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Ergebnis der Obduktion

US-Sportjournalist Wahl starb bei Fußball-WM eines natürlichen Todes

Grant Wahl sorgte mit seiner Solidaritätsaktion für queere Menschen in Katar für weltweite Aufmerksamkeit. Kurz danach starb er. Jetzt wurde die Todesursache bekanntgegeben.

  • 14. Dezember 2022, 14:36h 2 2 Min.

Grant Wahl sorgte mit diesem Regenbogen-Hemd für Irritationen bei katarischen Ordnern (Bild: Subscribe to GrantWahl.com / twitter)

Der amerikanische Sportjournalist Grant Wahl ist bei der Fußball-WM in Katar eines natürlichen Todes gestorben. Das teilte seine Frau Céline Gounder nach einer Obduktion in New York mit. Demnach starb Grant an einer Ruptur des Aortenaneurysma (Erweiterung der Hauptschlagader) mit einem Bluterguss im Herzbeutel. "Keine Wiederbelebung oder Schocks hätten ihn gerettet. Sein Tod stand in keinem Zusammenhang mit Covid. Sein Tod stand in keinem Zusammenhang mit dem Impfstatus", schrieb Gounder. Demnach habe es keine Ungereimtheiten gegeben.

Wahl war während des Viertelfinales zwischen Argentinien und den Niederlanden am 9. Dezember auf der Medientribüne des Lusail Stadions zusammengebrochen. Rettungskräfte hatten noch lebensrettende Maßnahmen eingeleitet und ihn ins Hamad General Hospital gebracht. Wahl starb im Alter von 48 Jahren (queer.de berichtete). Der Journalist selbst hatte zuvor im Internet geschrieben, er sei gesundheitlich angeschlagen.

Solidaritätsaktion für LGBTI-Community

Für weltweite Schlagzeilen hatte Wahl vor dem Vorrunden-WM-Spiel USA gegen Wales am 21. November gesorgt, weil er er ein T-Shirt in Regenbogenfarben trug, um seine Unterstützung für die LGBTI-Community zu demonstrieren. Deshalb war er eigenen Angaben zufolge für rund eine halbe Stunde von Sicherheitskräften festgehalten worden (queer.de berichtete). Wahl war bereits zum achten Mal Berichterstatter bei einer Fußballweltmeisterschaft.

Homosexualität ist in Katar verboten und wird mit bis zu sieben Jahren Gefängnis bestraft, nach Scharia-Recht können muslimische Homosexuelle sogar zum Tode verurteilt werden. Es sind allerdings keine Fälle bekannt, in denen diese Strafe verhängt worden ist. (dpa/cw)

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