Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?44132

MDR-Interview

Nina und Lotta Kummer fordern Flinta-Quote bei Musikfestivals

Die Schwestern und Musikerinnen von der Chemnitzer Band "Blond" finden es "immer noch erschreckend", wie wenig Frauen und queere Menschen bei Musikfestivals auftreten.


Lotta und Nina Kummer Ende Juli 2022 bei einem Auftritt in Kassel (Bild: IMAGO / Hartenfelser)

Nina und Lotta Kummer von der Chemnitzer Band "Blond" kämpfen für mehr Frauen und queeren Menschen auf den Bühnen der Musikfestivals. "Wenn man sich die Line-ups so richtig großer Festivals anguckt, ist immer noch erschreckend, wie wenig Flinta-Personen da stattfinden", sagte Nina Kummer in einem MDR-Interview. Flinta steht für Frauen, Lesben, Inter, Nonbinär, Trans und Agender.

"Wenn Leute kritisieren, dass auf einem Festival ganz wenig Flinta-Personen spielen, lautet die Antwort immer: Ja, wir haben uns wirklich Mühe gegeben, aber es ist halt blöd im Bereich Rock. Oder Leute kommentieren, es gibt halt einfach nicht genug Frauen. Das ist jedes Jahr wie so ein Déjà-vu", sagte Nina Kummer.

"Einen gewissen Prozentsatz einhalten"

Es sei allerdings Quatsch, dass es die Bands nicht gebe, sagte Lotta Kummer. "Das stimmt ja einfach nicht. Und deswegen denke ich, dass man ein bisschen radikaler werden muss in der Auswahl. Immer nur dieses 'sich Mühe geben' reicht halt nicht. An irgendeinem Punkt muss man einfach einen gewissen Prozentsatz einhalten."

Die Band "Blond" besteht aus den Kummer-Schwestern und Johann Bonitz. Nina und Lotta Kummer sind die jüngeren Geschwister der "Kraftklub"-Musiker Felix und Till Kummer. (cw/dpa)

-w-

#1 WadimAnonym
  • 17.12.2022, 13:48h
  • Quoten - vieles spricht dafür, aber auch vieles dagegen.
    Aber gut, wenn das Problem besprochen, diskutiert und erwogen wird.
  • Direktlink »
#2 HmmmAnonym
  • 17.12.2022, 16:01h
  • Es ist nun mal so das die meisten Festivals Genrespezifisch sind... und ja, es scheint zb im Metal und auch im Rap mehr Männer als Frauen zu geben. Und da Festivaltickets nun mal verdammt teuer sind bucht man Acts die das Publikum anziehen. Aber diejenigen, die Publikum bringen, werden gebucht. Life of Agony sind zb regelmässig auch Wacken und die "erfüllen" sowohl "Weiblich" und "Queer", Doro ist ebenfalls Stammgast, Jinjer sind für 2023 gebucht, Laura Jane Grace wurde auch für 2023 gebucht, ebenfalls queer und weiblich... Kann es einfach sein das wir in Deutschland zwar eine enorme Menge erfolgreicher, weiblicher Pop und Balladen-Sängerinnen haben, aber schlicht kein richtig grosses Pop-Festival...?
  • Direktlink »
#3 nichtbinärePersonAnonym
  • 17.12.2022, 21:40h
  • "es gibt halt einfach nicht genug Frauen."

    Sehe ich das also richtig, dass unter FLINTA wieder mal nur Frauen verstanden werden?
    F und L mag ja noch angehen - aber weder Inter, noch Nichtbinäre, noch Trans, noch Agender Personen sind "Frauen". Geht es also um weiblich Gelesene? Damit werden (eher) männlich gelesene Inter, Nichtbinäre, Trans und Agender Personen komplett ausgeschlossen.

    Ein solch exkludierendes Verhalten entspricht nicht meinen Ansprüchen an eine WIRKLICH inklusive Community, sondern schafft neue Diskriminierungs-Kriterien.
  • Direktlink »