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Kampf gegen HIV

PrEP-Versorgung bis Ende 2023 gesichert

Die PrEP wird auch nächstes Jahr Kassenleistung bleiben. Von den Grünen kommt die Forderung, die Versorgung nun auch auf dem Land zu gewährleisten.


Die PrEP gilt als wirksames Medikament zur Vorbeugung gegen HIV (Bild: NIAID / wikipedia)

  • 16. Dezember 2022, 13:27h 8 2 Min.

Der Bewertungsausschuss Ärzte hat in seiner Sitzung am Mittwoch beschlossen, dass die gesetzlichen Krankenkassen bis Ende 2023 die Finanzierung der HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) weiter leisten werden. Im September 2021 hatte der Bewertungsausschuss die Finanzierung noch bis Ende 2022 befristet. Aus Sicht der HIV-Schwerpunktpraxen war diese Entscheidung als riskant bewertet worden. Der Bewertungsausschuss ist ein Gremium aus Vertreter*innen von Kassenärztlicher Bundesvereinigung und dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen zur Selbstverwaltung des deutschen Gesundheitssystems.

"Das ist eine erfreuliche Nachricht zum Jahresende und ein wichtiges positives Signal. Jetzt gilt es, an dem Thema dran zu bleiben", erklärte die Grünenpolitikerin Tessa Ganserer, ein stellvertretendes Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bundestages. Bisher konzentriere sich das Versorgungsgeschehen auf wenige Großstädte in Deutschland. "Das sollte sich ändern: Eine bedarfsgerechte Versorgung muss flächendeckend erfolgen und die Finanzierung langfristig gewährleistet werden", forderte Ganserer.

Die PrEP ist seit 2019 reguläre Kassenleistung für alle, die einem erhöhten HIV-Risiko ausgesetzt sind (queer.de berichtete). Mit der Einnahme des Mediakamentenmixes sinkt laut Studien die Gefahr für HIV-Negative, sich mit dem Virus zu infizieren, praktisch auf Null. Das Robert-Koch-Institut führte daher auch insbesondere den Rückgang von HIV-Neuinfektionen unter schwulen und bisexuellen Männern auf dieses Medikament zurück (queer.de berichtete).

In den USA hatte es zuletzt gerichtliche Auseinandersetzungen um die PrEP gegeben. Zwar wird die Wirksamkeit nicht angezweifelt, allerdings klagte ein religiöser Arbeitgeber dagegen, die PrEP im Rahmen seiner Krankenversicherung anbieten zu müssen, da damit "homosexuelles Verhalten" gefördert werde. Ein konservativer Bundesrichter in Texas gab dem Kläger im September Recht (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 aux_Anonym
  • 16.12.2022, 18:21h
  • Mildly shocked, daß die Finanzierung so auf Kante genehmigt war.
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#2 MandalorianAnonym
  • 16.12.2022, 20:56h
  • Antwort auf #1 von aux_
  • geht mir genauso. Den Hauptvorteil des Prep-Programms sehe ich in der engmaschigen STD-Kontrolle und das die Auswirkungen von Unfällen (die immer mal vorkommen) eingedämmt werden.

    Die STD-Kontrollen sollten in einer modernen Gesellschaft grundsätzlich allen regelmäßig offen stehen und wenn die sich wegen der Kosten ins Hemd machen, dann sollten sie sich mal fragen warum die Labortests so unverschämt teuer sind und was man dagegen tun kann
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#3 Matze0815
  • 17.12.2022, 07:39h
  • Antwort auf #2 von Mandalorian
  • > Den Hauptvorteil des Prep-Programms sehe ich in der engmaschigen STD-Kontrolle

    Der Hauptvorteil der PreP bleibt die HIV Prävention. STD Tests haben nichts mit der Wirksamkeit der PreP zu tun und werden nur zusätzlich gemacht. Wer STDs testen will muss dafür keine PreP nehmen
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