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Los Angeles
Dave Chappelles Angreifer muss ins Gefängnis
Der queerfeindliche US-Komiker Dave Chappelle wurde im vergangenen Mai auf der Bühne attackiert. Der bisexuelle Angreifer wurde nun zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

Dave Chappelle macht gerne abwertende Witze über queere Menschen (Bild: Netflix)
- 16. Dezember 2022, 09:46h 2 Min.
Im vergangenen Mai stürmte Isaiah Lee (24) die Bühne des Hollywood Bowls während einer Live-Show des umstrittenen Comedians Dave Chappelle (49). Der Angreifer muss laut CNN nun für 270 Tagen ins Gefängnis. Der 24-Jährige wurde in den Anklagepunkten Körperverletzung und unbefugtes Betreten eines Sperrgebiets während einer Live-Veranstaltung verurteilt, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft von Los Angeles.
Dave Chappelle setzte Auftritt mit transfeindlichem "Witz" fort
Auf der Freilichtbühne Hollywood Bowl in Los Angeles riss der Angreifer Anfang Mai Chappelle zu Boden und führte dabei sogar ein Messer mit sich. Sicherheitskräfte reagierten schnell und konnten den Angreifer überwältigen, der daraufhin festgenommen wurde. Chappelle blieb unverletzt, die Vorstellung wurde nach einer kurzen Unterbrechung fortgesetzt. Dabei ließ sich der Komiker – der für seine queerfeindlichen Äußerungen seit Jahren in der Kritik steht – zu einem transfeindlichen "Witz" über den Angreifer hinreißen (queer.de berichtete).
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Lee erklärte nach der Attacke, ihn hätten unter anderem abwertende Witze über die queere Community und Obdachlosigkeit zu seiner Tat veranlasst (queer.de berichtete). "Ich identifiziere mich als bisexuell", erklärte der Kalifornier aus dem Gefängnis. "Ich wollte ihn wissen lassen, dass er etwas gesagt hat, was andere triggert."
Bei einer Comedy-Show in Los Angeles offenbarte Chappelle wenige Tage nach der Attacke laut "The Hollywood Reporter", dass er mit seinem Angreifer nach der Show geredet habe. "Ich musste mit ihm sprechen und den Grund für den Angriff wissen", sagte Chappelle, der den Eindruck hatte, dass der Mann psychisch krank zu sein schien. Dieser habe ihm dann erklärt, dass er auf die Notlage seiner Großmutter aufmerksam machen wollte, die durch Gentrifizierung aus ihrer Nachbarschaft in Brooklyn vertrieben worden war.
Weiteres Verfahren gegen Lee
Dem Angreifer droht nun ein weiteres Gerichtsverfahren wegen eines anderen Falles: Nach der Festnahme meldete sich sein früherer Mitbewohner in einem Obdachlosenwohnheim und behauptete, Lee habe ihn während eines Streits mit einem Messer attackiert und verletzt. Die Staatsanwaltschaft will ihn deshalb wegen versuchten Mordes anklagen. (spot/dk)
















Wir haben Meinungsfreiheit und warum geht er zu einer Show wo der Auftritt? Weil er Stress wollte, ob 240 Tage in meinen Augen gerechtfertigt sind steht auf einem anderen Blatt, die Verurteilung ist aber richtig.