Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?44081

Schottland

Transphobie: J.K. Rowling gründet Anlaufstelle ausschließlich für cis Frauen

Die "Harry Potter"-Autorin hat eine Hilfsorganisation für weibliche Opfer sexueller Gewalt gegründet – allerdings nicht für alle Frauen.


J.K. Rowling bei einer Lesung im Garten des "Weißen Hauses" in Washington, D.C. (Bild: Executive Office of the President / wikipedia)

  • 12. Dezember 2022, 17:12h 18 2 Min.

Gute Opfer, schlechte Opfer: Diese Unterscheidung ist J.K. Rowling in ihrer neuesten Initiative Beira offenbar wichtig. Rowling finanziert mit dem Projekt in Edinburgh und dem Einzugsgebiet der schottischen Hauptstadt eine Anlaufstelle, die Frauen kostenlos Hilfe anbieten soll, wenn sie Opfer von sexueller Gewalt geworden sind. Die britische Schriftstellerin stellte laut den "Edinburgh Evening News" aber klar, dass die neue Anlaufstelle nur Frauen helfe, wenn diese nicht trans sind – dieser Dienst werde "women-only" angeboten, hieß es. Trans Frauen wird damit ihr Frausein pauschal abgesprochen.

"Ich habe 'Beira's Place' gegründet, um Frauen in der Region Lothian einen meiner Meinung nach derzeit unerfüllten Bedarf zu decken", erklärte die Autorin am Montag in einem Gespräch mit der ebenfalls transphoben Journalistin Suzanne Moore. "Als Überlebende sexueller Übergriffe weiß ich, wie wichtig es ist, dass Überlebende in einer so schwierigen Zeit die Möglichkeit einer frauenzentrierten und von Frauen bereitgestellten Versorgung haben." Warum trans Frauen diese Hilfe nicht verdienen, verriet Rowling indes nicht.

Die Einrichtung Beira ist nach der schottischen Winterkönigin benannt. "Beira steht für weibliche Weisheit, Kraft und Regeneration", so Rowling.

Die "Harry Potter"-Romane von J.K. Rowling galten einst als Aufruf zur Toleranz für alle Menschen. Zuletzt machte sich die Erfolgsautorin aber für die Ausgrenzung von trans Menschen stark. Sie hatte erstmals Ende 2019 einen ersten Shitstorm ausgelöst, weil sie sich in sozialen Netzwerken hinter eine Wirtschaftswissenschaftlerin stellte, die trans Frauen abgesprochen hatte, "echte" Frauen zu sein (queer.de berichtete).

In den letzten Jahren radikalisierte sich die Autorin immer mehr und macht auf ihrem Twitter-Konto regelmäßig Stimmung gegen geschlechtliche Minderheiten. Letztes Jahr schrieb sie etwa einen sarkastischen Twitter-Eintrag über eine "penishaltige Person, die dich vergewaltigt hat" (queer.de berichtete). Danach brachte sie wiederholt trans Frauen mit männlichen Sexualstraftätern in Zusammenhang (queer.de berichtete). Zuletzt startete die Multimillionärin eine Kampagne gegen das geplante Selbstbestimmungsgesetz in Schottland (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 Maybeme
  • 12.12.2022, 18:40hBochum
  • die wirkliche Ironie dürfte sein, gründen trans Frauen jetzt eine solche Anlaufstelle nur für trans Frauen gründen, wäre der Aufschrei von ihr da, und zu gleichzeitig, würde dort eine cis Frau vermutlich nicht abgewiesen werden.
  • Direktlink »
#2 Two SpiritsAnonym
  • 12.12.2022, 19:26h
  • Ich hatte schon bei den ersten Einlassungen der Rowland hatte meine ersten "Potter Bücher" in der blauen Papierablage geworfen, Nur weil sie Reich und Berühmt ist darf diese widerliche CIS Frau auf uns TRANS Frauen herumtreten und Trampeln ohne Gerichtlich belangt zu werden. Frau Schwarzer wird bestimmt Jubeln oder hat eine Kerze für ihre Beste Freundin angezündet. Da ihre Rechtsberater bzw. Rechtsverdreher im Britischen Kolonialstil ihre Hasstiraden verteidigen.
    Hasstiraden = Meinungsäußerung!
    Für uns wird die Welt durch solche übersättigen Leute nur immer kleiner und gefährlicher.
  • Direktlink »
#3 SansibarAnonym
  • 12.12.2022, 20:39h
  • Antwort auf #1 von Maybeme
  • Ich glaube, eine eigene Anlaufstelle für trans* Frauen wäre ganz im Sinne von Frau Rowling.

    Als cis-hetero-Frau würde mich interessieren, was die Betroffenen von eigenen Schutzräumen für trans* Frauen halten.
  • Direktlink »