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Fußball-WM

Scheinheilige Kampagne der FIFA zum Tag der Menschenrechte

Kurz vor den Viertelfinalspielen wirbt die FIFA für ihre Kampagne "#NoDiscrimination". Der Slogan steht auch auf den Kapitänsbinden – diese waren eines der großen WM-Streitthemen.


Trägt die Kapitänsbinde "No Discrimination" andersrum: Lionel Messi (r.) bei einer Umarmung mit Torwart Emiliano Martinez (Bild: IMAGO / Ulmer / Teamfoto)
  • 10. Dezember 2022, 02:42h 5 2 Min.

Der Weltverband FIFA hat kurz vor den WM-Viertelfinalspielen für die eigene Antidiskriminierungskampagne geworben. Es gebe "im Fußball und in der Gesellschaft insgesamt keinen Platz für Diskriminierung jeglicher Art", teilte die FIFA in einer Pressemitteilung mit und verwies auf die Kampagnen-Botschaft "#NoDiscrimination", die während der vier Partien in den WM-Stadien in Katar zu sehen sei.

Der Slogan steht zudem während des Turniers auf den Armbinden der Kapitäne – auch Manuel Neuer hatte bereits eine solche Binde getragen, nachdem die FIFA die "One Love"-Kapitänsbinde verboten hatte.

Die WHO ist "stolzer Partner" der Kampagne

"Stigmatisierung und Diskriminierung können der psychischen und physischen Gesundheit sehr schaden und Menschen davon abhalten, die benötigten Gesundheitsdienste in Anspruch zu nehmen", sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Weltgesundheitsorganisation sei "ein stolzer Partner der FIFA bei der Kampagne "#NoDiscrimination". Insgesamt hat die FIFA sieben verschiedene Kampagnen bei der WM angeboten.


Anzeigetafel mit der Aufschrift "#NoDiscrimination" am Freitag beim Spiel Niederlande gegen Argentinien im Lusail Iconic Stadium in Katar (Bild: IMAGO / Matthias Koch)

Der Weltverband war in Europa wegen des "One Love"-Verbots stark kritisiert worden. Die mehrfarbige Binde soll insbesondere für Vielfalt und gegen Ausgrenzung stehen. Der WM-Gastgeber Katar steht wegen der Menschenrechtslage und auch des gesetzlichen Verbots von Homosexualität in der Kritik. Der 10. Dezember ist der internationale Tag der Menschenrechte.

Kapitänsbinde "No Place For Islamophobia"?

Einem Bericht des britischen Senders Sky News zufolge soll es unter den arabischen WM-Teilnehmern die Überlegung gegeben haben, mit einer Kapitänsbinde mit der Aufschrift "No Place For Islamophobia" (Kein Platz für Islamfeindlichkeit) aufzulaufen. Eine Bestätigung dafür gibt es nicht. (cw/dpa)

/ RobHarris

-w-

#1 PetterAnonym
  • 10.12.2022, 11:27h
  • Noch verlogener und scheinheiliger kann man ja wohl kaum sein.

    Nein, das holt den Fußball auch nicht aus der Scheiße, in die FIFA & Co ihn geschubst haben.
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#2 PeerAnonym
  • 10.12.2022, 12:36h
  • Die können sich ihre scheinheilige, verlogene Alibi-Aktion gerne hinstecken, wo die Sonne niemals scheint.

    Man kann nicht schwerste Menschenrechts-Verletzungen, tote Zwangsarbeiter, etc. hinnehmen oder sogar relativieren und dann meinen, eine reine PR-Aktion würde das ungeschehen machen.

    Nein, die haben den Fußball mit Blut befleckt, das sie nie mehr abwischen werden können. Das wird ab sofort zur Geschichte dieses Sports dazugehören, dass er für wirtschaftliche Interessen missbraucht wird und man dafür über alles andere hinwegsieht.
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#3 KilianEhemaliges Profil
  • 10.12.2022, 13:00h
  • Passt zum Gesamtbild. Letztes Mahnmal fifaresker Doppelmoral war das Auftreten der marokkanischen Nationalmannschaft mit der Flagge von Palästina. Das wurde nicht nur nicht als politisch und damit als verboten gerügt oder geahndet, sondern vollumfänglich totgeschwiegen. Bis gestern wurden laut ARD und ZDF sämtliche Presseanfragen zu dem Fall seitens FIFA nicht beantwortet.

    Was wiederum auch zum Antisemitsmus vor Ort passt. U.a. wurde koscheres Essen verboten, das jüdische Gebet und bereits israelische Presse bedrängt. Die finanzielle Unterstützung der palästinensischen Terrororgisation Hamas seitens Katar ist ja auch bekannt.

    Ich mutmaße, dass das auch zur "respektablen Kultur vor Ort" gehört.
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