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Ausschussbeschlüsse
Mehr Förderung für queere Projekte in München
Die Landeshauptstadt will bis zu eine halbe Million Euro pro Jahr zusätzlich locker machen, um Diskriminierung queerer Menschen zu bekämpfen und Regenbogenfamilien zu unterstützen.

CSD-Teilnehmer*innen vor dem Münchner Rathaus (Bild: CSD München)
- 16. Dezember 2022, 11:28h - 2 Min.
Die Stadt München will ab 2023 Regenbogenfamilien und queere Gleichstellung stärker fördern. Der Sozialausschuss des Stadtrats hat hierzu am Donnerstag einstimmig einem Antrag der Fraktionen Die Grünen/Rosa Liste sowie SPD/Volt zur Einrichtung eines Fonds "Queere Gleichstellung" zugestimmt, über den jährlich bis zu 400.000 Euro zur Verfügung gestellt werden (PDF). Nur eine rechte Kleinpartei stimmte dagegen.
"Die CSU fand zunächst, weniger (150.000,-€) wäre auch genug", erklärte Stadtrat Thomas Niederbühl (Rosa Liste) auf Facebook. "Am Ende aber doch (nur gegen Stimme der Bayernpartei) gemeinsam beschlossen."
Posted by Rosa Liste e.V. on Thursday, December 15, 2022
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"Die queere Community ist seit Jahren wieder zunehmenden Anfeindungen ausgesetzt", so begründeten die Antragsstellenden das Projekt. In der Community gebe es "ein hohes Maß an zivilgesellschaftlichem Engagement", gleichzeitig fehle es an der Finanzierung. "Ein Fonds Queere Gleichstellung ermöglicht eine unterjährige Realisierungsmöglichkeit für diese Maßnahmen und stärkt damit das gesellschaftspolitische Engagement gegen LGBTIQ*-Feindlichkeit." Der Fonds stärke "die Gleichstellung und Antidiskriminierung einer vulnerablen Bevölkerungsgruppe".
Zudem hat der Sozialausschuss einem grün/rosa Antrag auf einen Ausbau von Fach- und "Treffpunkt, Fach und Beratungsstelle Regenbogenfamilien" einstimmig zugestimmt (PDF). Die jährliche zusätzliche Förderung beträgt rund 100.000 Euro für eine zusätzliche Personalstelle und entsprechende Sachmittel.
Der Bedarf wird mit den Worten begründet: "Regenbogenfamilien und deren Kinder sind in München noch vielfach mit konkreten Benachteiligungen und Schwierigkeiten konfrontiert. Der Anteil von lesbischen, schwulen und transgender Partnerschaften mit Kindern in München nimmt jedoch stetig zu."
Posted by Rosa Liste e.V. on Thursday, December 15, 2022
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Der Stadtrat muss den beiden Anträgen noch in einer Sitzung zustimmen. (dk)









