25 Jahren Haft verurteilt.
Die zweifache Olympiasiegerin Griner hatte sich bereits 2013 als lesbisch geoutet. 2019 heiratete sie ihre Freundin Charelle, die dann den Namen ihrer neuen Ehefrau annahm.
Instagram / brittneyyevettegriner | Griner kann jetzt wohl wieder Gutsle mit ihrer Ehefrau backen
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Die in der WNBA spielende Griner hatte sich in Russland aufgehalten, weil sie zusätzlich für das Team UGMK Jekaterinburg im Ural aktiv war. Wenige Tage vor ihrer Festnahme hatte das amerikanische Außenministerium bereits eine Reisewarnung für Russland herausgegeben, da sich die diplomatischen Beziehungen schon vor dem russischen Angriff auf die Ukraine merklich abkühlten. Demnach bestehe "die Möglichkeit der Belästigungen von US-Bürgern durch die russischen Sicherheitsbehörden", teilte das US-Außenamt zu diesem Zeitpunkt mit. Griner ignorierte die Warnung jedoch. (dk)















Eigentlich verhandelt man ja nicht mit Terroristen, aber ich bin froh das sie jetzt frei ist und diese Odyssee hinter sich hat. Das muss sehr traumatisierend gewesen sein.
Am Ende bleibt jedoch ein fader beigeschmack wenn man überlegt das dafür ein Mörder freikam der nun wieder allerlei böses anrichten wird.
Ich möchte nicht in den Schuhen stecken darüber diplomatisch verhandeln zu müssen.
Denn es wirft ein Dillema auf: Ist ein Leben soviel wert das man dafür den (Möglichen) Tod zukünftiger Menschen in kauf nimmt?
Ich hoffe das Putin und seine Schergen eines Tages ihre gerechte Strafe bekommen.