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Filmfest
"Aus meiner Haut" eröffnet das 44. Filmfestival Max Ophüls Preis
In Alex Schaads Debütfilm, der in Venedig mit dem Queer Lion ausgezeichnet wurde, zerfließen die Grenzen der Identitäten. Das Drehbuch schrieb er gemeinsam mit seinem Bruder Dimitrij Schaad, der auch mitspielt.

Thomas Wodianka in "Aus meiner Haut" (Bild: Walker+Worm / X Verleih)
- 13. Dezember 2022, 06:40h - 2 Min.
Das 44. Filmfestival Max Ophüls Preis wird am 23. Januar 2023 im CineStar Saarbrücken mit Alex Schaads queerem Debütfilm "Aus meiner Haut" eröffnet. Die ungewöhnliche Liebesgeschichte erzählt von einem Paar, das sich einer extremen Körpererfahrung unterzieht, und ermöglicht einen ganz neuen Blick auf die Liebesbeziehung zwischen zwei Menschen. Der zweifache Max-Ophüls-Preisträger und 2016 ebenfalls mit einem Studenten-Oscar ausgezeichnete Alex Schaad schrieb das Drehbuch gemeinsam mit seinem Bruder Dimitrij Schaad, der in "Aus meiner Haut" außerdem als Schauspieler mitwirkt.
"Jung und Alt treffen sich zum Experimentieren: Du schlüpfst in meinen Körper, ich in deinen. Das alles an einem unbestimmten Ort, zu einer unbestimmten Zeit", erklärte Festivalleiterin Svenja Böttger. "Was in Alex Schaads Film probiert wird, und beim Ansehen Prickeln und Unwohlsein zugleich auslöst, ist eine wunderbare Einstimmung auf das große Versuchslabor Filmfestival: Auch hier geht es darum, im Kinosaal in andere Leben zu tauchen, Neues zu erfahren, sich ein Stück weit aus sich heraus zu bewegen."
Wie fühlt es sich an, in einem anderen Körper zu leben?
Im Mittelpunkt des Films stehen Leyla (Mala Emde) und Tristan (Jonas Dassler), die auf den ersten Blick wie ein glückliches Paar wirken. Gemeinsam reisen sie zu einer abgelegenen Insel, auf die Leylas Jugendfreundin Stella (Edgar Selge) sie eingeladen hat. Schon bei der Ankunft zeigt sich: Hier finden rätselhafte Dinge statt. Zahlreiche Paare kommen in den letzten Sommertagen zusammen, um die Welt aus den Augen eines anderen Menschen zu sehen.
Bei einem festlichen Abendessen treffen Leyla und Tristan auf Fabienne (Maryam Zaree) und Mo (Dimitrij Schaad). Gemeinsam begehen sie das Tauschritual und erfahren, wie es sich anfühlt, in einem anderen Körper zu leben. Besonders Leyla ist glücklich und erfüllt von einem völlig neuen Lebensgefühl. Als sie sich jedoch weigert, zu ihrem alten "Ich" zurückzukehren, gerät die Situation außer Kontrolle.
Mit "Queer Lion" ausgezeichnet
"Aus meiner Haut" feierte seine Weltpremiere im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Venedig und wurde dort mit dem 16. Queer Lion Award ausgezeichnet (queer.de berichtete). Beim Filmfest Hamburg folgte der Produzentenpreis in der Kategorie "Deutsche Kinoproduktionen" für Tobias Walker und Philipp Worm.
X Verleih startet "Aus meiner Haut" am 2. Februar 2023 in den deutschen Kinos. (cw/pm)
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Links zum Thema:
» Homepage des Filmfestivals Max Ophüls Preis
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20:15h, rbb:
Legenden
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